Ressourcenverbrauch der Industrieländer sinkt angeblich

Heute berichtet Heise über eine kanadische Studie, nach der angeblich der ökologische Fußabdruck der Menschen in den Industriestaaten kleiner würde – eine recht vermessene Folgerung aus diesen Daten!

Die Studie der Kanadier

Dem Bericht nach haben Wissenschaftler um Oscar Venter von der University of Northern British Columbia gemeinsam mit der Wildlife Conservation Society für den Zeitraum 1993 bis 2009 den weltweiten Ressourcenverbrauch analysiert.

Dazu gehören die Förderung von Rohstoffen, der Bau neuer Straßen, die Abholzung und/oder die landwirtschaftliche Nutzung. „Betrachten wir die 23 Staaten mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen, etwa Europa, sehen wir einen besonders positiven Trend. Da verkleinerte sich der Fußabdruck“, ist das Fazit von Studienleiter Venter.

Aus Urwald werden Palmölplantagen

Am stärksten wächst der Fußabdruck des Menschen der Studie zufolge in Staaten wie Brasilien, Indonesien und in Südostasien. Dort werden Regenwälder für die Landwirtschaft abgeholzt, wie beispielsweise die riesigen Palmölplantagen in Indonesien.

Dieser Fußabdruck wird natürlich auch diesen Ländern zugeordnet, obwohl das dort erzeugte Palmöl inzwischen in jedem zweiten Supermarktprodukt in den Industrieländern steckt. Und mit dem Einkauf von Margarine, Pizza, Schokoriegel, Waschmittel, Cremes oder Lippenstift entscheiden wir Verbraucher in den Industrieländern letztlich auch über das Schicksal bedrohter Arten wie der Orang-Utans (Waldmenschen) oder der Tiger – und natürlich des Regenwaldes selbst.

Im Grunde verbreitet die Studie Fake News…

Das macht doch im Grunde Studien dieser Art zur Farce, denn Verursacher der „Regenwald-zu-Ölpalmplantage-Metamorphose“sind sicherlich nicht brasilianische oder indonesische Bauern, sondern die nach hochwertigen und dabei billigen Produkten gierende Kundschaft hier bei uns.

Über Klaus

Ich beschäftige mich seit fast 30 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder des "Neulands".
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