Run auf die Banken in Zypern – die Menschen versuchen, ihr Geld abzuholen

ZypernVor den wenigen heute Morgen geöffneten Banken standen Hunderte von Menschen, um ihre Konten abzuräumen. Grund dafür war die nächtliche Entscheidung der Eurogruppe, private Geldanleger an der Abwendung des ohne Hilfe sicheren Staatsbankrotts zu beteiligen und dazu von Guthabenkonten ein Beitrag geleistet werden muss.

Jeder (außer reichen Zyprioten) findet es noch sehr human, dass jemand der bis zu 100.000 € auf dem Konto hat, nur 6,75 % entsprechend 6.750 € zahlen muss und wer mehr als 100.000 € auf seinem Konto hat, mit 9,9 % dabei ist.

Das Anstehen nützte den Reichen aber nichts, denn die Banken hatten die Beiträge der Kunden zur Rettung der zypriotischen Finanzen schon eingefroren.

An der Sonderabgabe kommt wohl keiner vorbei – das ist eine bessere Lösung als in Griechenland, wo die Reichen und Superreichen ihr Geld in Ruhe ins Ausland transferieren und die Finanzen ihres Staates ausschließlich von den europäischen Steuerzahlern retten lassen konnten. Inzwischen haben die letzten Banken für heute geschlossen.

Schuld sind natürlich wieder die Deutschen. „Ich bin extrem wütend. Ich habe Jahre über Jahre gearbeitet, um dies anzusparen und jetzt verliere es, weil die Niederländer und Deutschen es sagen. Das ist schlicht und einfach Diebstahl“, ärgerte sich ein Zypriote nach einem Bericht der Rheinischen Post.

Über Klaus

Ich beschäftige mich seit mehr als 30 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder des "Neulands".
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