Die SPD-Lüge: Zeit für mehr Gerechtigkeit

Mit Slogans wie „Es ist Zeit für mehr Gerechtigkeit. Zukunft sichern, Europa stärken“ will die SPD mit ihrem (Vize-)Kanzlerkandidaten Martin Schulz jetzt in die heiße Phase des Bundestagswahlkampfes eintreten.

Wenn man aber genauer hinhört, was der Herr Schulz aus Würselen da plant, zum Beispiel bei seiner heutigen Rede vorm Parteitag der SPD in Dortmund, merkt man recht schnell, dass ein großer Teil der in Sachen Gerechtigkeit benachteiligten Menschen in Deutschland, und zwar ausgerechnet die Ärmsten der Armen in unserem Land, nach den Vorstellungen des SPD-Kanzlerkandidaten auch weiter außen vor bleiben soll.

Die Ärmsten der Armen klammert die SPD von der Gerechtigkeit aus

Es geht dem ehemaligen Heiligen Martin natürlich um die immer wieder bemühten „hart arbeitenden Menschen“, womit der SPD-Mann mal wieder die von seiner eigenen Partei Abgehängten klar von der Gerechtigkeit ausschließt.

Ich spreche von den Ärmsten im Lande, den Transferleistungsempfängern – seien es Arbeitslose, die sich regelmäßig vor dem Amt ausziehen und von den Verwaltungsangestellten in vielen Variationen demütigen lassen müssen und von Rentnern in Grundsicherung, die ihren Enkeln kein Eis mehr kaufen können, ohne selbst auf Essen verzichten zu müssen.

Diese Mitmenschen leiden am stärksten unter der wachsenden sozialen Ungerechtigkeit in Deutschland. Und diese Ungerechtigkeit haben SPD-Kanzler Gerhard Schröder und Verbrecher Peter Hartz vor 12 Jahren mit den nach letzterem benannten Hartz-Reformen eingeleitet und durchgesetzt.

Gerade hat der SPD-Kanzlerkandidat verlauten lassen, dass er die Reichen ein klein wenig mehr Steuern zahlen lassen will (2-3 Prozent), die dann den „hart arbeitenden Menschen“ durch den Wegfall des Soli zugute kommen sollen. Dumm nur, dass weder Arbeitslose noch Rentner dadurch entlastet werden, denn die zahlen keinen Soli…

Schulz kämpft nicht für Gerechtigkeit, sondern um Macht

Offenbar hat irgendjemand dem Schulz erklärt, dass Wahlen „in der Mitte“ gewonnen werden, warum da noch Energie oder gar Geld auf den Rand setzen, wie breit der auch immer inzwischen geworden sein mag…

Auch der bekannte Politikwissenschaftler Prof. Dr. Christoph Butterwegge äußerte sich gestern in einem Focus-Artikel recht kritisch zum Wahlprogramm der SPD.

Er sagt, wenn die SPD jemals wieder mehr als Mehrheitsbeschaffer für neoliberale Politik werden wolle, sollte die alte Dame sich besser an linken Politikern wie dem englischen Labour-Vorsitzenden Jeremy Corbyn und an dem amerikanischen Demokraten Bernie Sanders orientieren, um Deutschland wirklich gerechter zu machen.

Diese beiden Politiker haben mit gesellschaftskritischen Positionen einen Großteil der Jugend ihres jeweiligen Landes hinter sich versammelt und damit auch eine gesellschaftliche Aufbruchstimmung erzeugt.

Mit seiner Pseudo-Gerechtigkeit kann Schulz nach dem Wahltag im September doch allerhöchstens Juniorpartner der Union und damit Vizekanzler in einer weiteren Großen Koalition werden.

Foto: Foto-AG Gymnasium Melle, CC BY-SA 3.0 und  Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0 i.d.R.d.A.
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„Trojanergeschütztes“ Windows 10 S schon gecrackt

Windows 10 S wurde gerade erst Anfang Juni von Microsoft als besonders sicherere Version von Windows 10 angekündigt. Kritiker sahen es eher als einen Versuch à la Apple, die Konkurrenz von den eigenen Kunden fern zu halten.

