Neuronen gegen Quanten – Mind over Matter?

Mit neuromorphen Chips und Quantencomputern versuchen Wissenschaft und Forschung auf zwei sehr verschiedenen Pfaden, die Computer der Zukunft zu realisieren.

Neuronale und neuromorphe Chips orientieren sich in ihrer Funktionsweise am menschlichen Gehirn, während Quantencomputer sich an den kleinsten noch fassbaren Teilen der Materie orientieren und dabei kaum nachvollziehbare Eigenschaften aus der Quantenmechanik wie die Superposition für massiv parallele Berechnungen ausnutzen.

Mind over Matter?

Von nutzbaren Ergebnissen sind beide Prinzipien praktisch noch sehr weit entfernt. Aber Chiphersteller Intel hat auf der gestern in Las Vegas eröffneten wichtigsten Tech-Messe der Welt, der Consumer Electronic Show (CES), seine aktuellsten entsprechenden Entwicklungen vorgestellt.

Die beiden bisherigen Quantenchips von Intel mit 7 bzw. 17 QBits haben mit dem 49-QBit-Prozessor „Tangle Lake“ einen neuen großen Bruder bekommen, den unser Artikelbild rechts außen zeigt.

Dem Projekt „Loihi“ entstammt der nebenstehende neuromorphe Chip, der keine Trennung mehr zwischen CPU und Speicher aufweist.

In dem Chip, der sich funktionell sehr stark am menschlichen Gehirn orientiert, entstehen laufend neue Verknüpfungen und werden auch wieder gekappt.

Ein Déjà vu mit der neuronalen Variante

Ausgerechnet heute treffe ich übrigens einen früheren Kunden, für den ich in den 80er Jahren, also vor über 30 Jahren, mit einem Maklerprogramm meine erste neuronale Programmierung erfolgreich durchgeführt habe.

Das hat schon fast etwas von einem Déjà vu. Es war damals zwar nur ein einziges Neuron mit einem Dutzend Synapsen als Entscheidungsinstanz programmiert worden, aber verglichen mit den seinerzeit aktuellen Maklerprogrammen von IBM oder Nixdorf war das durchaus auch schon eine Art Quantensprung. 😉

Fotos: Intel

Über Klaus

Ich beschäftige mich seit mehr als 30 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der „Brave New World“ oder des „Neulands“.

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