Foto: Rote Eisbegonien

Die lateinische Bezeichnung „Semperflorens“ bedeutet zwar „immer blühend“, aber das sollte man nicht zu wörtlich nehmen. Wie jedes Jahr stehen die Eisbegonien im August voll in Blüte. Sie blühen allerdings schon unermüdlich den ganzen Sommer hindurch bis zum ersten Frost – dann ist Winterpause.

Den Namen „Eisbegonie“ hat die Pflanze auch wegen ihrer brüchigen Blätter bekommen und nicht etwa wegen ihrer Frosthärte, denn sobald die Temperatur unter 0 °C sinkt, kommt es bei ihnen zu sichtbaren Erfrierungen.

Man kennt die niedrigen Blumen in fast allen Farben zwischen Weiß und Rot – in Blau- oder Gelbtönen gibt es die Semperflorens-Begonien, aus unerfindlichen Gründen auch „Gottesaugen“ genannt, aber nicht. Ursprünglich kommen die hier in Lüdinghausen auch gerne als Bodendecker in den Rabatten eingesetzten Eisbegonien aus Brasilien.

Foto: Dr. Martin Merz, Smartphone Huawei P8, CC BY-SA 4.0

Veröffentlicht unter Fotografie, Internet, Lokales, Mobilgeräte, Soziales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Der Erpressungstrojaner Locky ist zurück

Eigentlich war die Ransomware Locky nie ganz weg, sondern nur stark zurückgegangen. Nach einer Locky-Version im Juni 2017, die aber nur Rechner unter Windows XP infizieren konnte, laufen jetzt wieder große Mengen von Spam-Emails, die meisten mit angeblichen Rechnungen (mit einer neuen, nicht auf XP begrenzten Version des Schädlings) im Zip-Anhang in den Postfächern ein.

Neu ist, dass Locky jetzt die Endungen .diablo6 und .lukitus für von ihm verschlüsselte Dateien vergibt. Die Verschlüsselung des Kryptotrojaners nutzte seit seinem ersten Ausbruch Anfang 2016 bisher elf verschiedene Varianten von Endungen. Erhöhte Vorsicht beim Umgang mit dem Emails ist in diesen Tagen sehr zu empfehlen.

Veröffentlicht unter Internet, News, Programmierung, Sicherheit, Tipps und Tricks | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Porno-Trittbrettfahrer im Sommerloch

Viele Internetuser machen sich seit vorgestern große Sorgen wegen einer erhaltenen Email. Die Email ist angeblich durch die Rechtsanwaltskanzlei Auer Witte Thiel (Bayerstraße 27 D-80335 München) versendet worden un stammt vorgeblich von der Absenderadresse rechtsanwaltskanzlei@auerwittethiel.de. Die Mahnungen werden vorgeblich im Auftrag der Wondo GmbH & Co.KG, Stadthausbrücke 1 – 3, 20355 Hamburg versendet.

Geld für kostenlose Porno-Seiten

Der Versender möchte gern ca. 300 Euro für die Nutzung des (kostenfreien!) Onlineangebots YouPorn abkassieren. Als Bankverbindung ist ein Konto bei der Commerzbank angegeben.

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat nach Rücksprache mit der Kanzlei ermittelt, dass diese Email eine Fälschung ist. „Betroffene sollten sich von der Mahnung keineswegs einschüchtern lassen und den verlangten Betrag nicht zahlen“, empfiehlt die Verbraucherzentrale. Betroffene sollten stattdessen Anzeige bei der Polizei erstatten.

Alternativen… 😉

Es gibt ja auch schon Leute, die Emails von Anwälten, die nicht sie selbst vertreten, ohne Ausnahme in den Papierkorb werfen – seine es Zahlungsaufforderungen, Mahnungen oder Vollstreckungsandrohungen. Ein empfehlenswertes Verhalten auch bei Erbschaftsangelegenheiten aus Nigeria oder Hongkong…

In Kommentaren zu diesen Emails vom Anwalt wegen Nutzung von YouPorn findet sich übrigens häufig der Kommentar, dass „PornHub das neue YouPorn“ sei. Alle diese Hinweise natürlich mit der Erläuterung: „Ein Kollege hat mir erzählt…“.