Windows-User sollen ihre Apps nur noch bei Microsoft kaufen

Dieses Windows verhindert unter anderem die Installation von Apps, die nicht aus dem Windows Store heruntergeladen werden, egal, ob es Win32- oder UWP-Apps (Universal Windows Platform) sind.

Darüber hinaus hat Microsoft einige der Poweruser-Tools in Windows 10 wie die Eingabeaufforderung, PowerShell und das Linux-Subsystem deaktiviert. Nach Ansage von Microsoft „funktioniert keine bekannte Ransomware“ unter der neuen und restriktiven Variante des Betriebssystems.

Mehr Marketing als Sicherheit

Trotz all dieser Sicherungen ist es dem Sicherheitsexperten Matthew Hickey im Auftrag der IT-News-Website ZDNet innerhalb von nur 3 Stunden gelungen, Sicherheitslücken aufzuzeigen. Also behalten die Fachleute Recht, die von vornherein gesagt haben, dass es bei Windows 10 S eher um die Abschottung des eigenen Marktes geht, wie es Konkurrent Apple schon lange vorexerziert.

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Foto: Bunte Verbenen am Regenfallrohr

Auf diesem Bild sieht man eine interessante Methode, ein Regenfallrohr an der Hauswand optisch verschwinden zu lassen. Die bunten Verbenen in den Blumentöpfen sind alle Male ein schönerer Anblick als das nackte Fallrohr.

Foto: Dr. Martin Merz, Smartphone Huawei P8, CC BY-SA 4.0

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Freies WLAN steht vor dem Scheitern

Die letzten knapp hundert Tage ihrer Macht nutzt die Große Koalition unter Führung von Kanzlerin Angela Merkel gerade dafür, in bekannter Weise die letzten Bürgerrechte der Deutschen mit Bundestrojaner und Onlinedurchsuchungen (klammheimlich und hinterlistig auf andere Gesetze draufgepackt) abzuschaffen.

Merkel: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern…

Jetzt geht es aber auch den Freifunkern und anderen Anbietern freier WLAN-Hotspots an den Kragen. Eigentlich überraschend, denn Angela Merkel lobte sich noch vor drei Tagen auf dem Verbrauchertag explizit selbst dafür, ihre Regierung habe offenes WLAN möglich gemacht.

Gute Taten werden von der Politik sofort bestraft

Ganz anders als im Rest der Welt gibt es in Deutschland nach wie vor nur sehr wenige offene WLAN-Zugänge. Daran ist vor allem die restriktive und weltweit wohl einzigartige Rechtslage Schuld, die letztlich die Betreiber solcher Angebote für Rechtsverletzungen ihrer Benutzer in Haftung nimmt – das ist noch schlimmer als die Sippenhaft der Nazis, denn die Anbieter kennen ihre Nutzer ja in aller Regel überhaupt nicht.

Immer von Abmahnanwälten bedroht

Trotzdem kann sich ein durch die IP-Adresse als WLAN-Anbieter Ermittelter als sogenannter „Mitstörer“ schnell teure anwaltliche Abmahnschreiben einfangen – obwohl er nichts Böses, sondern nur Gutes für andere Menschen und für den Wirtschaftsstandort Deutschland getan hat.

Diesem Risiko sind nicht nur Privatpersonen, die in Initiativen wie Freifunk einen Teil ihrer Bandbreite kostenlos abtreten, ausgesetzt, sondern auch Hotels, Cafés und im Grunde der gesamte eCommerce in Deutschland leiden unter dem in Gesetze gegossenen Unrecht der „Störerhaftung“.

Die Verbesserung des Rahmens für offenes WLAN war ja ein wichtiger Teil der Digitalen Agenda der Bundesregierung. Nachdem dann schon im Sommer 2016 ein Versuch des Gesetzgebers zur Verbesserung der Rechtslage praktisch gescheitert ist, sollte nun ein neuer Gesetzentwurf endlich Rechtssicherheit bringen.

Noch im Mai feierte sich die Bundesregierung mal wieder selbst damit, jetzt endlich einen „Durchbruch für freies öffentliches WLAN“ erzielt zu haben. Der damals präsentierte Entwurf sieht eine weitgehende Haftungserleichterung für Anbieter vor, war allerdings auch Gegenstand von erheblicher Kritik.

CDU und CSU wollen das Unrecht nicht beenden

Aber selbst diese nicht wirklich durchgreifende geplante Liberalisierung der Rechtslage zugunsten von Bürgern und Unternehmen droht jetzt offenbar auch wieder zu scheitern. Die SPD-Fraktion macht dafür die Fraktion der CDU/CSU im Bundestag verantwortlich. Diese sei angeblich nicht bereit, den vorliegenden Gesetzentwurf zur WLAN-Haftung mitzutragen.

Damit verhindere sie „notwendige Klarstellungen zur Rechtssicherheit für WLAN-Anbieter“ und blockiere „ein wichtiges Vorhaben des Koalitionsvertrages und der Digitalen Agenda„. Es seien sogar „neue und grundsätzliche Bedenken vorgetragen worden, die sogar die jetzige Rechtslage infrage gestellt“ hätten.

Die CDU/CSU-Fraktion hat zu dieser Frage bisher noch keine Stellung bezogen. Sollte innerhalb der Koalition nicht endlich und sehr schnell eine Einigung erzielt werden, droht eines der wichtigsten digitalen Projekte der Regierung zu scheitern, und Deutschland noch weiter in die digitale Steinzeit zurückgeworfen zu werden..

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Erpressungstrojaner Locky – ein Veteran kehrt zurück

Mehrere Sicherheitsforscher beobachteten jetzt ein erhöhtes Aufkommen von gefälschten Rechnungs-Emails mit dem altbekannten Verschlüsselungstrojaner Locky als Dateianhang. Allerdings bedroht die neue Version der Ransomware zurzeit aber nur Computer mit Windows XP, sagen die Sicherheitsforscher von Cisco Talos. Die von Locky verschlüsselten Dateien sollen die Dateiendung .loptr zeigen.

Locky hatte seine große Zeit im Februar 2016, als teilweise täglich 5.000 PCs von dem Erpressungs-Trojaner verschlüsselt wurden. Damals breitete Locky sich noch über Word-Makros aus – später tarnte es sich als ein per Email weitergeleitetes Fax.

Die aktuelle Locky-Version kommt als doppelt gepacktes Archiv im Anhang einer Email und kann nur Rechner unter Windows XP infizieren und verschlüsseln. Der Schädling soll jetzt auch erkennen, wenn er in einer virtuellen Maschine läuft, und dann nicht aktiv werden.

Alles in allem eine eher lieblos überarbeitete Version des Trojaners, der kaum die Infektionszahlen seines Urahnen vom Februar 2016 erreichen dürfte.

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Foto: Bohnenblüten

Diese knallroten Blüten gehören zu einer Bohnenpflanze, die sich selbst in meinem Garten ausgesät hat.

Foto: Dr. Martin Merz, Smartphone Huawei P8, CC BY-SA 4.0

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Unicode 10 kommt mit 56 neuen Emojis

Soeben hat das Unicode-Konsortium die Version 10 seines internationalen Standards veröffentlicht. Mit Unicode 10 kommen 8.518 neue Zeichen hinzu, was den Standard jetzt auf insgesamt 136.690 Zeichen erweitert.

Hinzugekommen sind Zeichen und Schriftsysteme weniger verbreiteten Sprachen wie beispielsweise Masaram Gondi, das früher in Zentral- und Südostindien verwendet wurde oder die Nischensprache Nüshu („Frauenschrift“), die chinesische Frauen bis ins späte 20. Jahrhundert für Gedichte nutzten.

Erst Sandwich, dann Kotzen: Das Salatblatt muss schlecht gewesen sein

Unicode 10 bringt außerdem 56 neue Emojis mit. Dazu gehören unter anderem die bildlichen Darstellungen von Brokkoli, einem Sandwich und Kokosnüssen. Ab sofort ist auch eine Frau mit Kopftuch als Emoji dabei.

Für Vampir-Liebhaber gibt es endlich einen Emoji mit angespitzten Zähnen, und wem von zu vielen Sandwiches schlecht wird, der kann in Zukunft sein Bauchgefühl mit einem der sechs neuen kotzenden Emojis verdeutlichen.

Hier noch eine Übersicht der neuen Face-Emojis, auf die die Welt ganz bestimmt schon lange händeringend gewartet hat:


Wann die neuen Emojis dann auf den Smartphones der Benutzer ankommen, hat das Konsortium nicht selbst in der Hand – das ist letztlich vom jeweiligen Hersteller des Telefons abhängig.

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Unter #fedidwgugl finden Sie das Neuland der CDU

Vorletzte Woche hat ein Geistesriese aus den USA, genannt „The Donald“, mit #covfefe einen Hashtag veröffentlicht, bei dem man vermutete, dass der Donald entweder auf der Tastatur eingenickt oder aber seine Katze über die Tastatur gelaufen ist.

Das hat jetzt der die CDU mit ihrer „Hauptbotschaft“, die sie dann auch in Neudeutsch als „Claim“ verkündete, deutlich getoppt. Da wurde aus „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“ der Hashtag #fedidwgugl zusammengebastelt.

Der Nutzen von Hashtags

So ein Hashtag ist ein Schlagwort mit vorangestelltem Doppelkreuz, das dazu dienen soll, Nachrichten mit bestimmten Inhalten oder zu bestimmten Themen in sozialen Netzwerken leichter zu finden.

Anders herum gesagt: #fedidwgugl kann man sich weder merken noch aussprechen. Der Begriff (so es denn überhaupt einer ist) ist nicht hilfreich, sondern im Gegenteil kontraproduktiv was das Auffinden der Botschaften der CDU bei Pinterest, Facebook oder Twitter angeht.

Konsequent inkompetent

Gestern bestätigte die CDU wieder einmal ihre Inkompetenz in Sachen Internet und neue Medien mit einem Gesetz, das aus Deutschland einen vollständigen Überwachungsstaat macht und den Bürgern auch noch den letzten verbliebenen Rest ihrer Grundrechte raubt.

Heute bestätigen die „Schwatten“ mit ihrem Super-Hashtag noch einmal mehr, dass sie vom Internet nicht den blassesten Schimmer vom Dunst einer Ahnung haben…

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Foto: sommerliche Gladiolenblüten

Auf diesem Foto kann man der rosafarbenen Gladiole ganz tief in die Blüte schauen. Man sieht, daß der Stempel der Schwertlilie sich an der Nabe dreifach aufsplittet und auch von genau drei Staubblättern umrandet ist – eins meiner schönsten Gladiolen-Fotos.

Foto: Klaus Ahrens, Fujifilm Finepix S1600, CC BY-SA 4.0

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36° Celsius – Zeit für erfrischenden Regen

Ab 11 Uhr habe ich mich heute in Skype wegen Hitzefrei für den Rest des Tages abgemeldet und warte seitdem darauf, dass endlich Wasser vom Himmel fällt und alles wieder kühler wird.

Früher haben mir solche Hitzephasen sogar Spaß gemacht, aber heute mit 70 Jahren geht mir das nur noch auf den Kreislauf. Das Thermometer auf meinem Balkon im Forum Lüdinghausen zeigt schon 36,3° Celsius an – und es ist noch kein Tropfen Regen in Sicht.

Dabei würde ich die Abkühlung heute sogar als Hardware (sprich: Hagel) akzeptieren…

Foto: C.Clark NOAA Photo Library (direct), gemeinfrei
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