Geistiger Dünnschiss im Briefkasten

Vorgestern fand ich in meinem Briefkasten ein verwirrtes christlich-religiöses Pamphlet, das daherkommt wie ein mit einem defekten Fotokopierer aufs DINA5-Format zusammengestückelter Werbe-Flyer.

Dieses pseudoreligiöse Machwerk von und für Dumme hätte ich normalerweise direkt in den Papierkorb entsorgt – getreu meiner Maxime in Sachen Götter und Religion:

Religion ist Opium fürs Volk

Beim schnellen Überfliegen des schmierigen Zettels direkt an den Briefkästen im Forum Lüdinghausen fiel mir aber etwas auf: Das Machwerk reflektierte auch Computer-Unwissen wie „Chip unter die Haut -> auf ewig verloren“ oder „Datenmissbrauch -> totale Kontrolle -> Antichrist“ und ähnliche Buzzwords – deshalb wollte ich später genauer drauf schauen, von wem der geistige Dünnschiss wohl stammt. So kam der nachstehende schmuddelige DinA5-Papierfetzen in meine Wohnung:

Beim Überprüfen in meiner Wohnung musste ich dann feststellen, dass es sich um ein anonymes Machwerk handelt – offensichtlich waren diese Christen zu feige, zu ihrem Schrott zu stehen. Das kann man ja auch noch irgendwie verstehen, besonders, wenn man sich die Mühe gemacht hat, den Schwachsinn auch wirklich zu lesen.

Wenn Sie sich selbst die Mühe machen wollen: Die Scans lassen sich durch Anklicken mit der Maus in zwei Stufen vergrößern.

Zu feige, sich als Autor oder Inverkehrbringer zu outen

Ein Absender oder presserechtlich Verantwortlicher ist also nicht zu finden, deshalb interessiert es mich schon, ob der Zettel vor ein paar Tagen auch in anderen Briefkästen gefunden wurde. Ich würde mich über eine kurze Nachricht freuen, falls Sie auch einen solchen Zettel in Ihrem Briefkasten gefunden haben – gerne auch ohne Namensnennung und nur mit Angabe der Straße, in der Sie wohnen, per Email an klaus@allofus.de.

Über Klaus

Ich beschäftige mich seit mehr als 30 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der „Brave New World“ oder des „Neulands“.

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