Veröffentlicht unter Internet, Kommentar, News, Recht, Sicherheit, Soziales, Tipps und Tricks | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Foto: Zaunwinde in einer Buchenhecke

Die weißen Trichterblüten der Zaunwinden setzen starke Kontraste in das dunkle Grün der Buchenhecke im Hochsommer. Das Foto wurde in der Janackerstiege in Lüdinghausen aufgenommen.

Foto: Klaus Ahrens, Smartphone Huawei P6, CC BY-SA 4.0

Veröffentlicht unter Fotografie, Lokales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Lüdinghauser Freifunk-Bürgernetz für 2 Stunden ausgefallen

Heute Abend ab 20 Uhr waren alle Freifunk-Zugänge ausgefallen – offensichtlich ein überörtliches Problem. Nach 22 Uhr war das Internet per WLAN über Freifunk in Lüdinghausen und Seppenrade wieder erreichbar.

Veröffentlicht unter Internet, Lokales, Mobilgeräte, News, Soziales, Störung | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Update KB4034658 für Windows 10 1607 macht Probleme

Das Update KB4034658 für Windows 10 Version 1607 und Windows Server 2016 sollte eigentlich nur kleinere Probleme im System beseitigen. Dummerweise sorgt das Paket aber stattdessen für Probleme mit der Update-Funktion von Windows 10, die besonders beim Einsatz eines WSUS gravierend sind.

Dieses Update betrifft nur solche Rechenknechte, die das Creators Update I vom Frühjahr 2017 bisher noch nicht installiert haben, das die Windows-Version auf 1703 hebt.

Installierte Updates verschwinden

Nachdem dieses Update installiert ist, zeigt Windows einen leeren Verlauf der bis dahin schon installierten Updates an. Dieser Fehler ist im Grunde harmlos und kann über den Aufruf von „Systemsteuerung / Programme und Features / Installierte Updates anzeigen“ recht einfach umgangen werden. Microsoft selbst empfiehlt, so vorzugehen  und verspricht, die Ursache herauszufinden.

Auch das Problem, dass vom Nutzer in der Vergangenheit ausgeblendete Updates wieder zur Installation vorgeschlagen werden, wurde schon bestätigt. Beide Probleme zeigen an, dass durch das Update-Paket die Update-Datenbank beschädigt oder gelöscht wird.

Kein Kontakt zum WSUS

In einer Systemumgebung mit den Windows Server Update Services (WSUS) bewirkt das Update auch, dass man keine Verbindung mehr zum WSUS herstellen kann. Damit schlägt auch die Suche nach Updates mit der Fehlermeldung „0x8024401c“ fehl. So berichten es Nutzer auf mehreren Plattformen.

Diesen Fehler hat Microsoft bisher noch nicht bestätigt und hält diesbezüglich nur fest, dass das Suchen nach Updates eine erhöhte Speicher- und Netzwerkauslastung auf dem WSUS erzeugen würde.

Um dies Problem irgendwie zu lösen, führt nach aktuellem Wissensstand kein Weg an der Deinstallation des Pakets vorbei. Dazu müssen Sie zunächst KB4034658 auf dem WSUS die Genehmigung entziehen. Danach deinstallieren Sie das Paket über „Systemsteuerung / Programme und Features / Installierte Updates anzeigen“ und starten das Betriebssystem neu. Danach muss die Suche nach Updates dann erneut ausgeführt werden.

Veröffentlicht unter News, Programmierung, Sicherheit, Störung, Tipps und Tricks | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Sinkt das Schiff, wenn die Ratten gehen?

