Vorsicht, noch’n Spion…

Amazons Tischlautsprecher Echo mit Alexa, Apples Homepod mit Siri, und Google Home mit dem namenlosen OK Google – da fehlt doch noch einer im Club der Datenräuber und Bespitzeler?

Facebook bringt jetzt auch ein Me-Too-Produkt

Richtig: auch Facebook will jetzt einen smarten Lautsprecher herstellen und unters Volk bringen. Das Teil soll nach Angaben von „Informanten aus der Zulieferkette“ Anfang 2018 erscheinen und sogar einen 15-Zoll-Touchscreen aufweisen – mehr als doppelt so groß wie der des Amazon Echo Show. Möglicherweise taucht auf diesem Bildschirm bald Facebooks persönlicher Assistent „M“ auf…

Man holt sich damit einen Spion ins Haus

Man sollte sich allerdings immer klar darüber sein, dass all die sprachgesteuerten Assistenten in den Blech- oder Plastikdosen auf dem Wohnzimmertisch nichts als Abhörmikrofone sind, die alles im Raum Gesprochene an den Hersteller (und damit an NSA, GCHQ und BND) übertragen, denn für eine eigene Sprachanalyse sind die Geräte viel zu leistungsschwach.

Veröffentlicht unter Internet, Kommentar, News, Programmierung, Sicherheit, Soziales, Tipps und Tricks, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Mogelpackung: USB 3.2 mit doppelter Transferleistung

Die letzte Version von USB 3.1 Gen 2 mit SuperSpeed+ leistete an einem Anschluss 10 Gigabit pro Sekunde – ziemlich schnell also. Nun kommt der Nachfolger USB 3.2, und alle tönen von „Verdoppelung der Übertragungsleistung“ auf 20 GBit/s. Eigentlich ist das aber eine reine Mogelpackung, denn es ist nicht der bessere Standard, sondern eine zweite Leitung, die das erlaubt.

Die doppelte Übertragungsleistung von 20 GBit/s schafft der Standard nämlich nur, wenn man statt eines Adernpaares im USB-Kabel zwei verwendet. Man braucht also ein entsprechend zertifiziertes Kabel, was die schon jetzt selbst von Fachleuten kaum noch überschaubare USB-Landschaft noch weiter zersplittert.

Vermutlich denkt die USB 3.0 Promoter Group: „Auch ein Fehlkauf ist ein Verkauf.“

Veröffentlicht unter Kommentar, News, Programmierung, Tipps und Tricks, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Foto: Hummel an Silberdistel

Dieser dicken Hummel scheint der Nektar der Silberdistel gut zu schmecken. Sie ist auch schon rundum mit Pollen eingestaubt, so dass sie die Gegenleistung für den süßen Energieträger, die Bestäubung der Pflanze, beim Nektarsaugen erbringt.

Foto: Dr. Martin Merz, Smartphone Huawei P8, CC BY-SA 4.0

Veröffentlicht unter Fotografie, Lokales, Mobilgeräte, Soziales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Adobe verabschiedet sich vom Flash Player

Vor langen Jahren konnte man mit Flash noch Dinge machen, die mit den damaligen HTML-Versionen so nicht realisierbar waren – damals hatte dieses proprietäre Programm von Adobe noch seinen Sinn.

Dann kam eine Zeit, als Massen von Möchtegern-Seitengestaltern ihren Kunden zunächst verkauften, dass ihre Internetseite ohne bombastisches Flash-Intro keine Aufmerksamkeit mehr im Netz bekäme, und dann neue teure Internetseiten. Und viele Benutzer konnten diese in aller Regel völlig sinnfreien Teile, die quasi zwangsweise vor die gewünschten Infos gestellt wurden, nicht mehr sehen und klickten woanders hin – da halfen auch die schnell eingeführten Skip-Intro-Buttons auch nicht mehr wirklich.

