Keine Mac-Updates mehr für Fortnite

Der Spielehersteller Epic Games warnt seine Kunden und Nutzer davor, dass das aktuelle Spiel Fortnite: Save the World durch den Hersteller auf Apple-Macs wegen der Auseinandersetzung zwischen Epic und Apple genau wie schon auf iPhones und iPads von Apple nicht mehr gepflegt und angeboten werden kann.

Im Zuge dieses Streits hatte Apple Epic Games aus seinem App-Entwicklerprogramm geworfen. Und das wiederum führt jetzt dazu, dass Epic keine Spiele oder Updates mehr für die Apple-Plattform signieren kann.

„Insbesondere wird unsere kommende Version 14.20 Fehler für Spieler in Version 13.40 verursachen, was zu einer sehr schlechten Spiele-Erfahrung führt. Da wir ab dem 23. September 2020 keine Updates und Release-Fixes für diese Probleme mehr signieren können, kann Fortnite Save the World unter MacOS nicht mehr gespielt werden“, kündigte Epic Games dazu jetzt an.

Käufern des Spiels, die Starter Packs oder Upgrades gekauft und das Spiel Fortnite: Save the World zwischen dem 17. September 2019 und dem 17. September 2020 unter MacOS gespielt haben, will Epic Games eine Rückerstattung anbieten.

Auf den anderen Plattformen ist das Spiel mit allen Updates weiterhin verfügbar. Der Vorgänger Fortnite: Battle Royale kann zwar weiterhin unter MacOS gespielt werden, aber auch dieses Spiel von Epic Games kann jetzt keine weiteren Updates mehr bekommen.

Veröffentlicht unter Internet, Mobilgeräte, News, Programmierung, Recht, Soziales, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Sicherheitsupdates für Drupal-Webseiten

Wer das Content Management System (CMS) Drupal einsetzt, sollten diesen Seitenbaukasten jetzt auf den aktuellen Stand bringen. Die Entwickler haben gerade abgesicherte Versionen veröffentlicht, mit denen sie einige Schwachstellen geschlossen haben.

Die gefährlichste davon ist wohl die als „kritisch“ eingestufte refected XSS-Lücke (CVE-2020-13668). Wenn darüber ein erfolgreicher Angriff durchgeführt wird, könnten die Angreifer Skripte mit Schadcode auf den verwundbaren Internetseiten zurücklassen, der beim Aufruf einer Seite durch Besucher im Browser ausgeführt wird.

Version 8 und 9 sind betroffen

Diese Schwachstelle steckt in den Drupal-Hauptversionen 8 und 9. Mit den jetzt veröffentlichten Versionen 8.8.108.9.6 und 9.0.6 haben die Entwickler diese Sicherheitslücke dicht gemacht. Für Versionen älter als 8.8.x ist der Support inzwischen ausgelaufen, so dass es keine Sicherheitsupdates mehr gibt .

Die weiteren geschlossenen Sicherheitslücken wurden als „moderat kritisch“ eingestuft. An diesen Schwachstellen könnten Angreifer für weitere XSS-Attacken ansetzen, den Zugangsschutz umgehen oder auch Daten leaken.

Informationen zu den weiteren geschlossenen Schwachstellen finden Sie in Drupals Security Advisories. Hier die Links dazu nach absteigendem Bedrohungsgrad sortiert:

Veröffentlicht unter Browser, Internet, News, Programmierung, Seitenerstellung, Sicherheit, Tipps und Tricks | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die Routerfreiheit gilt auch für FTTH

Die Routerfreiheit sorgt dafür, dass die Wanddose der Abschlusspunkt des Netzes ist. So hat es die Projektgruppe des Ausschusses technische Regulierung in der Telekommunikation (ATRT) der Bundesnetzagentur in einem soeben veröffentlichten Praxisleitfaden bestätigt.

„In Festnetzen ist der Netzabschlusspunkt an der Anschlussdose in den Räumlichkeiten des Endnutzers für alle Technologien, also auch für FTTH (Fiber to the Home = Glasfaser bis ins Haus), zu verorten“.

Schon am 1. August 2016 war der Routerzwang hier in Deutschland per Gesetz abgeschafft worden, womit festgelegt war, dass die Macht des Netzbetreibers für den Internetzugang an einem passiven Übergabepunkt beim Kunden endet.