Einer nach dem anderen verlassen sie Donald J. Trumps „Industrierat“ (Manufacturing Council):

Zuerst gingen Tesla-Chef Elon Musk und Disney-Chef Robert Iger, nachdem Trump das Pariser Klimaabkommen gekündigt hatte. Dann folgte der Ex-Uber-Chef Travis Kalanick aus Protest gegen Trumps Einwanderungspolitik.

Nach Trumps erstem Statement zu Charlottesville, in dem er die Gegendemonstranten mit den Rechtsradikalen gleichsetzte, sagten der Vorstandschef des Pharmaherstellers Merck, Kenneth Frazier, Under Armour-Chef Kevin Plank und Intel-Chef Brian Krzanich Goodbye.

Nach einer 180°-Kehre am Montag, bei der er Nazis, Ku-Klux-Klan und Alt-Right anprangerte, kehrte Trump gestern wieder zu seinem ursprünglichen Statement zurück und löste heute sowohl den Industrierat, als auch das „Strategieforum“ (Strategic and Policy Forum) auf.

Die Ratten sind weg – bis auf eine

Beide Gremien hatten ja auch keinerlei Entscheidungsgewalt und waren von Trump vermutlich nur einberufen worden, um seine Nähe zur Wirtschaft medienwirksam zu demonstrieren.

US-Medien zitierten einen der Wirtschaftsbosse: „Angesichts der Kommentare der letzten Tage wollte niemand weiter als Unterstützer dieser Art von Spaltung gelten.“

Nunja, inzwischen sind zwar die Wirtschaftsbosse desertiert, aber die größte Ratte, die jemals das weiße Haus beherrscht hat, kann im Zentrum der Macht der USA offenbar immer noch tun und lassen, was sie will.

Eine Zeit lang werden die US-Amerikaner wohl noch mit ihrem verrückten Präsidenten leben müssen…

Veröffentlicht unter Allgemeines, Kommentar, News, Politik, Sicherheit, Soziales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Ein Song ohne Ton behebt Apple-Fehler

Der Song „a a a a Very Good Song“ ist in den USA bei iTunes in die Top 100 (aktuell Platz 50)aufgestiegen, obwohl er fast zehn Minuten nichts als Stille enthält. Die Sound-Datei stammt von Samir Mezrahi und soll keine künstlerischen Ambitionen realisieren, sondern simpel und einfach ein Problem mit iTunes umgehen, das viele Autofahrer und Nutzer von Bluetooth-Lautsprechern zurzeit nervt.

Beim Verbinden von iPhone und Autoradio oder anderen Lautsprechern wird häufig einfach das erste Lied der alphabetisch geordneten Playlist abgespielt. Das nutzt „a a a a Very Good Song“ aus. Die geschickte Namenswahl lässt den Song praktisch auf jeder Playlist ganz oben stehen.

Aber so wird der Besitzer nicht durch den immer wieder gleichen Song genervt, sondern hat ausreichend Zeit, ein anderes Lied auszuwählen. Dieser Bug existiert schon ziemlich lange und er tritt bevorzugt bei Kabelverbindungen zwischen iPhone und Entertainment-System, aber auch bei Bluetooth-Verbindungen auf.

Der Nicht-Song kostet bei iTunes 99 Cent – für diesen einmaligen Betrag lohnt es sich wohl für die meisten User nicht, einfach eine eigene Sounddatei (ohne Sound) unter einem mit vielen „a“ beginnenden Namen zu erstellen…

Bild: Prexels, CC0 (Public Domain)
Veröffentlicht unter Mobilgeräte, News, Soziales, Tipps und Tricks | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Bill Gates „spendet“ 4,7 Milliarden aus Microsoft-Aktien

Mit dem Verkauf von 64 Millionen Aktien an Warren Buffet hat Bill Gates jetzt seinen Anteil an Microsoft auf 1,2 Prozent verringert.

Das ist aber auch das einzige Körnchen Wahrheit an dieser Nachricht, die aktuell in allen Medien zu lesen ist. Der Rest mit Stichworten wie Spende, Gemeinnützigkeit, Wohltätigkeit u.s.w. ist faktisch mehr als Fake News einzuordnen.

