Heute eröffnen die Totengräber Europas ihren EZB-Phallus

FEZB-Neubaustelle-06-2014-Ffm-Wiki-Simsalabimrankfurt ist heute fast so sehr mit Polizisten geflutet, wie der Finanzmarkt mit dem selbstgedruckten Geld des Totengräbers der europäischen Wirtschaft Mario Draghi, seines Zeichens Präsident der EZB.

Und das ist offensichtlich auch nötig, denn die ersten Autos brennen schon, Bauzäune und Polizeisperren sind schon abgerissen.

Bloccupy macht eine gute Figur im Kampf gegen den überbordenden Spätkapitalismus und beschwert sich, dass die Aktivisten von Hundertschaften „robocopähnlich vemummter“ Polizisten mit Pfefferspray und dem viel schlimmeren CS-Gas durch die Straßen gejagt werden.

Und sogar die Kinderspielplätze werden durch lebensgefährlichen Nato-Draht abgeteilt.

EZBBlockupyTwitterDer italienische Zocker Draghi feiert heute in Frankfurt mit Gleichgesinnten die Eröffnung des phallusartigen Turms der neuen EZB. Was der Mann aber mit dem Wirtschafts- und Währungssystem Europas macht, ist wesentlich schlimmer als nur ein schlechter Witz:

Sein Niedrigzinskurs von nur 0,05 Prozent sorgt dafür, das Sparer komplett enteignet werden und sein Programm zum Ankauf von Staatsanleihen „Quantitative Easing“ (QE) spült rund 1.140 Milliarden Euro in die gierigen Hände institutioneller Anleger wie Banken und Versicherungen.

Diese Milliarden und Abermilliarden, die Draghi für meist faule Staatsanleihen bezahlt, kann er selbst drucken. Er darf es zwar genau genommen nicht, denn Staatsfinanzierung ist der EZB verboten. Aber er macht es einfach, weil die geschmierten Politiker ihm nicht in die Zügel greifen, sondern die Stange halten.

Dafür kriegt dann der Schwager einen Millionenauftrag oder der Abgeordnete selbst eine hübschen Posten bei der Bahn oder bei irgendeinem Waffenhändler.

Wenn das Geld wenigstens den Armen in Europa zu Gute käme, von denen es nicht nur in Spanien und Griechenland, sondern auch in Deutschland immer mehr gibt, würde es auch mit Sicherheit für Konsum ausgegeben und so die Inflation wie gewünscht vergrößern, denn diesen Menschen fehlt es am Nötigsten.

Aber da es nur an Menschen und Institutionen geht, die ihr Vermögen in Hunderten von Jahren nicht verfressen könnten, vagabundiert die Kohle auf dem Finanzmarkt herum und treibt die Börsen in ungeahnte und vor allem um ein Vielfaches überbewertete Höhen.

Ich nenne dies üble Spiel „Monopoly“, denn am Ende gehört einem alles und allen anderen nichts mehr.

Fotos: Wikipedia/CC BY-SA 3.0/Simsalabimbam und Twitter

Über Klaus

Ich beschäftige mich seit fast 30 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder des "Neulands".
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