Kein „Intel inside“ mehr in Trumps Industrierat

Das gelbe Frettchen mit dem daruntergetackerten Donald J. Trump hat erneut eine Negativ-Glanzleistung vollbracht:

Rechtsextreme von Ku-Klux-Klan bis Nazis töten und verletzen Menschen in Charlottesville – und der Trumpel distanziert sich nicht von diesen Leuten, die ihn bei der Wahl zum US-Präsidenten unterstützt haben.

Statt Nazis und andere Rechtsradikale als Verursacher beim Namen zu nennen, wiederholt Trump seinen Spruch zur „Gewalt von vielen Seiten“ – eine Manie, die er wohl anderen Behinderten abgeschaut hat. Aber auch wenn man fast alles zweimal sagt, werden Lügen nicht wahrer…

Too little, too late

Erst zwei Tage später zwingt ein gewaltiger medialer und politischer Druck aus dem In- und Ausland Trump dann doch noch, die rechten Ratten öffentlich zu verurteilen – glaubhaft kommt das so spät (drei Tage nach den Vorfällen) allerdings nicht mehr rüber.

Das stieß auch mehreren Mitgliedern von Trumps sogenanntem „Industrierat“ auf, der den US-Präsidenten in wirtschaftspolitischen Fragen beraten soll: Am Montag verließ Merck-Chef Kenneth Frazier das Gremium, danach machten sich auch Intel-Chef Brian Krzanich und Under Armour-Chef Kevin Plank vom Acker.

„Ich trete zurück und will damit Aufmerksamkeit auf die ernsthafte Gefahr lenken, die die politische Spaltung für wichtige Themen darstellt“, kann man dazu in Krzanichs Blog nachlesen. Er wolle „Fortschritte machen, während viele Leute in Washington mehr damit beschäftigt zu sein scheinen, jeden zu attackieren, der nicht mit ihnen übereinstimmt“. Der Gewerkschaftsverband AFI-CIO erklärte ebenfalls, er prüfe seinen Rückzug aus dem Beratergremium.

Well done, Mr. President!

Über Klaus

Ich beschäftige mich seit mehr als 30 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder des "Neulands".
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