Apple ist jetzt über 900 Milliarden Dollar wert

Angeblich ist der Konzern mit dem angebissenen Apfel inzwischen 900 Milliarden (eine zwölfstellige Zahl: 900.000.000.000) US-Dollar wert.

Man kann die einfache Formel zur Bestimmung des Wertes der iPhone-Company aber durchaus hinterfragen, denn bekanntlich ist nicht alles Gold, was glänzt!

Quartalszahlen treiben Apple auf neues Allzeithoch

Am Vorabend des Verkaufsstarts seines Jubiläumsmodells iPhone X präsentierte Apple sein Zahlenwerk für das gerade abgelaufene dritte Quartal, das besser als erwartet ausfiel. Im diesem Quartal unmittelbar dem Launch des neuen iPhone X  setzte der Konzern 46,7 Millionen iPhones ab.

Das waren 3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Umsätze legten um 12 Prozent zu, und der Gewinn pro Aktie konnte sogar um 24 Prozent gesteigert werden. Deshalb legte die Aktie nachbörslich um mehr als 3 Prozent zu und erreicht damit gestern Abend ein neues Allzeithoch.

Die Marktkapitalisierung ist nicht wirklich ein belastbarer Wert

Mit dem aktuellen Kurs und der Anzahl ausgegebener Aktien kann man diesen Wert recht einfach aus veröffentlichten Zahlen der Börsen ermitteln: Anzahl Aktien x aktueller Kurs = Firmenwert. Das sieht erstmal nach einer klaren Sache aus, denn ein alter Börsianerspruch ist ja, dass der Wert das ist, was jemand dafür zu zahlen bereit ist.

Selbst wenn man diesen flachen Spruch glaubt, muss man sich aber doch fragen, ob Investitionen in Aktien heute noch als so etwas wie eine Entscheidung des freien Willens sind.

Die Notenbanken in aller Welt haben ja mit dem Drucken von Geld und vor allem mit Nullzinsen dafür gesorgt, dass man heute Geld verliert, wenn man nicht in Aktien investiert ist – es gibt einfach keine andere Anlageform mehr mit der Rentabilität von Aktien, und die Großanleger, die beispielsweise das Kapital von Renten und Lebensversicherungen mehren müssen, können diesbezüglich keine freie Entscheidung mehr fällen.

Eine Prognose für den DAX

Im Volksmund gilt eine andere Definition für den Wert. Eine Klitsche, die mit einem hübschen Prospekt an die Börse geht und dort mal eben Hunderte von Millionen oder gar ein paar Milliarden einsammelt, obwohl sie nur aus zwei Handvoll Hanseln in einer kleinen Büroetage besteht, ist heute doch eher die Regel als die Ausnahme.

Schaut man auf den DAX, der aktuell 13.400 Zähler erreicht hat und sich auch von Allzeithoch zu Allzeithoch hangelt, spiegelt sicher vieles wider, aber nicht den Wert solcher Mondkurse, die sich letztlich aus Finanzentscheidungen der Notenbanken ergeben.

Der aktuelle  Kurs des DAX hat sich inzwischen nahezu völlig vom Wert der dahinter stehenden Unternehmen abgekoppelt, so dass die Marktkapitalisierung der 30 DAX-Unternehmen ein Vielfaches der echten Firmenwerte beträgt.

Ohne die von den Notenbanken erzeugten Zwänge wäre selbst ein Viertel des aktuellen Kurses immer noch mehr, als an Substanz hinter den DAX-Unternehmen steckt. Und die Frage ist doch nicht, ob es da wieder kracht, sondern nur noch wann.

Über Klaus

Ich beschäftige mich seit mehr als 30 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der „Brave New World“ oder des „Neulands“.

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