Japaner verliert USB-Stick mit Daten aller Einwohner

In Japan ging ein USB-Stick mit personenbezogenen Daten verloren. Es handelte sich um die Einwohnermeldedaten aller gut 460.000 Einwohner der Großstadt Amagasaki. Ursache war möglicherweise ein Drink zu viel nach Feierabend: Bei einer Kneipentour ließ der  der Mitarbeiter einen USB-Stick mit den Daten aller Einwohner darauf liegen.

Ein Bier zu viel?

Dem Mitarbeiter eines kommunalen Dienstleisters sei am Dienstagabend bei einer Kneipentour seine Tasche mit dem USB-Stick abhanden gekommen. Er war nach Feierabend in einem Restaurant eingekehrt war und trank Alkohol – und schlief anschließend auf der Straße ein.

Als der Mann erwachte, war die Tasche mit dem USB-Stick verschwunden und wurde erst am Freitag wiedergefunden.

Auf diesem Stick waren die persönlichen Daten von Namen, Adressen, Geburtsdaten über Steuerunterlagen bis hin zu Bankverbindungen aller Einwohner Amagasakis kopiert worden, um sie dann später an ein Callcenter in Osaka zu übermitteln.

Der Stick war zum Glück verschlüsselt

Ein Stadtsprecher entschuldigte sich für den Vorfall, der das “Vertrauen in die Verwaltung schwer erschüttert” habe. Dem Sprecher zufolge waren die Daten aber wenigstens verschlüsselt und der USB-Stick auch mit einem Passwort gesichert. Es soll bisher auch keine Hinweise darauf geben, dass sich Unbefugte Zugang zu den sensiblen Daten verschafft hätten…

Bild: Pixabay
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Foto: Die ersten Dahlien

Die Tage werden jetzt schon wieder kürzer, und dieser bunte Strauß aus Dahlien in Gelb, Rot, Orange und Pink in meiner Vase zeigt an, dass der Sommer 2022 seinen Höhepunkt erreicht hat.

Foto: Klaus Ahrens, Smartphone Huawei P10, CC BY-SA 4.0

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Kurz erklärt: Die E-Fuel-Lügen des Christian Lindner

Anstatt endlich die Elektrifizierung des Verkehrs voranzutreiben, gibt es in der Koalition schon wieder Streit über das Verbot des Verbrennungsmotors ab 2035. Eines sei dem FDP-Chef Lindner aber ins Poesiealbum geschrieben: Die Hoffnung auf synthetische Kraftstoffe als Ausweg wird sich auf keinen Fall erfüllen!

Freiheit durch Technologieoffenheit?

Bei Lindner und anderen Unterstützern der Verbrennungsmotoren läuft das unter “Freiheit durch Technologieoffenheit”. Die Gegner der E-Fuels sehen den unwirtschaftlichen Unsinn eher als “Wegwerfmentalität” – und weggeworfen wird dabei der Löwenanteil der mühsam aus Sonne und Wind erzeugten elektrischen Energie!

Riesenverluste durch schlechten Wirkungsgrad!

Das Problem lässt sich mit den Grundrechenarten nachvollziehen: Während batterieelektrische Autos bei direkter Nutzung der erzeugten grünen elektrischen Energie 80 bis 90 Prozent der Ausgangsenergie in Bewegungsenergie umsetzen, verwerten mit E-Fuels angetriebene Autos den Ökostrom nur mit einem Wirkungsgrad von 10 bis 15 Prozent.

Mit derselben Strommenge achtmal so weit fahren wie mit E-Fuels

Das bedeutet: Wenn Sie mit einer Menge mühsam mit Windrädern und Solarzellen “geerntetem” Ökostrom, der vor der Nutzung im Auto in ein E-Fuel umgewandelt wird, mit ihrem Verbrenner 1oo Kilometer weit fahren können, kommen Sie bei direkter Nutzung derselben Menge Ökostrom ohne sie in ein E-Fuel umzuwandeln mit einem elektrischen Auto 650 bis 800 Kilometer weit! Eine solche Verschwendung können sich höchstens die Reichsten unter uns leisten…

Ausgerechnet die “Wirtschaftspartei” FDP plädiert hier also für die pure Verschwendung. Dabei wäre es doch einfach nur irrational, kostbaren Ökostrom massenweise in normalen PKWs zu verheizen, wenn eine erheblich effizientere Möglichkeit zur Verfügung steht. Damit outen sich die Freidemokraten auch nicht als Wirtschaftspartei, sondern eindeutig als Klientelpartei.

FDP-Chef Christian Lindner und sein Porsche lassen grüßen!

Fotos: Tanken, Pixabay / Lindner, Sandro Halank, CC BY-SA 4.0 / Porsche, Porsche A.G.
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ESA aktualisiert Windows 98-Software von Mars Express

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat jetzt endlich beschlossen, der noch auf Windows 98 basierenden Software der Sonde Mars Express ein Update zu verpassen. Das Projekt lief die ganze Zeit auf einem 20 Jahre alten Betriebssystem, und die Organisation glaubt, dass ein Update ihre Chance erhöhen könnte, die Geheimnisse des Roten Planeten zu entdecken. Dieses System-Update wird es möglich machen, die Oberflächen des Mars und seines Mondes Phobos detaillierter zu betrachten.

Der Wasserfinder auf dem Mars

Die erste große wissenschaftliche Entdeckung machte MARSIS im Jahr 2018, als es dazu beitrug, ein unterirdisches Wasserreservoir auf dem Mars zu finden, das unter einer 1,5 Kilometer dicken Eis- und Staubschicht liegt.

MARSIS richtete seine über 40 Meter lange Antenne für niederfrequente Radiowellen auf die Oberfläche des Planeten und konnte so mehrere Schichten der Marskruste durchdringen und Daten übertragen. Seitdem hat MARSIS noch drei weitere Wasserquellen entdeckt und dabei viele Informationen über die Struktur und Geologie des Planeten zutage gefördert.

Bild: ESA
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Intels Desktop-Grafikkarte A380 erweist sich als Flop

Intels Desktop-Grafikkarte Arc A380 legt einen Start hin, der in jeder Hinsicht (Preis, Performance, Strombedarf, Verfügbarkeit) wohl kaum hätte schlechter ausfallen können.

Blamabler Einstand mit der A380

Die in der vorigen Woche als erste Desktop-Grafikkarte mit dem Raytracing-tauglichen DG2-Chip bestückte Arc A380 schneidet in den Tests recht schlecht ab. Hinzu kopmmt auch noch, dass der Preis über dem von Intel genannten liegt und dass man die Arc A380 bisher nur in China kaufen kann, und zwar fast nur in Komplett-PCs.

Auch die Performance lässt zu wünschen übrig

Hinsichtlich der Leistung gibt es ebenfalls wenig Erfreuliches zu vermelden, obwohl Intels Ankündigung, die Arc A380 solle ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als die Radeon RX 6400 aufweisen, dies hatte erwarten lassen. Zur Erinnerung: Diese AMD-Karte ist der langsamste Pixelbeschleuniger mit Raytracing-Unterstützung, den es mit einer aktuellen Architektur zu kaufen gibt.

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Bundesgartenschau 2025 in Rostock abgesagt

Die Stadt Rostock zieht jetzt die Reißleine: In einem einmaligen Schritt hat sich die Bürgerschaft der Hansestadt entschieden, die Bundesgartenschau im Jahr 2025 abzusagen. Bei der Umsetzung des ambitionierten Projekts gab es massive Probleme. 

Die Rostocker Bürgerschaft hat gestern die Absage der Bundesgartenschau (BUGA) 2025 beschlossen und folgte so mit deutlicher Mehrheit der Empfehlung von Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen.

Der hatte wiederholt auf Schwierigkeiten durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Kriegs verwiesen. Das ist die erste Absage in der 70-jährigen Geschichte der Bundesgartenschau. Der parteilose Oberbürgermeister sprach auch von Fehlern, die gemacht worden seien, und von unzureichenden Kapazitäten in der Stadtverwaltung.

Rostock hatte den Zuschlag für die BUGA 2025 im Jahr 2018 bekommen. In der Vergangenheit waren mehr als zehn Jahre Vorbereitungszeit normal. Kritiker wie die Chefin der Linken-Bürgerschaftsfraktion, Eva-Maria Kröger, bezeichneten die sieben Jahre zur Vorbereitung schjon als extrem ambitioniert. Spätestens als die Folgen der Corona-Pandemie offensichtlich wurden, hätte man die Bremse ziehen müssen…

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Wirtschaftsminister Habeck rief soeben die Gas-Alarmstufe aus

Jetzt ist es so weit: Der Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat um 10:00 Uhr die Gas-Alarmstufe ausgerufen.

Die Alarmstufe ist die zweite Stufe des Notfallplans Gas, der nach Russlands Angriff auf die Ukraine vorgestellt wurde. Energiepreise könnten damit erheblich steigen.

Dem Plan zufolge liegt bei der Alarmstufe eine Störung der Gasversorgung oder eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas vor, welche zu einer erheblichen Verschlechterung der Gasversorgungslage führt.

Der Markt ist dabei aber noch in der Lage, diese Störung oder Nachfrage zu bewältigen. Die Alarmstufe ist die zweite von insgesamt drei Eskalationsstufen des Notfallplans Gas. Die Verordnung dazu wurde nach dem russischen Angriff auf die Ukraine aktiviert. Schon am 30. März hatte Minister Habeck die 1. Stufe (Frühwarnstufe) ausgerufen.

Die Alarmstufe sorgt aber noch nicht für staatlichen Eingriffe in den Gasmarkt. Erst mit der Notfallstufe als letztem Schritt würde die Bundesnetzagentur in einer Gasmangellage zuteilen, wer überhaupt noch Gas bekommt. Private Haushalte sind dabei besonders geschützt und sollen möglichst lange versorgt werden, aber die Industrie müsste sich dann auf Kürzungen einstellen…

Screenshot: ntv
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Foto: Rote Gladiolen im Gegenlicht

 

Die Gladiolen sind echte Sommerblumen und aktuell überall zu haben. Das Gegenlicht, das vom Fenster kommt und durch die Blütenblätter scheint, wirkt, als leuchteten die Blüten selbst.

Foto: Klaus Ahrens, Smartphone Huawei P10, CC BY-SA 4.0

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Massive Angriffe russischer Hacker auf Verbündete der Ukraine

Laut dem Technologieunternehmen Microsoft greifen russische Hacker aktuell in großem Stil westliche Verbündete der Ukraine an.

Sie nähmen insbesondere Regierungscomputer in den Nato-Ländern ins Visier, warnte der Konzern  in der letzten Nacht. Das Hauptziel dabei seien die USA, heißt es dort, aber insgesamt hätten Microsofts Experten Attacken russischer Hacker auf128 Organisationen in 42 Ländern außerhalb der Ukraine notiert.

Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine am 24. Februar sei es ihnen bei 29 Prozent dieser Angriffe gelungen, in die angegriffenen Netzwerke einzudringen, schreibt Microsoft weiter. Bei mindestens jeder vierten erfolgreichen Attacke seien auch nachweislich Daten abgegriffen worden.

Russland habe die IT-Infrastruktur der Ukraine mit Cyberattacken und mit Raketen angegriffen. Die Systeme hätten sich aber dank getroffener Schutzmaßnahmen weitgehend widerstandsfähig gezeigt.

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Hackerangriff auf die Fachhochschule Münster

Opfer eines Hackerangriffs wurde offenbar jetzt die Fachhochschule Münster. Inzwischen hat die FH ihre Internetseite vom Netz genommen.

Bei einer Analyse war dem IT-Team der Fachhochschule der Angriff aufgefallen. Den Zeitpunkt des Angriffs ließ eine FH-Sprecherin gestern Abend offen. Sowohl die Internetseite als auch alle übrigen Programme, die mit dem Internet verbunden sind, wurden inzwischen vom Netz genommen.

Als Notlösung eine provisorische Internetseite

Studierende und Mitarbeiter der FH werden jetzt auf eine provisorische Website umgeleitet. Unter “meinefh.de” werden jetzt Schritt für Schritt unter anderem für Prüfungen relevante Informationen veröffentlicht. Für Studierende und Lehrende soll noch eine Hotline eingerichtet werden.

Die Fachhochschule hat an ihren Standorten in Münster und Steinfurt rund 15.400 Studierende.

Bild: Wikipedia, FH Münster, CC BY-SA 4.0
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