Google Home Mini macht, was die Kritiker befürchten

Bei genau dem, was die meisten Menschen (auch ich) fürchten und weshalb ihnen solche „intelligenten“ Tischlautsprecher erst gar nicht ins Haus kommen, wurde der vernetzte Lautsprecher Home Mini von Google jetzt bei Produkttests erwischt.

Dem Journalisten Artem Russakovskii vom Tech-Blog „Android Police“, der gut eine Woche lang einen Home Mini testete, war aufgefallen, dass das Gerät auch auf Töne aus seinem Fernseher reagierte.

Home Mini hört zu und sendet die Daten an Google, wenn er es nicht sollte

Anstatt auf das Schlüsselwort „Ok Google“ oder „Hey Google“ zu warten, bevor die Kiste alles in  ihrer Umgebung Gesprochene auf Google-Server überträgt, fangen die Geräte irgendwann an, ohne das „Weck-Wort“ die Gespräche aufzunehmen und zu Google zu senden.

Als Ursache nennt Google „Phantomberührungen“

Am 7. Oktober hat Google als eine Art Hotfix die Berührungsfunktion aller Home Minis zentral abgeschaltet und zugesagt, eine endgültige Lösung nachzuliefern.

Am 15. Oktober, also in drei Tagen, soll nun ein Update für die Geräte ausgespielt werden, mit dem der „Top Touch“ genannte Einschaltknopf dauerhaft deaktiviert werden soll, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Nicht unbedingt eine vertrauensbildende Maßnahme…

So will Google das Problem beheben, dass die Lautsprecher die sogenannten „Phantomberührungen“ wahrnehmen und dann dauernd lauschen und das Erlauschte weitergeben. Das Problem wird damit aber nicht wirklich beseitigt, sondern nur umgangen.

Einmal abgesehen davon, dass das keine endgültige Lösung, sondern maximal ein Workaround ist und dass dadurch auch die Funktionalität reduziert wird, würde ich einem solchen Gerät trotz Update nie wieder trauen – das nächste Update könnte so einen Heimspion auch schon wieder einschalten…

Über Klaus

Ich beschäftige mich seit mehr als 30 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der „Brave New World“ oder des „Neulands“.

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