China: Internetzugang nur gegen Gesichtsscan

Um in China nach dem 1. Dezember 2019 noch einen Internetanschluss oder eine Telefonnummer zu bekommen, müssen die Menschen  dort ihren Ausweis vorlegen und mittels Gesichtserkennung ihre Identität bestätigen.

Damit will der Staat sicherstellen, dass Nutzer nur noch unter ihrem richtigen Namen Anschlüsse registrieren können.

Auch schon angemeldete Anschlüsse sollen von den Telefon- und Internetanbietern dann überprüft werden. Falls falsche Angaben gemacht wurden, sollen die Verträge beendet werden. Auch die Weitergabe von Telefonnummern verbietet die neue Regelung.

Damit weitet sich die Überwachung und Kontrolle im größten Überwachungsstaat der Welt noch weiter aus. Der nächste Schritt wäre dann ein implantierter ID-Chip für fast 1,5 Milliarden Chinesen…

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Exportstopp von Waffen in die Türkei ist Augenwischerei

Als viertes EU-Land nach den Niederlanden, Finnland und Deutschland hat nach dem Einmarsch der Türken in Syrien jetzt auch Frankreich Waffenlieferungen in die Türkei gestoppt. Auch Norwegen hat Waffenlieferungen nach Ankara eingestellt, berichten aktuell alle Medien.

Genaues Hinhören ist angebracht…

Schaut und hört man aber genauer hin, sind diese Aktionen die reinste Augenwischerei. Denn das französische Außen- und das Verteidigungsministerium teilte in einer gemeinsamen Erklärung mit, dass „alle neuen Exportprojekte mit Rüstungsgütern, die von der Türkei in Syrien eingesetzt werden könnten“, mit sofortiger Wirkung ausgesetzt würden.

Das Märchen vom Stop der Waffenlieferungen an Ankara

Und so ähnlich formulieren es unisono alle Fünf, die angeblich die Waffenlieferung an den islamistischen Diktator der Türkei, Recep Tayyip Erdohgan, gestoppt haben – auch Deutschland mit seinem rückgratlosen Außenminister Heiko Maas.

Pekunia non olet

Im Klartext heißt das nämlich: Bestellte und genehmigte Waffenlieferungen werden weiterhin ausgeliefert, so dass sich die türkischen Aggressoren keine Sorgen machen müssen, dass ihnen mitten in ihrem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf ihr Nachbarland Syrien Waffen oder Munition ausgehen könnten…

Und die Politiker der Staaten, die ihre Waffenlieferungen an den Agressor Türkei nur scheinbar eingestellt haben, können (natürlich guten Gewissens) weiter ihre Staatskassen mit dem Erlös der Kriegswaffen füllen.

Das Prinzip „Pekunia non olet (Geld stinkt nicht)“ hatte schon Kaiser Vespasian im alten Rom zur politischen Handlungsmaxime erhoben, als er seine kostenpflichtigen Pissoirs eröffnete….

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Gesundheits-App Ada leitet Daten an Tracker weiter

Die Gesundheitsapp Ada soll nach Angaben des Herstellers „allen Menschen Zugang zur personalisierten Medizin der Zukunft verschaffen“. Leider verschaffte die App nicht nur den Menschen Zugang zur personalisierten Medizin, sondern auch den Datendieben von Facebook und Amplitude zu den persönlichen Daten der Nutzer.

Sicherheitsforscher Mike Kuketz untersuchte das Datensendeverhalten der Android-App und stellte schon beim ersten Start von Ada umfangreiche Datenübertragungen fest. Nach der Anmeldung wurden dann sogar medizinische Daten der Nutzer an Trackingdienste weitergeleitet.

Die App kontaktierte schon Facebook und den Trackingdienst Amplitude, bevor der Benutzer überhaupt mit ihr interagiert hat, und bevor er den Datenschutzbestimmungen zugestimmt hat.

Übertragen werden dabei Daten wie die Android Werbe-ID, die es gestattet, den Benutzer über mehrere Apps hinweg wiederzuerkennen – und so auch dessen Daten damit in Verbindung zu bringen.