In den letzten Jahren jagte bei Flash zusätzlich auch noch eine Sicherheitslücke die nächste. Letztlich hielt sich das proprietäre Format hauptsächlich noch bei Videos – besonders im Porno-Bereich.

Seit Jahren gibt es eigentlich nichts, was man mit Flash machen kann und mit HTML 5 nicht, aber irgendwie wollte Adobe den nach der Frankfurter Allgemeinen „Blinddarm der Rechner“ nicht abschaffen.

Nun ist es aber soweit: Nach dem Jahr 2020 will Adobe die Pflege des Programms endlich einstellen: Glückwunsch zur extrem späten Einsicht!

Veröffentlicht unter Internet, News, Programmierung, Sicherheit, Tipps und Tricks | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

O2 drosselt Mobilfunknetze wegen EU-Roaming

Angeblich weil die Netze von O2 in Europa vom freien Datenroaming der Urlaubsreisenden, das seit dem 15. Juni 2017 gültiges EU-Recht ist, überlastet sind, drosselt der Mobilfunk-Provider sie offenbar aktuell auf sehr geringe 0,5 MBit/s.

Eine Sprecherin von O2 Großbritannien erklärte dem Onlinemagazin The Register, O2 habe die Verkehrs- und Drosselungsmaßnahmen für seine europäischen Mobilfunknetze ergriffen, um die Dienste zu schützen und zumindest eine gewisse Datenrate für allezugänglich zu machen, wenn eine der Funkzellen durch die Datennutzung überlastet ist.

„Wir haben vorübergehende Maßnahmen getroffen, um die Serviceerfahrung für Kunden, die im EU-Roaming sind, zu schützen. Wir arbeiten daran, dass diese Kontrollmaßnahmen in den kommenden Wochen wieder beendet werden können“, ließ O2 wissen.

Was lernen wir daraus: Wenn die Konzerne die Bürger im Urlaub nicht mehr satt abkassieren dürfen, kürzen sie ihnen die Bandbreite!

Das kann doch nicht wirklich legal sein!

Veröffentlicht unter Internet, Mobilgeräte, News, Politik, Recht, Soziales, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Foto: Hibiskusblüte

Es ist schon ein Unterschied, ob man einen kleinblütigen Hibiskus als „Wegwerfpflanze“ und Ersatz für Schnittblumen aus dem Supermarkt holt und nach der Blüte entsorgt oder ob man einen mehrjährigen Hibiskus-Strauch im eigenen Garten hat.

Dieser hier steht in meinem Garten in Lüdinghausen-Berenbrock. Die großen Blüten gehen von Knallrot in der Mitte zu einem Hellblauen Rand.

Foto: Dr. Martin Merz, Smartphone Huawei P8, CC BY-SA 4.0

Veröffentlicht unter Fotografie, Lokales, Mobilgeräte, Soziales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Das Kartell nimmt Autokäufer in die Zange

Seit dem Wochenende ist das Kartell aus Autobauern und Politikern in aller Munde. Jetzt nehmen die Politiker mit ihren Behörden und die Autobauer mit ihren Werkstätten die Käufer der Autos mit Abschalteinrichtungen in die Zange.

Den Besitzern solcher Fahrzeuge wie beispielsweise dem Käufer eines VW Amarok, der aufgrund anwaltlicher Beratung sein Fahrzeug nicht mit einem Softwareupdate versehen möchte, drohte jetzt das Kraftfahrzeug-Bundesamt (KBA), sein Fahrzeug stillzulegen, wenn er es nicht nachrüsten lässt. Für die Stillegung sollen die betrogenen Autokäufer dann auch noch bezahlen!

Damit würde er aber sein Recht auf Rückgabe des Fahrzeugs an den Händler aufgeben. Diese Erpressung durch Behörden, die man getrost als „Kartellmitglieder“ bezeichnen kann, macht erneut deutlich, wie stark Politik und Autobauer hier zum Nachteil der Käufer zusammenarbeiten.

