Foto: Blaubeerzweige treiben in der Vase aus

Letzte Woche hatte ich ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Die Frage des niederländischen Blumenhändlers auf dem Markt, ob ich ein paar Heidelbeerzweige zu meinen Blumen haben wolle, habe ich wohl halbautomatisch mit „Ja“ beantwortet – ich war nicht ganz bei der Sache.

Weil ich Grün auch nach dem Verblühen der Blumen gerne in der Vase lasse, fiel mir die Frage wieder ein, als sich nach 10 Tagen kleine ovale und konkave Blätter gebildet hatten, die ich als eher ungeliebtes Accessoir meiner Kindheit gut kannte: Blaubeerblätter!

Als Kind musste ich in den 50er Jahren mit meiner Oma im Sommer „in die Blaubeeren“ gehen, sprich: Eine weite Strecke in den Halterner Wald laufen und dann mit einem kleinen Eimerchen bewaffnet die Blaubeeren zwischen den Zweigen abzupfen. Das war in den wirtschaftlich schwierigen Nachkriegsjahren eine gute Methode für Kenner, kostenlose Früchte auf den Tisch und in die Einmachgläser zu kriegen. Im Herbst gingen wir dann „in die Pilze“ – Begründung siehe oben.

Danach hatte ich über 60 Jahre nichts mehr mit Blaubeerzweigen und -blättern zu tun – bis die Zweige Der Blau-, Heidel- oder Waldbeere jetzt offenbar frischen Wind in die Floristik gebracht haben…

Foto: Klaus Ahrens, Smartphone Huawei P10, CC BY-SA 4.0

Über Klaus

Ich beschäftige mich seit mehr als 30 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder des "Neulands".
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