Google-Schleichwerbung in Microsofts Edge-Browser

Microsofts Neuauflage des Webbrowsers Edge basiert auf Chromium. Also kann man damit grundsätzlich auch für Googles Chrome-Browser gedachte Erweiterungen installieren. Allerdings redet Google da offensichtlich noch ein Wörtchen mit.

Wenn man mit Edge den Chrome Web Store besucht, liest Google offenbar den user agent string aus und erkennt so den Microsoft-Browser. Bestätigt man, dass man Chrome-Erweiterungen installieren will, poppt ein weiterer Hinweis auf: Damit empfiehlt Goolge Edge-Nutzern den Wechsel zu Chrome, „um Erweiterungen sicher nutzen zu können“. Der Hinweis endet mit einem Downloadlink für Googles Browser Chrome.

Schon in der Testphase des Chromium-Edge bekamen die Nutzer Googles die offensichtliche Missgunst gegenüber der Browser-Konkurrenz zu spüren und manche Google-Dienste wie Docs und YouTube Music ließen sich nicht fehlerfrei nutzen…

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Und täglich grüßt die Vorratsdatenspeicherung

Die niedersächsische Justizministerin Barbara Havliza (CDU) wirbt für eine Wiedereinführung der umstrittenen Vorratsdatenspeicherung, die aktuell von den Gerichten auf Eis gelegt ist.

Darunter versteht man die flächendeckende, anlasslose Erfassung von Telefon- und Internetdaten der Nutzer, um Straftaten im Internet besser verfolgen zu können – der feuchte Traum aller deutschen Politiker und Ermittler.

Die Fehlbarkeit der Frau Havliza

Und in dieser Gruppe ist Frau Havliza auch anzusiedeln: Die Frau ist ein Gewächs aus unserer Gegend – geboren in Dortmund, in Münster Jura studiert.

Als Beisitzerin der III. Großen Strafkammer des Landgerichts Osnabrück war sie mit für den Justizirrtum um Adolf S. und Bernhard M. verantwortlich, der den zu Unrecht Verurteilten Adolf S. 7 Jahre seines Lebens gekostet hat.

In der Süddeutschen Zeitung äußerte sich Barbara Havliza laut Wikipedia dazu rückblickend: „Das zeigt, wie fehlbar man ist. Deswegen stehe ich zu meiner Überzeugung: Lieber einen zu Unrecht freisprechen als einen zu Unrecht verurteilen.“ Haha, selten so gelacht…

Ohne Vorratsdatenspeicherung sei sehr schwierig, die Identitäten der Täter zu ermitteln, eröffnete die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. „Das ist ein Problem. Ich halte es für wichtig, dass die Speicherung von IP-Adressen und Portnummern wieder möglich wird, damit nicht das Gefühl vorherrscht, das Internet sei ein rechtsfreier Raum.“

Grundrechte für Beleidigungen schleifen

Denkbar sei laut Havliza eine Speicherung der Daten für drei Monate. Das entspreche den Fristen für Strafanträge bei Beleidigungsdelikten. „In dieser Zeit können Betroffene entscheiden, ob sie einen Vorfall zur Anzeige bringen.“

Bei schwersten Straftaten von Massen- und Völkermord bis Kindesmissbrauch könnte ja auch der wackerste Bürgerrechtler ins Zweifeln kommen, ob nicht doch eine Ausnahme bei den Grundrechten vertretbar wäre.

Man bedenke aber die Frechheit dieser Frau Havliza, die inzwischen Justizministerin im Kabinett Weil in Niedersachsen ist: Sie will Ihre intimsten Daten für den Fall abspeichern, dass ein von einer Beleidigung im Internet Betroffener sich nicht entscheiden kann, ob der Vorfall ihm überhaupt eine Strafanzeige wert ist. Früher konnte man sowas nicht einmal direkt vor Gericht bringen, für Beleidigungen waren Schiedsmänner zuständig…

Und was kommt danach?

Gesichtserkennung im gesamten öffentlichen Raum mit „Super-Recognizern“, die in Bayern schon eingesetzt werden inklusive Kaffeesatzlesen in den Gesichtern als Basis für „Predictive Policing“.

Schon der Gedanke an Falsches Parken, den eine sogenannte KI aus Ihren Gesichtszügen abgelesen haben will, führt dann zu präventivem lebenslangem Entzug der Fahrerlaubnis, und wer auf dem Weg zur Arbeit grimmig in eine Kameralinse schaut, weil er beim Frühstück Streit mit Ehefrau oder Freundin hatte, könnte schneller hinter schwedischen Gardinen landen, als er „Scheiße“ sagen kann.