Auch ein Rechtsanwalt aus Düsseldorf riet Betroffenen heute bei n-tv vor diesem Hintergrund, keine Nachbesserung durchführen zu lassen.

Dummerweise können das nur reiche Leute, die die Kosten eines möglicherweise lange dauernden Rechtswegs tragen und gleichzeitig noch ein neues Auto kaufen können, um weiterhin mobil zu bleiben.

Ein Armutszeugnis für das Kartell aus Autobauern und Politikern!

Veröffentlicht unter Allgemeines, Kommentar, News, Recht, Soziales, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

MS Paint geht nach dem Fall Creators Update

Es ist ein Urgestein – eigentlich sogar die Mutter aller Malprogramme: MS-Paint. Schon seit der ersten Version von Microsoft Windows 1985 war das kultige Programm – damals noch unter dem Namen Paintbrush – dabei.

Jetzt kommt irgendwann nach dem Fall Creators Update wohl sein Ende, denn Microsoft kündigte gerade an, dass es mit einem künftigen Update entfernt werden könnte – wie alle anderen veralteten (deprecated) Funktionen  auch. Microsoft hat eine Liste mit allen betroffenen Produkten herausgegeben, die Nutzern bei ihrer diesbezüglichen Planung helfen soll.

Foto: Dr. Martin Merz, Smartphone Huawei P8, CC BY-SA 4.0
Veröffentlicht unter Fotografie, News, Programmierung, Seitenerstellung, Tipps und Tricks | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Telekom blamiert sich in Ungarn

T-Systems Ungarn und der Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs in Budapest BKK (Budapesti Közlekedési Központ) haben sich wegen der Reaktion auf eine Fehlermeldung den Zorn tausender Internetnutzer zugezogen.

Dort hatte nämlich ein 18-Jähriger einen (von vielen) Fehlern in dem neuen, über eine mobile Website zugänglichen E-Ticketing-System entdeckt und ausgenutzt, durch den er jeden beliebigen Preis für ein Monatskarte eingeben konnte.

Er meldete dem Betreiber den Fehler, ohne ihn vorher veröffentlicht zu haben – und schon kam die Polizei vorbei und nahm ihn vorübergehend fest, geht aus Medienberichten hervor.

Betreiber BKK und die T-Systems ernteten dafür auf Facebook massenweise Ein-Sterne-Bewertungen, für das Verkehrsunterunternehmenwaren das insgesamt satte 46.000 von insgesamt 46.300 Bewertungen. Für die ungarische Tochter der deutschen T-Systems ist auf Facebook keine Bewertung möglich, deshalb landete der Unmut der Internetnutzer auf der Seite der Mutter T-Systems Deutschland.

Veröffentlicht unter Internet | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Das Kartell umfasst nicht nur Autobauer

Zum Wochenende überdeckten Nachrichten zu einem Kartell, das die deutsche Automobilindustrie mit VW, Daimler, BMW, Audi und Porsche seit Jahrzehnten gebildet hat, sogar die Diskussion um den Diesel-Skandal.

Schon so etwas wie Dieselgate war nur dadurch möglich, das deutsche und europäische Politiker den Betrügern in den Autokonzernen tatkräftig gegen Parteispenden geholfen haben.

Da gab es dann zum Beispiel wie vor drei Jahren erst einmal Parteispenden in Höhe von 690.000 Euro für Merkels CDU von den Kapitalanlegern der Autkonzerne wie in diesem Fall der Familie Quandt, und kurz darauf durften dann Autos von BMW die Umwelt stärker verdrecken und die Gesundheit der Menschen stärker belasten als eigentlich vorgesehen.

Wer also mit dem Finger auf die Autobauer zeigt, muss eigentlich auch auf die Politiker zeigen, die das letztlich überhaupt erst möglich gemacht haben…

Foto: Angela Merkel 2017 bei der Internationalen Maritimen Organisation, BMVI,  CC BY-SA 2.0
Veröffentlicht unter News, Politik, Recht, Soziales, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar