Die Usenet-Razzien der letzten Woche

Nach Information von Usenet1.de fanden in der letzten Woche Razzien der hessischen Staatsanwaltschaft gegen deutsche Foren und einen Usenet-Anbieter statt. Dabei wurden die Seiten town.ag, usenetrevolution, nfo-underground.xxx und usenet-town.com und auch die Usenet-Provider speeduse.net und ssl-news.info stillgelegt.

Hinzu kommen weitere Boards, die wohl wegen der Aktionen freiwillig offline gegangen sein sollen. Zu denen gehören unter anderem Ghost of Usenet, Usenet Space Cowboys, Wolfsteamers und Lords of Usenet.

Parallel wurden die Wohnungen von insgesamt 32 Personen in 13 Bundesländern durchsucht. Den Betreibern werfen die Staatsanwälte vor, über 300.000 Filme, Serien, MP3s, Videospiele und E-Books für bis zu 27.000 Nutzer illegal angeboten zu haben. Man spricht von 2,9 Millionen Euro Schaden für die Rechteinhaber.

Über Klaus

Ich beschäftige mich seit mehr als 30 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder des "Neulands".
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6 Kommentare zu Die Usenet-Razzien der letzten Woche

  1. Habibi sagt:

    Echt traurig soetwas!
    Auf den genanten Seiten wurden „KEINE“ illegalen und copyrightgeschützten Inhalte zum Download angeboten.
    Es wurden dort Textdateien für spezielle Downloadmanager angeboten, der Download selbst wurde auf eigene Verantwortung der jeweiligen Nutzer durchgeführt.
    Als Vergleich, ob man ein Messer zum Schälen von Gemüse nutzt oder aber jemanden damit verletzt bedeutet ja auch nicht das alle Hersteller von Messern nun mit Razzien, Durchsuchungen und Festnahmen und Schließung rechnen müssen.
    Der Fehler der Boarbetreiber lag jedoch überwiegend darin immer geldgieriger zu werden.
    Unser Statt reagiert nunmal allergisch auf entgangene Steuereinahmen, daher läßt man auch derart fadenscheinige Begründungen bzgl. der Schließungen zu.
    Tschüss Demokratie!

  2. Klaus sagt:

    Das kann man durchaus so sehen – wenn man nicht gerade Strafverfolger ist… 😉

  3. Nur_Ich sagt:

    Gute Frage:

    „und wie könnten die users von town und revo ausfindig gemacht werden??? die VIPs vielleicht über die zahlungsinfos, aber die anderen die “nur” Danke geklickt haben und nzbs heruntergeladen haben? kann man sie über IP oder email adresse usw. identifizieren oder wie soll das klappen?“

    • Klaus sagt:

      Wenn bei den Razzien auch Serverlogs gesichert werden konnten, stehen da auch die IP-Adressen drin. Und die Strafverfolger bekommen die Daten der Benutzer dann von deren Internetprovidern. Dagegen hilft eigentlich nur die Nutzung anonymer IPs wie beispielsweise ein Freifunk-Zugang oder das Tor-Netz.

      • Nur_Ich sagt:

        Ich verstehe….aber wenn ein user ein VPN verwendet hat und vielleicht seine normale email-edresse (die man zum beispiel bei amazon, ebay, netflix usw) verwendet hat, kann er anhand dieser email-adresse erwischt werden? Würden ebay oder amazon in solchen fällen auskünfte über die identität von einem email-besitzer ausgeben?

        • Klaus sagt:

          Dazu ist schwer etwas zu sagen, wenn man nicht genau weiß, was die Ermittler da alles sichern konnten. So hat das etwas von „in die Kristallkugel gucken“. Aber wer Sachen im Internet macht, bei denen der Weg der Daten nicht zu ihm zurückführen soll, sollte das auch nur mit Emailadressen tun, die mehrfach „gewaschen“ sind.

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