Warum der Bitcoin unter Druck kommt

Eine der bedeutendsten Bitcoin-Börsen Chinas, BTCC, will bis zum 30 September ihren Geschäftsbetrieb im Lande einstellen. Die Betreiber gaben auf Twitter  als Grund die neuen Vorschriften der Regierung Chinas an.

Die Einstellung soll sich aber nur auf den Handelsplatz China beschränken, weitere Geschäftsfelder wie beispielsweise der eigene Mining-Pool sollen durchaus weiter betrieben werden.

Der Spaghat zwischen Gewinn und Freiheit

Es gab kurz vorher Berichte in mehreren chinesischen Medien, wonach ein generelles Verbot für Bitcoin-Börsen in China bevorsteht. Die Betreiber sollen von Offiziellen mündlich aufgefordert worden sein, den Betrieb einzustellen, las man unter anderem in der Wirtschaftszeitung China Business News. Gerüchte über ein solches Verbot für Kryptogeldbörsen machen schon seit dem Wochenanfang die Runde.

Der Hintergrund ist eher profan: Die Digitalwährung Bitcoin gab dem chinesischen Volk die Freiheit, sein Geld ins Ausland zu transferieren, obwohl die Herrschenden das verbieten. Das haben offenbar zu viele Chinesen dank dem Bitcoin mit Renminbi im Wert von ca. 300 Millionen Euro gemacht. Verbieten und Durchsetzen sind aber selbst in China zwei verschiedene Dinge.

Chef der weltgrößten Bank giftet: Bitcoin ist für Mörder und Drogenhändler

Besonders schlimm kommt auch noch der Chef der weltgrößten Bank JP Morgan Chase, Jamie Dimon, daher: Bei einer Branchenkonferenz sagte er nach Berichten von US-Medien, dass diese Währung allenfalls für „Mörder“ und „Drogenhändler“ tauglich sei oder für Menschen in Ländern wie Nordkorea und Venezuela. Es werde nicht gut enden mit dem Kryptogeld, im Moment sei es Dimon zufolge schlimmer als die holländische Spekulation um Tulpenzwiebeln, die dort im 17. Jahrhundert grassierte.

Das gibt bestimmt Sonderpunkte für „amerikanisches“ Verhalten von dem verstrahlten Frettchen im Weißen Haus. Und ich möchte darauf wetten, dass Dimon in seinem privaten Portfolio Bitcoin hat – ein solcher Finanzhai lässt sich doch ein Wachstum wie die 500 Prozent, die die Kryptowährung in diesem Jahr schon hingelegt hat, nicht entgehen…

Das sagt eigentlich alles – jedes noch so verquere Argument wird von den aktuellen Herren des Geldes gerne genommen, um dem Bitcoin irgendwie zu schaden. Denn er ist nicht nur einfach Konkurrenz, sondern hat auch das Potential, Banken aus Finanzgeschäften komplett herauszuhalten.

Merke: Was die Reichen und Mächtigen nicht wollen, ist gut für die Armen und Machtlosen!

Der Bitcoin macht die Banken für Finanztransaktionen komplett überflüssig

Für das Bezahlen mit Bitcoin (und anderen Kryptowährungen auf Blockchain-Basis) ist keine Bank nötig und deshalb werden die nach den Politikern zweitgrößten Verbrecher auf unserem Planeten, die Bänker, alles tun, um die Kontrolle über das Geld der Menschen – und damit über die Menschen selbst – nicht zu verlieren. Schließlich kann man zwar Zentralbankgeld drucken wie bekloppt, aber keinen einzigen Bitcoin!

Dabei haben sie diesen Kampf um die Freiheit im Grunde schon verloren. Selbst die EZB, die Federal Reserve oder andere starke Zentralbanken sind nicht in der Lage, uns beim Bitcoin beispielsweise über Negativzinsen zu enteignen, wie es aktuell passiert. Und Bargeld abschaffen geht mit dem Kryptogeld schon gar nicht…

Als Folge davon sind ja auch die Bankgebühren dermaßen unverschämt angestiegen, dass die Verbraucherschützer warnen und klagen und sich doch fast jeder Bankkunde ein anonymes Zahlungsmittel wünscht, auf das Politiker und Banker keinen Einfluss mehr haben.

Bitcoin, Tor und alles andere Anonyme sind böse!

Es geht dabei eigentlich nicht nur um Geld und den Betrug am Normalmenschen damit, sondern um gelebte Freiheit. Wirtschaft und Politik wollen alles von jedem wissen, um ihn so manipulierbar zu machen.

Das zeigen die Kameras mit Gesichtserkennung von Merkels Mann fürs Grobe, Thomas de Maizière, im Berliner Bahnhof, die Bundestrojaner und Online-Durchsuchungen, die Ausweispflicht beim Telefonkartenkauf – Deutschland ist auf dem Weg zur DDR 2.0 mit anderen Mitteln.

Wenn Böcke plötzlich Gärtner sind, bin ich für die Jagd auf Böcke!

Ich frage mich ja immer wieder, warum ausgerechnet die Politiker und Wirtschaftsbosse, die jedem abgefuckten Diktator in aller Welt jede Waffe verkaufen, solange er sie dafür bezahlen kann, die Welt wieder in Ordnung bringen würden?

Als Bezahlung für ihre Waffen und die aus ihren Bespitzelungen stammenden Daten akzeptieren diese Handlanger der Reichen und der Konzerne, die inzwischen schon fast die ganze Welt mit ihrem tödlichen neoliberalen Monopoly überzogen haben, selbstverständlich auch den Bitcoin – er ist ihnen in manchen Fällen sogar lieber, weil anonym.

Und das bringt reichlich Flüchtlinge, die zu Abermillionen auf unserem früher mal so schönen Planeten herumirren. Aktuell werden gerade die Rohingya in Myanmar (Birma, Burma), das von einer Trägerin des Friedensnobelpreises regiert wird, zu Hunderttausenden vergewaltigt, abgefackelt, vertrieben und ermordet…

Über Klaus

Ich beschäftige mich seit fast 30 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder des "Neulands".
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines, Internet, Kommentar, Politik, Recht, Sicherheit, Soziales, Wirtschaft abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.