Deutsche Glasfaser treibt Deutsche Telekom vor sich her

Was weder Politiker mit Eigentumsrechten an der Deutschen Telekom noch deren zahlende Kunden geschafft haben, nämlich den Drittel-Staatskonzern dazu zu bewegen, endlich mit dem langsamen Kupferkabel zur Internetanbindung aufzuhören und Glasfasern statt Kupferleitungen in die Häuser der Menschen zu verlegen, hat jemand anderes jetzt geschafft.

Die Deutsche Glasfaser als Stachel im Fleisch der Deutschen Telekom

Der Vorstandsbeauftragte für Breitbandkooperationen bei der Deutschen Telekom, Johannes Pruchnow, hat jetzt eingeräumt, dass der Ausbau kleiner Konkurrenten den Marktführer unter Druck setze.

„Natürlich piekst es die Telekom, wenn die Deutsche Glasfaser im ländlichen Raum eine rege Bautätigkeit entwickelt, und es bringt uns dazu, auch mehr eigenen Ausbau zu entwickeln“, bestätigte Pruchnow gestern auf der Branchenmesse Anga Com„Wir bieten jedoch mit Abstand am meisten Netzbauleistungen, wir leisten einen großen Beitrag.“

Der durchaus massiv zu nennende Ausbau der Deutsche Glasfaser auf dem Land (auch hier in Lüdinghausen) zwingt die Deutsche Telekom endlich zum Handeln. Im nächsten Jahr soll der Vectoring-Ausbau endgültig vorbei sein und (mit vielen Jahren Verspätung) mit der Verlegung von Glasfasern bis in die Häuser (Fibre To The Home – FTTH) begonnen werden.

Angela Merkel hat die Internet-Zukunft Deutschlands verspielt

Eigentlich ist es schon zu spät, denn Deutschland hat in fast 13 Jahren Angela Merkel inzwischen bei allen internetaffinen Kriterien den Anschluss schon unaufholbar verloren.

Merkel fand es in der Abhöraffäre und der nachfolgenden Diskussion als schick, vielleicht auch als taktisch hilfreich, sich als jemand ohne den blassesten Schimmer vom Dunst einer Ahnung über das Internet darzustellen und nannte das Internet damals „Neuland“ – inzwischen ein geflügeltes Wort und Synonym für IT-Dummies.

Das einzige, was Merkel und ihre Gesinnungsgenossen (hier soll noch einmal ausdrücklich der in zwischen als „Thomas die Misère“ bekannte frühere Innenminister Thomas de Maizière genannt sein) in der Politik am Internet interessierte, war, dass man darüber alle Menschen jederzeit ohne Anlass bespitzeln kann. Schließlich trägt heutzutage ja fast jeder seine eigene Abhöreinrichtung als Smartphone in der Tasche mit herum.

Hier dürften Stichwörter wie beispielsweise Staatstrojaner oder Vorratsdatenspeicherung oder die pseudosichere DE-Mail mit auf Geheiß der Politik eingebauter Abhörschnittstelle für den freundlichen Mitarbeiter der Verwaltung im Rathaus verdeutlichen, wie sehr uns die bisher immerhin schon fast 13 Jahre mit Merkel die Zukunft verbaut haben!

Kein einziges Ruhmesblatt in der deutschen Internet-Geschichte

Bei Merkels Amtsantritt zählte Deutschland noch mit Plattformen wie beispielsweise Studi-VZ, Herstellern von Smartphones oder Speicherbausteinen wie zum Beispiel Siemens und motivierten Internetfreaks zu den führenden Technologie-Nationen.

Heute sind wir in jeder denkbaren Beziehung zu innovativer Technologie des 21. Jahrhunderts von inkompetenten Politikern gegen Parteispenden komplett abgehängt worden und gehören auch in Sachen Bandbreite zu den Schlusslichtern in Europa und der Welt.

Und die fähigsten deutschen Köpfe machen ihren Weg inzwischen im Ausland – und fehlen in Deutschland an allen Ecken und Enden.

Gut, dass Frau Merkel keine Kinder und damit auch keine Enkel hat – denn die würden ihr zum Dank für die digitale Chancenlosigkeit Deutschlands (und damit auch ihre eigene) in der Welt vermutlich nachts die Kehle aufschlitzen – oder sie sogar nach einem zukünftigen Standrecht am hellen Tag erschießen.

Über Klaus

Ich beschäftige mich seit mehr als 30 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder des "Neulands".
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