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Partner gehen Facebook-Währung Libra von der Fahne

Um das von Facebook mit großen Ambitionen gestartete Projekt einer hauseigenen Kryptowährung wird es ruhiger.

Nach Paypal haben sich jetzt auch eBay, Mastercard, Visa und Stripe wieder von der Digitalwährung verabschiedet.

Gestern gaben mit dem Onlinehändler eBay, den Kreditkartenfirmen Mastercard und Visa und dem Bezahldienst Stripe gleich vier große Teilnehmer ihren Ausstieg bekannt.

Paypal hatte schon vor einer Woche seine Teilnahme an dem in die Kritik geratenen Projekt abgesagt. 

Laut Medien soll es Bedenken angesichts des regulatorischen Widerstands gegen eine Kryptowährung von einem Privatunternehmen geben. Bei der Vorstellung von Libra im Sommer hatte das Gesichterbuch über zwei Dutzend namhafte Libra-Partner präsentiert.

Aber kurz vor einem für Montag geplanten Treffen der für die Verwaltung der Digitalwährung gegründeten Libra Association, bei dem die weitere Zusammenarbeit besprochen werden soll, sind jetzt weitere wichtige Partner abgesprungen – Libra dürfte jetzt schon wieder Geschichte sein…

Bild: Libra Association
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Foto: Gräber im Herbst

Der kleine jüdische Friedhof zwischen den Gärten an der Stever in Lüdinghausen ist nicht leicht zu finden. Besonders in den frühen Stunden des Tages zeigt sich in dem dunklen Bereich zwischen den Bäumen ein interessantes Spiel aus Licht und Schatten.

Foto: Klaus Ahrens, Smartphone Samsung S2, CC BY-SA 4.0

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E-Scooter hatten keine Chance

Erst wollten Politiker von gestern wie unser Scheuer-Andi – seines Zeichens Bundesverkehrsminister – ihre Innovationsbereitschaft bei den elektrischen Tretrollern zeigen. Schließlich gab und gibt es schon bei Maut, Bahn und Elektro-Autos nichts als Probleme.

Kaum war das (un-)passende Gesetz dazu im Schnellstverfahren beschlossen, musste der bayrische Technologie-Enthusiast feststellen, dass man für die Scooter nicht nur eine Betriebsgenehmigung, sondern auch Platz zum Fahren und Parken braucht, wenn man die Dinger nicht morgens in irgendeinem städtischen Gewässer wiederfinden möchte.

Der Hype schafft prekäre Arbeitsplätze für „Juicer“

In einer Hinsicht soll die Einführung ja funktioniert haben: Die Roller haben Arbeitsplätze geschaffen. Sogenannte „Juicer“ (Safter) sammeln für die großen Vermieter wie Lime in einigen Städten abends die Scooter ein, laden sie über Nacht auf und stellen sie früh morgens wieder an den wenigen ausgewiesenen Standorten auf – dummerweise für einen Hungerlohn als Pseudo-Selbstständige.

Es zeigt aber auch mal wieder überdeutlich: Wenn die heutige neoliberale Wirtschaft wirklich einmal Arbeitsplätze schafft, sind diese in aller Regel prekär und man kann nicht davon leben – die Leute werden einfach nur ausgebeutet.

Bild: Pixabay
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Erpressungstrojaner kommt über iTunes

Die Sicherheitsfirma Morphisec hat jetzt eine Zero-Day-Lücke in iTunes entdeckt. Das Unternehmen wurde während der Untersuchung eines Ransomware-Befalls bei einem Kunden aus der Automobilindustrie auf die Schwachstelle aufmerksam. Die Hintermänner der Erpressungssoftware BitPaymer hatten es geschafft, die Schwachstelle für ihre kriminellen Zwecke zu benutzen, bevor Apple das Loch stopfen konnte.

