Das erzwungene Ende von Apples Mac Mini 2011

Der Konzern mit dem angebissenen Apfel hat soeben einen hübschen kleinen Computer ausgemustert, den Mac Mini 2011. Damit gibt es für das quadratische kleine Kästchen aus dem Hause Apple keine Reparaturen und auch keine Ersatzteile mehr. Sobald also das nächste Problem mit der Hardware passiert, landet das Gerät mangels verfügbarer Ersatzteile zwangsweise im Sondermüll.

Geplante Obsoleszenz gehört verboten

Auch das ist eine Form der geplanten Obsoleszenz, die dafür sorgt, dass der Hersteller statt die alten zu reparieren, wieder neue Produkte herstellen und verkaufen kann, was Hersteller und Händler reich gemacht und die Umwelt schon heute an den Rand des Abgrundes gebracht hat. Und morgen sind wir dann schon wieder ein Stückchen weiter…

Bei solchen Nachrichten freue ich mich immer wieder aufs Neue, einen 17 Jahre alten Standard-PC zu besitzen und auch täglich fast rund um die Uhr zu benutzen.

Mein Rechenknecht wird bald volljährig

Genau genommen ist an meinem Rechner absolut nichts mehr original, denn im Laufe der Jahre habe ich jedes Teil des PCs vom Motherboard, Netzteil und Gehäuse über Laufwerke und Steckkarten bis hin zu den Kabeln, dem Bildschirm und den Lautsprechern schon mindestens einmal ausgetauscht – die meisten Teile davon auch schon mehrfach.

Mir ist natürlich auch klar, dass die meisten Benutzer eher nicht in der Lage sind, ihre Computer selbst zu reparieren. Aber mit Hilfe eines entsprechenden Dienstleisters oder des freundlichen Nachbarn kann jeder seinen PC reparieren, statt den alten auf den Müll zu werfen und sich einen neuen zu kaufen. Allerdings stehen die lokalen PC-Verkäufer auch mehr auf verkaufen statt reparieren.

Die Politik hat komplett versagt

Wenn aber Hersteller wie Apple Reparaturen und die Abgabe von Ersatzteilen verweigern, ist der Lebenszyklus solcher Geräte dann unweigerlich am Ende.

Es wäre Sache der Politik, hier Regeln zu schaffen, die der Vergeudung der Ressourcen unseres Planeten zu Lasten des Klimas und damit allen Lebens auf der Erde ein Ende machen.

Dummerweise finanzieren sich aber Politiker und Parteien letztlich über Parteispenden und andere Zuwendungen der Industrie und zeigen deshalb kaum Interesse, etwas gegen die ausufernde Zerstörung unseres Lebensraumes zur Befriedigung der Gier nach Geld zu tun.

Und Kinder scheinen diese Politiker auch nicht zu haben – oder aber sie sind von ihrem Nachwuchs dermaßen genervt worden, dass sie auch ihre Nachkommenschaft so einer Art geplanter Obsoleszenz aussetzen.

Über Klaus

Ich beschäftige mich seit mehr als 30 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der „Brave New World“ oder des „Neulands“.

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