Die Gefahren von unbeherrschbaren Technologien wie beispielsweise Lynchjustiz, Verlust der Grundprivatsphäre, ekelhaftes Marketing, Diebstahl digitaler Identität durch Missbrauch von Gesichtserkennung beschreibt das renommierte Sicherheitsunternehmen Kaspersky in dem Artikel „Die dunkle Seite der Gesichtserkennung„.

Lesen Sie doch noch einmal Orwells „1984“, denn der Große Bruder ist schon lange da. Vielleicht finden Sie dann ja auch noch rechtzeitig heraus, wie man an ein rosa Kärtchen kommt, um die Gardinen im Schlafzimmer wenigstens einmal im Jahr ungestraft zuziehen zu dürfen…

Foto: CDU Niedersachsen
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Supercomputer Hawk mit 26 Petaflops in Betrieb

Gestern hat das Höchstleistungsrechenzentrum in Stuttgart (HLRS) seinen neuen Supercomputer Hawk in Betrieb genommen. Die Maschine ist einer der leistungsfähigsten Rechner der Welt und auch das schnellste System für universelle Anwendungen im akademischen und industriellen Bereich Europas.

Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, der Grüne Winfried Kretschmann, und der parlamentarische Staatssekretär des Bundesforschungsministeriums, Dr. Michael Meister, nahmen den neuen Boliden gestern hochoffiziell in Betrieb.

Der Supercomputer von Hewlett Packard Enterprise (HPE) wird von über 11.260 AMD-Rome-Prozessoren mit mehr als 720.000 Prozessorkernen gepowert. Er liefert eine Rechenleistung von rund 25,95 Petaflops und ist damit rund dreieinhalb mal schneller als sein Vorgänger.

Zu den industriellen und wissenschaftlichen Einsatzmöglichkeiten gehören zum Beispiel Crash- und Aerodynamik-Analysen, Optimierung der Energieerzeugung beim Einsatz von Windkraftanlagen oder hochauflösende Klimamodelle.

Screenshot HPE
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Foto: Segelboote auf dem Ijsselmeer

Dies Foto stammt von einem Segeltörn auf dem Ijsselmeer und macht mir persönlich ganz schön Hunger auf Sommer und Sonne – und natürlich auch auf Gehaktbal speciaal met Frites, auch bekannt als Berenhap oder Berenklauw. 😉

Es ist ja zum Glück nur noch gut eine Woche bis zum meteorologischen Frühlingsanfang am 1. März – das macht doch wieder Hoffnung auf Sonnenschein.

Kurz vor diesem „Jahreszeitenwechsel“ habe ich am 25.2.2020 und kurz danach am 10.3.2020 noch zweimal das zweifelhafte Vergnügen eines Aufenthaltes im Universitätsklinikum Münster (UKM), um mein Herz noch ein wenig auf Vordermann zu bringen.

Danach darf die Sonne dann aber gerne kommen und meine Vitamin D-Produktion ankurbeln. Obwohl das Sonnenvitamin ja genau genommen eigentlich eher ein Hormon ist, aber ich möchte ja nicht popeliger als der Pope herüberkommen…

Foto: Dr. Martin Merz, Smartphone Samsung, CC BY-SA 4.0

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Lächerlich: Telekom vermutet Absatzprobleme bei Vodafone

Der Telekom-Chef Tim Höttges sieht die aktuelle Preissenkung von Vodafone im Kabelnetz als mögliches Anzeichen für Absatzprobleme. „Warum muss Vodafone den Preis seines Spitzenprodukts um 50 Prozent senken, haben die Absatzprobleme?“, fragte sich Höttges laut am 19. Februar 2020 in der Bilanzpressekonferenz.

Gigacable Max von Vodafone im Detail

Vodafone hatte mit Gigacable Max einen neuen Gigabit-Tarif eingeführt, der monatlich nur 39,99 Euro kostet.

Bisher mussten Vodafone-Kunden für Red Internet & Phone 1000 Cable in den ersten zwölf Monaten einen monatlichen Basispreis von 20 Euro zahlen, und ab dem 13. Monat wurden für den Tarif dann 70 Euro pro Monat fällig. Daraus ergab sich bei 24 Monaten Vertragslaufzeit ein Monatspreis von 45 Euro. Damit beträgt die Preissenkung für Gigacable Max beträgt 5 Euro monatlich oder rund 11 Prozent.

Super Vectoring der Telekom mit MagentaZuHause XL kostet viermal so viel

Die Telekom vertreibt Super Vectoring als Magentazuhause XL, wobei das Angebot von 20 Euro in den ersten sechs Monaten nur für Neukunden gilt. Ab dem siebten Monat kostet der Tarif dann monatlich 55 Euro. Bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten liegt der Monatspreis also bei rund 46 Euro.