Ein Update schließt die Lücke

Inzwischen gibt es ein Update für iTunes für Windows und auch für die Windows-Version der iCloud-Anwendung, das die Anfälligkeit beseitigt. Der Fehler, durch den die Ransomware  auf den Rechner kommt, steckt in der Komponente, die den Netzwerkdienst Bonjour aktualisiert.

Die Sicherheitslücke erlaubte es, die Bonjour-Komponente zu starten und dann deren Ausführungspfad zu übernehmen und stattdessen für BitPaymer zu benutzen. Die Ransomware erhält dadurch zwar keine Administratorrechte, bleibt bei diesem Vorgang aber für lokale Antivirensoftware unsichtbar. Apple stellte in dieser Woche Patches bereit.

Vorsicht: Zombie-Infektionen sind möglich

Morphisec weist auch auf Zombie-Infektionen hin: Möglicherweise sind auch Windows-Nutzer betroffen, obwohl sie iCloud oder iTunes gar nicht mehr einsetzen. Beim  Deinstallieren der Anwendungen werde nämlich der Bonjour-Dienst nicht entfernt!

Auf davon betroffenen Systemen muss der Bonjour-Dienst manuell deinstalliert werden. Natürlich kann man alternativ auch iTunes oder iCloud für Windows erneut installieren, um automatisch auch den Bonjour-Dienst auf den neuesten Stand zu bekommen und so die Sicherheitslücke zu schließen.

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Adobe-Patchday: Zwei kritische Lücken geschlossen

Adobe hält seinen Patchday immer am selben Tag ab wie Microsoft, also an jedem 2. Dienstag im Monat. Auch im Oktober gab der Hersteller der proprietären Formate Flash und PDF Patches für den Adobe Flash Player heraus, die die aktuelle Version auf 31.0.0.122 anheben.

Mehr Informationen zu der Aktualisierung liegen nicht vor. Adobe spricht nur davon, dass das Update Funktions- und Leistungsfehler betrifft und kein Sicherheitsupdate enthält. Dennoch solltet ihr das Update installieren. Wie man den Flash Player aktualisiert, erfahren Sie in der verlinkten Anleitung.

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Microsoft testet Smartphone-App für Windows 10

Microsoft hat seine App „Ihr Smartphone“, die Android-Smartphones mit Windows 10 verknüpft, um eine Anruffunktion erweitert.

Klappt jetzt auch mit beliebigen Smartphones

Bisher funktionierte das aber nur mit Samsungs Galaxy Note 10. Wer am Windows Insider Program teilnimmt und das aktuelle Build 18999 des 20H1-Updates installiert hat, kann ab sofort auf seinem Desktop mit beliebigen anderen Android-Smartphones Anrufe entgegennehmen.

Die Funktion nennt sich „Calls“ und wurde auch schon beim Surface-Event Anfang des Monats gezeigt. Dabei nutzt die App Mikrofon und Lautsprecher eines PCs, um über ein verbunfenes Android-Smartphone zu telefonieren. Hereinkommende Anrufe werden auf dem Bildschirm signalisiert und lassen sich über die Benachrichtigung annehmen.

Außerdem kann man damit auch vom Desktop aus Anrufe starten, eingehende Telefonate mit vordefinierten Texten abweisen oder den Anrufverlauf auflisten. Einen weitergehenden Bericht dazu finden Sie bei ZDNet.

Bild: Microsoft
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Microsofts Oktober-Patchday

Wie immer am zweiten Dienstag des Monats hat Microsoft Patches für seine Software verteilt. Schwerpunkt waren im Oktober Windows und die beiden Browser Edge und Internet Explorer.

Außerdem gab es auch Sicherheitsupdates für Dynamics 365, ChakraCore, SQL Server Management Studio, den Update-Assistenten und füt verschiedene Open-Source-Software.

Insgesamt hat Microsoft in seiner Software 59 Sicherheitslücken geschlossen. Die Benutzer sollten sicherstellen, dass die für ihr Betriebssystem beziehungsweise die von ihnen verwendete Software verfügbaren Aktualisierungen zügig installiert werden. Das geschieht in der Regel automatisch über Windows Update.

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