Der Routerzwang wurde simpel und einfach durch Geheimhaltung der Zugangsdaten erreicht, was insbesondere im Kabelnetz gängige Praxis war.

Veröffentlicht unter Internet, News, Politik, Recht, Soziales, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Von der Leyen und die Algorithmen Künstlicher Intelligenzen

Gestern kräuselten sich mir fast die Fußnägel, als die deutsche EU-Komissionspräsidentin Ursula von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union die Bedeutung der Künstlichen Intelligenz (KI) für die digitale Entwicklung in Europa hervorhob.

Flinten-Uschi über die Regulierung von Algorithmen 😉

Zugleich betonte die in ihrem vorherigen Job als Bundesverteidigungsministerin auch als „Flinten-Uschi“ bekannt gewordene CDU-Politikerin, dass eine Regulierung nötig sei. „Algorithmen dürfen keine Black Box sein, und es muss klare Regeln geben für den Fall, dass etwas schiefgeht“, unterstrich von der Leyen gestern.

Mit dieser Frau ist es wie mit ihrer früheren Chefin Angela Merkel: Das Internet ist für beide bekannterweise Neuland – und erst recht die dort benutzten Werkzeuge und Methoden.

Dass die Macht der irreführend als „Künstliche Intelligenzen“ bezeichneten KIs gar nicht in Form von Algorithmen existiert, sondern nur durch das maschinelle Lernen (deep learning) erzeugt wird, scheint der Chefin der EU-Kommission wohl irgendwie entgangen zu sein.

Die Macht von KIs basiert nicht auf Algorithmen

Diese KI-Systeme lernen dabei durch die massenweise automatische Auswertung von Daten, beispielsweise Fotos oder Texten, selbstständig eine dedizierte Aufgabe zu erfüllen.

Wie aber diese Entscheidung im Einzelfall zum Beispiel bei Fragen wie Kinderporno oder Familienfoto oder aber Hetzartikel oder legale Meinungsäußerung zustande kommt, kann man weder bei korrektem noch bei falschem Ergebnis letztlich nachvollziehen.

Schließlich sind KIs grundsätzlich Black Boxen und erzeugen auch keine Algorithmen, sondern nur einfache und häufig auch falsche Einzelentscheidungen, und zwar nicht auf Basis von Algorithmen, sondern auf der Grundlage von massenhaft in diese Systeme eingefütterten Daten – und zwar ironischerweise auch noch unseren eigenen Daten!

Bild: Pixabay
Veröffentlicht unter Allgemeines, Internet, Kommentar, News, Politik, Programmierung, Sicherheit, Soziales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Foto: Die letzte Königskerze in Blüte

Auch die Saison der Königskerzen (Verbascum), die im Garten mit ihren auffälligen gelben Blütenständen alle Blicke auf sich ziehen, geht jetzt im Herbst zu Ende.

Die alte Heilpflanze soll bei Erkältungen gut wirksam sein. Sie ist auch unter Namen wie Donner- und Blitzkerze, Himmelsbrand, Kunkel, Unholdskerze, Wetterkerze, Winterblom, Wollblume oder Wollkraut bekannt.

Nur Dynamitfischen ist effizienter

Hippokrates empfahl das Gewächs für die Wundheilung, Hildegard von Bingen gegen Erkältungen (Schleimlösung) und der findige Aristoteles betäubte mit dem in ein Gewässer gestreuten Samen der Königskerze die Fische, was deren Fang deutlich erleichterte – nur das Fischen mit Dynamit ist effizienter – aber das war ja in der Antike noch nicht erfunden…

Dieses Foto aus dem letzten Spätsommer ist übrigens das letzte, das ich von Martin kurz vor seinem Tod zur Veröffentlichung bekommen habe.

Foto: Dr. Martin Merz, Canon EOS 600D, CC BY-SA 4.0

Veröffentlicht unter Allgemeines, Fotografie, Lokales, Seitenerstellung, Soziales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

IBMs Roadmap für Quantencomputer

Soeben hat der Laden, für den ich vor 50 Jahren als Service-Ingenieur „/3“-Systeme gewartet habe, die IBM, ihre Roadmap für die Entwicklung von Quantencomputern veröffentlicht.

