Eilabbuchungen mit Paypal

Will man sich Guthaben von seinem Paypal-Konto auf das eigene Bankkonto auszahlen lassen, musste man bisher in der Regel zwei Tage auf die Ankunft des Geldes warten. Aber nun künftig kann das Geld auch quasi in Echtzeit transferieren:

Paypal ermöglicht ab sofort Eilabbuchungen, auf Basis des SEPA-Instant-Payment-Verfahrens. Mit diesem  europaweiten Standard kann seit 2017 Geld in Sekunden von einem Bankkonto zum anderen überwiesen werden.

Blitzüberweisung wird nach und nach freigeschaltet

Noch können allerdings nicht alle Kunden auf die neue Funktion zugreifen. Paypal erklärte dazu, man werde die zusätzliche Option erst nach und nach für Kunden in Deutschland und Österreich einführen. Danach sollen die Eilüberweisungen aber sowohl für Verbraucher als auch für die Händler möglich sein.

Die Echtzeitüberweisungen sind leider gebührenpflichtig

Im Gegensatz zum normalen herkömmlichen Transfer von Paypal aufs Bankkonto, der je nach Geschwindigkeit der Bank ein bis zwei Werktage dauern kann (bei mir immer mindestens 2 Tage), ist die Eilabbuchung allerdings kostenpflichtig.  Laut Paypal fallen bei Überweisungen in Euro generell ein Prozent der zu überweisenden Summe, mindestens aber 0,25 Euro und maximal 10 Euro an.

Limits werden ebenfalls erhöht

Bei vielen Banken sind Instant Payments zwischen herkömmlichen Konten auch kostenpflichtig und werden bisher (möglicherweise deshalb) auch noch nicht flächendeckend genutzt. Ab Juli 2020 soll auch das Limit für die schnellen SEPA-Überweisungen von 15.000 auf 100.000 Euro pro Zahlung erhöht werden.

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Gratis-Entschlüsselungstool für Erpressungstrojaner STOP

Alle, die sich den Windows-Verschlüsselungstrojaner STOP eingefangen haben, können jetzt aufatmen: Die Sicherheitsforscher von Emsisoft haben zusammen mit den Ransomware-Spezialisten von Bleepingcomputer.com ein kostenloses Entschlüsselungstool veröffentlicht.

Damit bekommen Opfer des Erpressungstrojaners wieder Zugriff auf ihre Daten, ohne dafür Lösegeld zahlen zu müssen. Aktuell funktioniert das Tool aber nur bei 148 von den dokumentierten 160 Varianten der Schadsoftware.

Den „Emsisoft Decryptor for STOP Djvu“ kann man jetzt herunterladen. Das Tool kann mit STOP verschlüsselte Dateien entschlüsseln, welche zum Beispiel die Dateiendungen .djvu, .rumba, .radman und .gero besitzen. In einem Blogartikel führt Emisoft noch einen Download-Link zu einer Variante des Tools auf, der bei Untervarianten von STOP hilft.

Nach Statistiken von Emsisoft macht STOP aktuell rund 56 Prozent der von Scanlösungen gefundenen Erpressungstrojanern aus. Der Großteil der Funde stammt aus Indonesien (17 %), Indien (15 %) und den USA (14 %). Deutschland ist mit 6 % Anteil vertreten. Emisoft berichtet von insgesamt 460.000 erkannten Opfern des Erpressungstrojaners.

Der Schädling tauchte erstmals im Oktober 2018 auf. Als Zielgruppe hat er hauptsächlich Privatpersonen. Dabei versucht er sich aber nicht wie üblich, per E-Mail-Anhang auf Computer zu kommen, sondern verbirgt sich in illegalen Tools zum Generieren von Software-Keys oder -Cracks. Wer zum Beispiel versucht, damit eine Photoshop-Version illegal zu aktivieren, brigt so den Schädling auf seinen Computer.

Um von STOP verschlüsselten Dateien wieder zu entschlüsseln, arbeitet das Tool mit einem nicht näher beschriebenen Seitenkanalangriff auf den Schlüsselstromgenerator von STOP. Um wieder Zugriff auf die Dateien zu bekomme, müssen die Opfer nur einen Dateipfad mit verschlüsselten Daten angeben und dann auf „Decrypt“ klicken.

Weitere Infos zur Nutzung des Tools findet man in einem PDF-Dokument. Weitere Hilfe können die Opfer im Forum von Bleepingcomputer.com finden. Sollte eine nicht mit dem Tool kompatible Version von STOP zugeschlagen haben, sollte man die verschlüsselten Dateien auf einem Datenträger aufbewahren und darauf hoffen, dass noch eine aktualisierte Version des Decrypters verfügbar wird.

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30 Jahre Entwicklung der Mobiltelefone

Fast jeder hat heute sein Mobiltelefon immer dabei – und nicht nur, um darüber jederzeit telefonisch erreichbar zu sein. Denn die heutigen Mobiltelefone heißen nicht umsonst „Smartphones“.

Die ersten Anfänge vor fast 30 Jahren

Zu Beginn der 90er Jahre kamen die ersten echten Handys in Deutschland von der US-Firma Motorola (Motorola International 3200) als klobige Geräte mit einem kleinen Display (und einer noch kleineren Batterie) heraus und lösten die vorherigen superschweren „Autotelefone“ für Menschen, die durchgängig erreichbar sein mussten, sehr schnell ab.

Nach wenigen Stunden war deren Akku zwar in der Regel leer, aber mit einem großen Reserve-Akku, der den „Knochen“ von Motorola noch dicker machte, konnte das Mobiltelefon eine komplette 8-Stunden-Schicht durchhalten, auch wenn man in dieser Zeit mehr als zwei Telefonate führte.

Der Stand der Technik heute

Im Vergleich mit einem aktuellen Smartphone wie dem Huawei P30 oder dem iPhone 11 konnte man mit diesen Geräten so gut wie gar nichts – außer telefonieren. Fast dreißig Jahre später machen die schlauen Telefone ihrem Namen „Smartphones“ alle Ehre:

Sie beherrschen nicht nur Telefonie, Kurznachrichten und Videochats (und das auch Ende zu Ende verschlüsselt, sondern dienen auch hervorragend als Fotoapparat, Taschenlampe, Kalender, Emailer, Taschenrechner, Navi, Übersetzer, Internetzugang, Fernseher und zu vielen anderen Zwecken.

Einen interessanten und ausführlicheren Artikel zur Entwicklung der Mobiltelefone finden Sie im Casino-Blog des Gaming-Clubs.

Photo: Pixabay
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Voice Phishing mit Amazons Alexa

Wenn Alexa Sie plötzlich nach ihrem Passwort fragt, sollten alle Alarmglocken schrillen – auch wenn es dabei angeblich um  das Installieren von Sicherheitsupdates oder andere wichtige Maßnahmen geht. In aller Regel handelt es sich dabei nämlich ziemlich sicher um einen Phishing-Angriff, wie ihn Forscher gerade vorgeführt haben.

Öffnung der Smarthomes für fremde Apps

Die Assistenten-Betreiber Google und Amazon haben inzwischen ihre sprachgesteuerten Smarthome-Plattformen für Apps von externen Anbietern geöffnet. Wer solche Apps installiert, kann sich aber damit ähnliche Probleme einhandeln wie auf dem Computer oder dem Smartphone: Die App könnte nämlich einen Phishing-Angriff durchführen oder einfach nur den Benutzer heimlich belauschen.

Die Berliner Sicherheitsforscher Luise Frerichs und Fabian Bräunlein von den SRLabs haben das  für Alexa und Google Home vorgeführt: Ihre als Horoskop getarnte App („Alexa, gib mir mein Horoskop für heute!“) schließt sich nach einer Interaktion mit dem Nutzer nicht wirklich, sondern läuft im Hintergrund einfach weiter.

Etwas später meldet die sprechende Smarthome-Zentrale dann aus eigenem Antrieb, dass wichtige Sicherheitsupdates bereit stünden und der Anwender jetzt sein Passwort zur Installation eingeben müsse.

Weil man das von Smartphones und PCs gewohnt ist, wird so mancher der Aufforderung nachkommen und damit unwissend sein Passwort an den Hersteller der App weitergeben. Es gibt auch noch eine andere Gefahr: Wenn die fremde Schad-App unbemerkt im Hintergrund weiterläuft, kann sie natürlich auch den Benutzer belauschen und Gesprächsinhalte an die Server seines Hersteller senden, warnen die beidenForscher.

Die Berliner Forscher geben mit ihren Smart Spies Beispiele für Probleme, die wohl schon bald real auf uns zukommen werden, denn mit der Beliebtheit solcher Voice-Apps wächst auch das Interesse von Kriminellen.

Deshalb stehen die Plattform-Betreiber in der Verantwortung, bessere Maßnahmen zu ergreifen, um den Missbrauch ihrer Sprachassistenten zu verhindern. Aktuell führen sie zwar vor der Freigabe der Apps ein Review durch, aber das reicht offensichtlich nicht aus.

Denn die beiden Forscher von SRLabs legten zunächst eine saubere Version vor und installierten die Spionagefunktionen erst danach per Update nach, welches dabei offenbar nicht mehr geprüft wurde…

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Share-online.biz ist für immer offline

Wer zum Wochenende illegal einen Film oder Musik beim Sharehoster Share-online.biz downloaden wollte, musste feststellen, dass der Server in der letzten Woche von den Ermittlungsbehörden offline genommen wurde.

Auch über „Zubringer“ wie DDL-Warez.to ist der Sharehoster nicht mehr erreichbar. DDL-Warez.to schreibt dazu:

„Share-Online ist offline und wird nicht wieder kommen. Wer Premium-Kunde war und nur gedownloaded hat, ist sicher. Es gibt keine Ermittlungen gegen Downloader. Nutzt vorerst die anderen Hoster, die bei jedem Download zu finden sind. Weitere Infos folgen.“

Wie schon seit Jahren dürfte das alte Hase-und Igel-Spiel zwischen den illegalen Sharehostern und den „Rechteverwertern“ dürfte jetzt in die nächste Runde gehen…

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Zeitumstellung am kommenden Sonntag

Heute ist der letzte Sonntag dieses Jahres mit Sommerzeit, denn am kommenden Sonntag, dem 27. Oktober 2019, werden die Uhren um 3 Uhr (Sommerzeit) auf 2 Uhr (Winterzeit) zurückgestellt.

Der eine oder andere Zeitmesser aus uralten Zeiten muss dann vielleicht noch manuell eine Stunde vorgestellt werden – aber einigermaßen moderne Uhren sollten das auch ganz ohne Zutun des Besitzers hinkriegen.

Was die Politiker wohl nie hinkriegen, dürfte das Beenden der unseligen Zeitumstellung sein, trotz aller wissenschaftlichen Studien oder Umfragen der EU dazu. Inzwischen weiß nun wirklich jeder, wie unsinnig die zweimalige jährliche Zeitumstellung ist, die Bevölkerung hat sich in der EU-Umfrage deutlich für die Abschaffung ausgesprochen – aber die Zeitumstellung gibt es auch im nächsten Jahr wieder…

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Foto: Sonne hinter dem Turm der Burg Lüdinghausen

Wenn die Sonne genau hinter dem Turm der Burg Lüdinghausen untergeht (vom Forum Lüdinghausen aus gesehen), beginnt wieder die kalte Hälfte des Jahres. Leider war es gestern Abend im Westen ziemlich bewölkt, so dass sich der übliche Halo-Effekt nicht wirklich einstellte.

Foto: Klaus Ahrens, Smartphone Huawei P10, CC BY-SA 4.0

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Kaum Vertrauen in Facebooks Kryptogeld „Libra“

Nach einer aktuellen Umfrage wollen 73 Prozent der Verbraucher die geplante Digitalwährung Libra aus dem Hause Facebook nicht nutzen. Die meisten (42 Prozent) der Befragten gaben als Grund an, Facebook nicht zu trauen. 31 Prozent der Teilnehmer glauben nur an staatlich kontrollierte Währungen.

Weitere Details der Umfrage

Die zugrundeliegende repräsentative Umfrage hat das Marktforschungsinstitut Toluna für die Creditplus Bank und die Wirtschaftswoche durchgeführt. Dabei wurden 2.000 Menschen befragt.

Nur 27 Prozent würden den Libra (oder die Libra – das Wort ist ja schließlich weiblich) für Zahlungen im In- und Ausland nutzen. Nur neun Prozent könnten sich vorstellen, Geld via Facebook zu transferieren.

Die Zustimmung in der Gruppe der unter 35-Jährigen fällt dabei deutlich höher aus als bei den älteren Befragten. In der Gruppe der 22- bis 34-Jährigen könnten sich 42 Prozent vorstellen, den Libra zu nutzen.

Von der Politik gibt es für den Libra so gut wie keine Zustimmung. Gerade erst sind einige Gründungsmitglieder ausgestiegen – darunter Paypal, Mastercard und Visa. Trotzdem hat die Libra Association am Montag in Genf die Gründungsurkunde unterzeichnet und den Vorstand gewählt.

Dabei handelt es sich bei der/dem Libra auch gar nicht um eine echte Kryptowährung, sagen Kritiker, wie zum Beispiel der Technology Review in „Mogelpackung Facebook Libra?“.

Das klingt alles recht eindeutig nach dem sprichwörtlichen totgeborenen Kind, das sich im Sande verlaufen hat…

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Netflix erneut weniger gefragt

Netflix hat gerade zum zweiten Mal in Folge sein Abonnentenziel für ein Quartal verfehlt. Das kann man dem Quartalsbericht entnehmen, den der Streamingkonzern gestern nach Handelsschluss an der New Yorker Börse vorlegte.

Aktuell läuft das letzte Quartal, bevor die beiden großen Konkurrenten Disney und Apple auch ihre Dienste starten, die zusammen weniger kosten sollen als das beliebteste Preismodell von Netflix.

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Die Kinderporno-Plattform „Welcome to Video“ im Darknet

Ermittler aus den USA, Südkorea, Deutschland, Großbritannien und weiteren Ländern haben nach eigenen Angaben die bisher größte Website für Kinderpornografie „Welcome to Video“ im Darknet offline genommen.

Insgesamt seien in dem Zusammenhang bisher 337 Benutzer der Plattform festgenommen und angeklagt worden, informierte das US-Justizministerium gestern. Außerdem seien dadurch auch 23 Kinder aus andauernden Missbrauchs-Situationen befreit worden.

Wie „Welcome to Video“ funktionierte

Die schon im letzten Jahr ausgehobene Plattform „Welcome to Video“ funktionierte nach der Behördenmitteilung mit Hilfe der Kryptowährung Bitcoin, die pseudonyme Zahlungen außerhalb des Bankensystems gestattet.

Die Benutzer konnten auf der Plattform „Welcome to Video“ gegen Kryptogeld Videos herunterladen. Ermittler sollen rund acht Terabyte Daten sichergestellt haben, darunter rund 250.000 kinderpornografische Videos, heiß es in der Mitteilung weiter. Fast die Hälfte der Bilder und Videos waren Ermittlern zufolge vorher nirgends sonst im Internet aufgetaucht.

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