Bei Equifax Kreditdaten der halben US-Bevölkerung gestohlen

Equifax – das ist sozusagen die Schufa der USA. Die größte Wirtschafts- und Kreditauskunftei des Landes teilt mit, dass bei ihm von bisher unbekannten Hackern umfangreiche persönliche Daten gestohlen wurden. Equifax ist das größte von drei sogenannten Credit Bureaus der USA, die den Credit Score für jeden US-Bürger festlegen. Das Unternehmen bestimmt die Kreditwürdigkeit der US-Bürger, und ohne einen guten Score ist jegliche Form von Geschäft vom Anmieten einer Wohnung bis zum Autokauf auf Raten oder einem Handyvertrag kaum möglich.

Zur Bestimmung dieses Scores benötigen die Credit Bureaus Einblick in nahezu sämtliche finanzielle Transaktionen von Privatleuten.

Erbeutet wurden bei dem Hack die Personendaten von 143 Millionen US-Bürgern, das ist fast der Hälfte der US-Bevölkerung.

Die gestohlenen Datensätze bestehen aus Name, Geburtsdatum, Anschrift, Sozialversicherungsnummer und Führerschein-Daten (Der ist für viele Amerikaner das einzige amtliche Ausweisdokument). Betroffene Bürger müssen sich jetzt also auf einen vollständigen Identitätsdiebstahl mit all seinen üblen Folgen einstellen.

Natürlich sind auch wieder einmal Kreditkartendaten betroffen, es ist nur noch nicht ganz klar, in welchem Umfang. Equifax berichtet bisher nur von 209.000 „Kreditkartennummern“, die aber ohne Name, Laufzeit und Prüfnummer nutzlos sind . Sollten diese Daten aber mit den Identitäten verknüpft werden können, sind die Kreditkarten auch ab sofort unsicher.

Über Klaus

Ich beschäftige mich seit fast 30 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder des "Neulands".
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