Preise ungefähr gleich, Leistung bei Vodafone viermal so hoch

Mit dem Super Vectoring der Telekomiker sind Datenraten von bis zu 250 MBit/s im Download und ein Upload von bis zu 40 MBit/s zu erreichen. Der Kabel-Tarif von Vodafone hingegen bietet einen Download bis zu 1.000 und einen Upload bis zu 50 Megabit pro Sekunde – ist insgesamt also viermal so schnell und noch über 10 Prozent günstiger.

Das sieht nicht wirklich nach Absatzproblemen bei Vodafone, sondern eher nach veralteter Kupfer-Technologie von der Deutschen Telekom aus, Herr Höttges! Echte Indianer nennen das „Reiten totes Pferd“.

Bild: Wikipedia, Sebaso, CC BY-SA 4.0
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Gestern war Razzia bei Amazon Österreich

Wegen Verdachts auf Scheinfirmen und Schwarzarbeit gab es gestern eine Razzia bei Amazon Österreich. Die Aktion richtete sich nicht direkt gegen Amazon selbst, sondern gegen dessen Subunternehmer für Lieferfahrten.

Die Behörde besetzte sämtliche Ein- und Ausgänge des Amazon-Verteilzentrums in Großrebersdorf und kontrollierte dort zwei Stunden lang alle Fahrer. Der Österreichische Rundfunk meldet, dass dabei 174 Mitarbeiter von nicht weniger als 36 Betrieben „amtsbehandelt“ wurden.

In insgesamt 49 Fällen soll die Finanzpolizei arbeitsrechtliche Verstöße festgestellt haben, und in zehn weiteren Fällen hätten wären Firmen mit Schulden beim Finanzamt aufgefallen. Eine Firma mit immerhin 20 Mitarbeitern war wohl überhaupt nicht registriert, und von ihr fordert die Finanzpolizei jetzt gut 10o.000 Euro nach.

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Microsoft zieht Updates zurück

Microsoft hat zwei der im Rahmen des Februar-Patchdays veröffentlichten Standalone-Sicherheitsupdates zurückgezogen. In den Knowledge-Base-Artikeln zu den Updates 4524244 und 4502496 heißt es, dass ein Teil der Geräte von einem Problem betroffen sei.

Microsoft hat inzwischen die Verteilung dieser beiden Updates eingestellt. Das Unternehmen kündigte auch an, die Updates nicht wieder über Windows Update, Windows Server Updates Services oder den Microsoft Update Catalog anzubieten. Der Hersteller rät Nutzern, die auch tatsächlich auf Probleme gestoßen sind, die fraglichen Updates KB4524244 und KB 4502496 zu deinstallieren.

Verschwundenes Benutzerkonto

Außerdem führt das kumulative Update KB4532693 für Windows 10 Version 1903 dazu, dass bei einigen Anwendern der Zugriff auf ihr Benutzerprofil verloren geht.

Windows 10 soll das verlorene Nutzerprofil automatisch wiederherstellen, sobald das Update KB4532693 wieder deinstalliert wird. Dazu muss in der Einstellungen-App von Windows 10 der Updateverlauf aufgerufen werden. Über die Option „Updates deinstallieren“ am oberen Bildrand kann man die fragliche Patch-Sammlung entfernen.

Nach einem Neustart sollte dann das verlorene Benutzerkonto wieder angeboten werden.

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Vodafone Cable Max: Gigabit-Internet für 39,99 €

Die Kosten für Hochgeschwindigkeits-Internet per Kabelanschluss waren für viele bis jetzt abschreckend hoch. Mit dem vom 17. Februar bis zum 5. April 2020 sowohl für Neu- als auch für Bestandskunden angebotenen Aktionstarif  „CableMax“ macht Vodafone das Gigabit-Netz jetzt für jedermann erschwinglich.

Voraussetzung für die Nutzung der neuen Option ist natürlich, dass die an Ihrem Anschluss verfügbare Leitung das Maximaltempo von 1 Gbps überhaupt erreicht, was sich beispielsweise während des Bestellvorgangs auf der Vodafone-Seite prüfen lässt. Für den CableMax-Tarif fallen weder ein Bereitstellungsentgeltnoch Versandkosten für die ebenfalls inklusive Vodafone Station und auch keine Wechselgebühr an.

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Foto: Magnolienblüte zum Frühlingsanfang

Es sind keine zwei Wochen mehr, bis der meteorologische Frühling beginnt. Dann gehen die ersten Sträucher und Bäume in Blüte, wie dieser große Magnolienbaum in Lüdinghausen-Berenbrock.

Manche nennen den Magnolienbaum wegen Form und Größe seiner Blüten auch „Tulpenbaum“. Unten rechts in der Ecke des Fotos sieht man auch noch einige Blüten eines Rotdorns.

Foto: Dr. Martin Merz, Canon EOS 600D, CC BY-SA 4.0

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