Den Erlös von 4,7 Milliarden US-Dollar soll Multimilliardär Gates ( aktuell laut Bloomberg reichster Mann der Welt mit 86,1 Milliarden Privatvermögen) der gemeinnützigen Stiftung Bill and Melinda Gates Foundation überschrieben haben, die er und seine Frau Melinda gegründet haben.

Steuervermeidung als Wohltätigkeit getarnt

Das hat mit sozialem Engagement wenig zu tun, denn bei diesem Konstrukt behält Familie Gates die volle Kontrolle über die „gespendete“ Kohle und erntet als Kompensation auch noch entsprechende Steuervorteile.

So etwas ist doch wohl eher ein Musterbeispiel für einen linke-Tasche-rechte-Tasche-Deal auf Empfehlung des Steuerberaters und nicht etwa eine philantropische Großtat, wie es von den meisten Medien dargestellt wird – Fake News halt…

Wohltätigkeit als Mäntelchen der Interessen von Pharma-Konzernen

Die Gates-Stiftung Gavi finanziert beispielsweise weltweit Impfprogramme – und gibt damit den Türöffner für internationale Pharma-Konzerne, die einfach nur Impfstoffe verkaufen wollen.

Wenn man nun aber weiß, dass im Vorstand dieser Stiftung die größten Pharmakonzerne der Welt führend vertreten sind, wird ziemlich deutlich, das vor allem deren Interesse, Impfstoffe zu verkaufen. Das hat die Weltgesundheitsorganisation WHO anders als bis vor etwa 30 Jahren, als die Förderung von Basisgesundheitssystemen in den armen Ländern dieser Welt noch ihr Hauptziel war, immer mehr zurückgefahren.

Weltgesundheitsorganisation WHO am Bettelstab

Die WHO ist inzwischen schon zu 80 Prozent ihres Budgets von zweckgebundenen Spenden mächtiger Staaten, Stiftungen und Pharmakonzerne abhängig . Als direkte Folge davon ist die Fähigkeit der WHO, weltweit die öffentliche Gesundheit zu sicherzustellen, dramatisch gesunken, denn auf Druck der Geldgeber konzentriert sich die Organisation auf den eher technokratischen Kampf gegen Infektionskrankheiten.

Der Deutschlandfunk zitiert Amit Sengupta„Wenn Bill Gates morgen sagt: Ich habe kein Interesse mehr an Gesundheit, ich investiere mein ganzes Geld in Erziehungsfragen, zum Beispiel wäre die WHO am Ende. Er könnte es machen. Niemand könnte ihn daran hindern.“

Foto: Bill Gates 2014, DFID, CC BY 2.0
Veröffentlicht unter Allgemeines, Internet, Kommentar, News, Politik, Soziales, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Kennzeichnung für computergeschriebene Texte

Von Computern geschriebene Texte werden mehr und mehr von den Verlagen eingesetzt. Beispielsweise bei der Los Angeles Times seit Jahren der Quake-Bot für Erdbeben-News oder der Homicide-Bot für Morde.

Journalisten fordern jetzt die Kennzeichnung solcher Artikel, die Verleger sind davon nicht wirklich begeistert. In einem Artikel im Medienmagazin Journalist äußern sich mehrere Branchen-Vertreter zum Thema Algorithmen im Journalismus.

Dort sprechen sich Kathrin Konyen vom Deutschen Journalisten-Verband (DJV) und Lutz Tillmanns vom Deutschen Presserat aus Gründen der Glaubwürdigkeit des Journalismus und der Presseethik für die Kennzeichnung von Computerartikeln aus.

Anja Pasquay vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger hält das aber nicht für nötig. Diese Entscheidung solle den einzelnen Verlagen überlassen werden.

Bild: Arthur Caranta, CC BY-SA 2.0
Veröffentlicht unter Allgemeines, News, Programmierung, Soziales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar