Sicherheitspatches für Citrix verfügbar

Obwohl die Citrix-Entwickler wegen einer als kritische eingestuften Sicherheitslücke (CVE-2019-19781) in Application Delivery Controller (ADC), Gateway und SD-WAN WANOP Appliance rund um die Uhr arbeiten, gab es bisher zu der seit vor Weihnachten bekannten und schon massiv angegriffenen Sicherheitslücke bisher keine Patches. Bisher konnte man zur Absicherung nur einen Workaround anwenden.

Jetzt sind früher als angekündigt erste Sicherheitsupdates vom Hersteller veröffentlicht worden.

Nach einem Blog-Beitrag von Citrix haben die Entwickler soeben die ersten Sicherheitspatches fertiggestellt und veröffentlicht. Ab sofort kann man von ADC die abgesicherten Versionen 11.1 und 12.0 downloaden.

In dem Blogartikel verdeutlicht Citrix, für welche Versionen und gegen welche Probleme die Updates helfen. Unter anderem sollen sie auch für Gateway Virtual Appliances via beispielsweise Hyper-V oder Azure helfen. Die Patches lassen sich nur installieren, wenn man auf die Versionen 11.1.63.15 und 12.0.63.13 aufsetzt.

Noch fehlende Sicherheitsupdates für Application Delivery Controller 10.5, 12.1, 13 und SD-WAN WANOP sollen am 24. Januar herauskommen.

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Wikipedia in der Türkei wieder zugänglich

Benutzer aus der Türkei haben nach fast drei Jahren wieder Zugriff auf die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Die Regierung des Islamisten und Autokraten Erdogan hob die bestehende Sperre auf, nachdem der Oberste Gerichtshof der Türkei Ende 2019 festgestellt hatte, dass die von der Erdogan angeordnete Blockade gegen die türkische Verfassung verstößt.

Die Sperre trat im April 2017 in Kraft. Damals hatte die Regierung in Ankara der Wikimedia Foundation als Betreiber von Wikipedia eine Schmierenkampagne vorgeworfen.

„Heute, am 19. Geburtstag von Wikipedia, erhalten wir Berichte, wonach der Zugang zu Wikipedia in der Türkei aktiv wiederhergestellt wird“, bestätigte die Wikimedia Foundation. “ Wir freuen uns, dass die Menschen in der Türkei wieder am größten globalen Gespräch über die Kultur und Geschichte der Türkei online teilnehmen können und machen Wikipedia weiterhin zu einer lebendigen Informationsquelle über die Türkei und die Welt.“

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Bis Februar kein Winter in Sicht

Die neue Woche beginnt zwar ein paar Grad kälter, aber von einem verspäteten Wintereinbruch kann hier im Flachland von NRW wohl kaum die Rede sein. Bei einer prognostizierten Schneefallgrenze von über 400 Meter und beispielsweise für Köln vorhergesagten Temperaturen von 4-6° hat eine noch so dünne Schneedecke nicht die geringste Chance.

In der Folgewoche wird es laut den Langfrist-Vorhersagen im typischen Zyklus auch wieder ein paar Grad wärmer, so dass man frühestens im Februar mit Schnee rechnen könnte – wenn überhaupt!

Foto: Klaus Ahrens, Smartphone Huawei P10, CC BY-SA 4.0
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Clearwater bietet Datenbank mit 3 Milliarden Fotos an

Die bis dato kaum bekannte US-Firma Clearview AI hat nach einem Bericht der New York Times ca. drei Milliarden Bilder von Menschen aus dem Internet zusammengestellt und daraus eine umfassende Datenbank zur Gesichtserkennung entwickelt.

Im Vorjahr sei der Zugang zu diesen Fotos mehr als 600 US-Behörden als Service angeboten worden, schrieb die Zeitung am 18. Januar 2020 unter Berufung auf das Unternehmen Clearview AI.

Gefüllt wurde die Datenbank dem Bericht nach mit öffentlich zugängliche Bildern, die das Unternehmen im Intertnet bei Plattformen wie Facebook und Youtube, beim US-Bezahlservice Venmo und auch von Millionen Internetseiten „zusammengekratzt“ worden.

Eine Datensammlung in dieser Dimension würde alle bisher bekanntgewordenen Datenbanken zur Gesichtserkennung übertreffen. Dabei verstößt ein solches „scraping“ in aller Regel gegen die Nutzungsbedingungen von Netzwerken wie Facebook oder Twitter.

Der Bericht löste schon am Wochenende erste politische Reaktionen aus. US-Senator Ron Wyden, Mitglieder der Demokratischen Partei, zeigte sich besorgt und forderte, Amerikaner müssten wissen, ob ihre Fotos heimlich in einer privaten Datenbank landen.

Der Times-Bericht löste in den USA schon am Wochenende erste politische Reaktionen aus. So zeigte sich der US-Senator Ron Wyden (Demokraten) besorgt und verlangte, dass Amerikaner wissen müssten, ob ihre Fotos heimlich in einer privaten Datenbank landen.

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WhatsApp-Störung: Nur Textnachrichten funktionieren noch

Einige Tausend Benutzer berichten seit dem Mittag von Störungen beim Chatdienst Whatsapp. Auf der Internetseite allestörungen.de meldeten bis zum frühen Nachmittag schon ca. 20.000 Nutzer Probleme.

Nach den Angaben dieser Nutzer waren sowohl der Foto- als auch der Versand von Sprachnachrichten nicht mehr möglich. Reine Textnachrichten konnten aber sowohl vesandt als auch zugestellt werden. Weltweit wurde auch in den sozialen Netzwerken über Störungen solcher Artberichtet.

Die Live-Weltkarte auf allestörungen.de zeigte zeitweise, dass insbesondere Benutzer in Mittel- und Westeuropa und in mehreren arabischen Ländern betroffen sind. WhatsApp hat zu den Problemen noch keine Stellung genommen.

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Kommunismus und Batterieforschung: Über Quantität zur Qualität

Sonntags liefert meine Recherche in den Online-Medien gelegentlich merkwürdige Stilblüten. Heute stach mir ein solches Pflänzchen in einem Artikel von Professor Egbert Figgemeier und Moritz Teuber (beide RWTH Aachen) bei Heise in die Augen und dann in die Gehirnwindungen.

Der Satz, über den ich stolperte: „Der dringende Bedarf einer Technik (Technology-Pull) ist stets begleitet durch entsprechende technische Durchbrüche (Technology-Push).

Bei Marx und Engels abgekupfert?

Sofort kamen Assoziationen zum dialektischen Materialismus auf – Hegel, Marx und Engels tauchten vor meinem geistigen Auge auf. Die These, dass man nur genügend Mist auf einen Haufen werfen muss, damit daraus Gold wird, scheint den Aachener Wissenschaftlern gut zupass zu kommen, schließlich wurden in  Aachen ja auch die ersten wirklich praktikablen Elektro-Nutzfahrzeuge entwickelt…

Die alten Dialektiker haben den zwangsweisen Umschlag von Quantität in Qualität laut Wikipedia seinerzeit sogar zu einem Naturgesetz erklärt:

„Das Gesetz von der Negation der Negation (Die Entwicklung auf eine höhere Ebene bewahrt die positiven Elemente der vorhergehenden. Sie negiert in ihrer Weiterentwicklung die vorhergehende Ebene also nicht als Ganzes.)

Das Gesetz vom Umschlagen von einer Quantität in eine neue Qualität (Nach einer Kumulation quantitativer Veränderungen über längere Zeit kommt es zu einer sprunghaften qualitativen Veränderung.)“

Mutter lag auch daneben…

Ein wenig erinnert mich die sonntägliche Stilblüte der RWTH-Wissenschaftler aber auch an meine Mutter (Gott oder die Strings – je nach Glaubensrichtung – mögen sie selig haben).

Sie war eine nicht unbedingt sehr intellektuelle, dafür aber eine sehr liebe Frau. Wenn es scheinbar unlösbare Probleme gab, sagte sie gerne ihren Lieblingsspruch: „Und wenn Du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!“ 

Ehrlich gesagt, kam in solchen Situationen in aller Regel kein Lichtlein vorbei, um den Weg zu einer Lösung der Probleme aufzuzeigen. Genauso wenig dürfte aber auch der Herr Figgemeier davon ausgehen, dass ein immer weiter wachsender Bedarf unweigerlich zu den nötigen technischen Durchbrüchen in der Batterieforschung führt…

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Foto: Erste Blüten des Forsythiers gesichtet

In manchen Gärten sieht man schon wieder die ersten Knospen und Blüten des Forsythiers, und neben den Schneeglöckchen, die eigentlich immer schon im Januar blühen und den Zaubernüssen Hamamelis, die ihre knallgelben (heute aber auch schon orangen und roten) Blüten sogar schon im Dezember zeigen, kommen in diesen Tagen auch die ersten Krokusse und Osterglocken heraus.

Foto: Forsythier, Dr. Martin Merz, Coolpix P90V1, CC BY-SA 4.0
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Pläne für Werbung in WhatsApp-Chats gestoppt

Das Wall Street Journal berichtet, die WhatsApp-Mutter Facebook habe angeblich die Idee endgültig verworfen, Werbung in ihrem Messenger anzuzeigen.

Das Team, dessen Aufgabe es war, die besten Möglichkeiten für die Integration von Werbeanzeigen zu finden, soll inzwischen aufgelöst sein, und auch dessen Arbeit soll wieder aus dem Code von WhatsApp entfernt worden sein.

Facebooks Pläne für die werbliche Nutzung von WhatsApp waren besonders bei den WhatsApp-Gründern auf Widerstand gestoßen. Die Kontroverse führte dazu, dass die beiden Manager das Unternehmen schon vor mehr anderthalb Jahren verlassen haben.

Ein Vertreter des Unternehmens erklärte allerdings nach dem Erscheinen des WSJ-Artikels, die Pläne für Anzeigen im WhatsApp-Status seien noch nicht endgültig gestorben…

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Online-Krankenschein (avis d’arret de travail) in der Kritik

Schon seit dem 7. Januar können sich Arbeitnehmer in Frankreich über das Serviceportal „arret maladie“ die in Frankreich gültige Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung „avis d’arret de travail“ online ausstellen lassen, falls sie ihren Hausarzt nicht erreichen können.

Der Service kostet 25 Euro und wird so häufig benutzt, dass er stundenweise besonders in den Morgenstunden überlastet war. Allerdings will der Zentralverband der französischen Krankenversicherer nun den Service per Eilklage schließen lassen.

Auch die französischen Ärzteverbände denken inzwischen über eine Klage gegen das angeblich „unseriöse“ Diagnoseverfahren nach. Eine ärztliche Diagnose sei keine Pizzabestellung, argumentieren die Mediziner.

Naja – vielleicht haben die französischen Weißkittel lange keine Pizza mehr bestellt oder aber sich lange nicht mehr krank schreiben lassen…

Nicht unbedingt ein gutes Omen für Deutschland, wo die digitale Krankschreibung aktuell auch schon vorbereitet wird.

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Chrome-Apps werden noch in diesem Jahr eingestellt

Google will den Support von Chrome-Apps in seinem Browser noch in diesem Jahr einstellen. Soeben hat das Entwicklerteam des Browsers im Chromium-Blog  den Plan für das endgültige Aus dieser Apps angekündigt.

Zwar konnten diese Apps mit Web-Techniken programmiert werden, brauchten dazu aber zusätzlich auch Zugriff auf viele APIs und liefen letztlich auch noch außerhalb des Browsers. Die Unterstützung für die 2013 eingeführte Technik soll den aktuellen Plänen nach schon in wenigen Monaten aus dem Browser entfernt werden.

In Zukunft wird Googles Chrome-Browser nur noch die sogenannten Web-Apps unterstützen.

Ab März auch keine neuen Chrome-Apps mehr im Webstore

Ab März 2020 sollen keine neuen Chrome-Apps mehr in den Webstore kommen. Im Juni 2020 wird der Support für Apps dieser Technologie komplett aus dem Chrome-Browser für Windows, Mac und Linux entfernt.

Die weitere Nutzung von Chrome-Apps ist nach diesem Zeitpunkt zwar noch mit Chrome-Enterprise oder dem Chrome-Education-Upgrade üner eine Richtlinie möglich, aber auch diese Rest-Unterstützung soll dann im Dezember 2020 ihr Ende finden.

Auch die APIs verschwinden

Im Juni 2021 werden auch die APIs für den Native Client (NaCl) und den Portable Native Client (PNaCl) sowie das PPAPI nicht mehr weiter unterstützt werden. Das PPAPI wird beispielsweise auch vom Flash-Player genutzt. Dann soll auch die Unterstützung für Chrome-Apps in Googles Betriebssystem ChromeOS eingestellt werden und der erweiterte Support im Juni 2022 enden.

Wer als Webworker seine Anwendungen auf Chrome-Apps gestützt hat, muss sich jetzt so langsam konkrete Gedanken für den Umbau solcher Anwendungen machen…

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