Vom aktuellen Quantenprozessor „Hummingbird“ mit 65 Qubits soll die Anzahl der Qubits kontinuierlich über 127 im kommenden Jahr mit dem „Eagle“ und 433 Qubits 2022 mit dem „Osprey“ bis zum Jahr 2023 auf 1121 Qubits in dem Quantenprozessor „Condor“ steigen.

Dabei ist ein Qubit ein manipulierbares Quantensystem mit zwei sich überlagernden Zuständen. Die Anzahl der Qubits gilt als Indikator für die Leistungsfähigkeit eines Quantencomputers.

IBM geht davon aus, dass sich ab etwa 1000 Qubits viele Probleme auf einem Quantencomputer deutlich effizienter lösen lassen als auf den leistungsstärksten Supercomputern – damit wäre dann die Quantenüberlegenheit (quantum supremacy) erreicht.

Das kann man aber auch anders sehen: Konkurrent Google nimmt beispielsweise für sich in Anspruch, die Quantenüberlegenheit schon jetzt mit 53 Qubits erreicht zu haben, weil ein sehr spezielles Problem, an dem ein traditioneller Supercomputer 10.000 Jahre rechnen würde, von Googles Quantencomputer in Sekunden gelöst werden konnte – ein ziemlicher Bullshit!  IBM hat dem allerdings auch deutlich widersprochen.

Kühlung mit „Goldeneye“

Um eine so große Zahl an Qubits physikalisch realisieren zu können, haben die IBM-Forscher einen Verdünnungskryostaten entwickelt, mit dem sich große, komplexe quantenmechanische Systeme auf Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt herunterkühlen lassen.

Der Quantenkühlschrank „Goldeneye“ soll leistungsfähiger sein als jeder aktuell kommerziell verfügbare Verdünnungskryostat und den Weg zu Quantencomputern eröffnen, die mit Millionen Qubits arbeiten könnten. Der große Bruder ist also schon auf dem Weg in die Welt…

Bild: IBM
Veröffentlicht unter Allgemeines, Kommentar, News, Programmierung, Wissenschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Der 25. Sonnenzyklus hat begonnen

Die Aktivität unserer Sonne durchläuft einen etwa 11-jährigen Zyklus. Der gerade mit einem Minimum begonnene 25. Sonnenzyklus wird genau wie sein Vorläufer einer der eher schwächeren seit Beginn der systematischen Beobachtungen im Jahr 1749.

Vor einigen Jahrzehnten machten sich eigentlich nur Exoten wie beispielsweise Amateurfunker Gedanken um das Sonnenfleckenmaximum, weil das die Funkreichweite auf höheren Frequenzen durch die erhöhte Ionisierung der Atmosphäre deutlich verbessern kann.

Heute verschärft die fortwährende Technisierung (Satelliten, GPS, Strom- und Datennetze u.s.w.) die Auswirkungen der massiven Teilchen- und Strahlungsausbrüche in Zeiten eines Maximums. „Im schlimmsten Fall können dadurch technische Systeme wie etwa Satelliten ausfallen oder Astronauten zu Schaden kommen“, schreibt dazu das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. Der gerade begonnene 25. Sonnenzyklus mache den Wissenschaftlern diesbezüglich aber kaum Sorgen.

Bild: NASA
Veröffentlicht unter Allgemeines, News, Sicherheit, Wissenschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Apple Watch Series 6 vorgestellt

Gestern Abend hat Apple die Series 6 der Apple Watch beim Apple-Event vorgestellt. Dazu gibt es auch  ein neues, preisgünstigeres Einstiegsmodell mit dem Namen „Apple Watch SE“.

Generell hat sich das Design der Uhr nicht geändert. Die Smartwatch aus dem Hause Apple kommt weiter in ihrer eckigen Form, und auch die Seitenlängen bleiben mit 40 Millimetern bei der kleinen und 44 mm bei der größeren Version. Die Series 6 gibt es auch in einer blauen und einer roten Variante.

Kann jetzt auch Sauerstoffsättigung messen

Als größte Neuerung der Series 6 gilt die Fähigkeit zur Messung der Sauerstoffsättigung des Blutes. Diese Messung geschieht über einen neuen Sensor, der mit rotem und infrarotem Licht arbeitet. Die Messung soll ungefähr 15 Sekunden dauern und kann bei Inaktivität auch im Hintergrund ablaufen.

Laut Apple ermöglicht der Wert einen Einblick in das „allgemeine Befinden“des Trägers. In einigen Studien will Apple jetzt erforschen, welche darauf aufbauenden Gesundsheitsanwendungen in Zukunft möglich sind.

Die Preise der neuen Uhren

Der Preis für die GPS-Variante der Apple Watch SE in Deutschland beginnen bei 291 Euro. Die Mobilfunkausführung gibt es ab 340 Euro.

Das große Modell der Series 6 wird in Deutschland 418 Euro angeboten, die Mobilfunkversion ab 515 Euro. Beide Uhren sollen übermorgen in den Handel kommen.

Ärgerlich ist, dass den neuen Apple-Watches kein USB-Netzteil mehr beiliegt. Angeblich soll das dabei helfen, Umweltziele zu erreichen, sagt das Unternehmen. Zum Lieferumfang gehört aber ein einen Meter langes Ladekabel.

Veröffentlicht unter Mobilgeräte, News, Soziales, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Kabel: Wird der Zwangsanschluss abgeschafft?

Auch der Streamingdienst Waipu TV nennt die Abrechnung des Kabelnetzzugangs über die Nebenkosten des Vermieters eine Innovationsbremse.

Waipu-Chef wettert gegen das „Nebenkostenprivileg“ der Kabelanbieter

Für den Betreiber des Internetfernseh(IPTV)-Dienstes Waipu TV ist die Abrechnung des Kabelnetzzugangs über die Nebenkosten des Vermieters der Grund dafür, dass die betroffenen Mieter gezwungen werden, für ein „veraltetes TV-Produkt völlig überhöhte Preise zu zahlen“.

So deutlich sagte das der Chef des IPTV-Anbieters Waipu TV, Christoph Bellmer, bei einem Interview mit Golem. „Das Nebenkostenprivileg ist ein Relikt aus den 80er Jahren. Damals vielleicht sinnvoll – heute jedenfalls fungiert es als Innovationsbremse und sorgt nur noch für immense, risikolose Gewinne der Kabelunternehmen“, unterstrich Bellmer. Dadurch finde auf dem Kabel auch de facto kaum Wettbewerb statt.

Durch das „Nebenkostenregime“ gingen die Gewinne der Kabelunternehmen zu Lasten der Mieter. Die mangelnde technische und kostenbedingte Flexibilität der meisten dieser TV-Produkte gehe „vollkommen an der Realität der mittlerweile an Netflix und Spotify gewöhnten Nutzer vorbei“, ließ sich Bellmer weiter zur Abschaffung des Nebenkostenprivilegs aus, das den Mietern endlich den „Zugang zu preiswerteren und moderneren Produkten“ bringe.

Jeder dritte Kabel-Zwangsbeglückte zahlt zusätzlich für andere Angebote

Durch eine Befragung der Waipu-Nutzer mit Kabelanschluss kam heraus, dass 35 Prozent parallel noch einen Kabelanschluss nutzen und dafür nach ihren eigenen Angaben 11 bis 20 Euro im Monat bezahlen.

Diese Parallelnutzung erfolge zum größten Teil, weil der Kabelanschluss nicht gekündigt werden könne, weil der Hausanschluss in den Nebenkosten enthalten und unkündbar sei, machte Bellmer deutlich. In anderen Fällen würden die Fristen der Kabelanbieter eine Kündigung erst zu einem späteren Zeitpunkt zulassen.

Widerspruch von den legalen Raubrittern am Kabelanschluss

Die Abschaffung der Abrechnung des Zwangs-Kabelnetzzugangs über die Nebenkostenabrechnung des Vermieters führe dazu, dass über zwölf Millionen Haushalte in Zukunft Einzelverträge abschließen müssten, argumentierte der Kabelnetzbetreiberverband Anga sofort dagegen. Dabei müssten die Mieter angeblich mit Mehrkosten von bis zu über 100 Prozent rechnen.

Veröffentlicht unter Internet, News, Politik, Recht, Soziales, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Nvidia hat ARM für 40 Milliarden gekauft

Der Verkauf ist jetzt perfekt: Nvidia hat inzwischen bestätigt, dass es ARM Limited für 40 Milliarden Dollar von der SoftBank Group gekauft hat. Der Firmensitz von ARM soll dabei in Großbritannien verbleiben.

Nach den offiziellen Angaben wird Nvidia für die Übernahme von ARM 12 Milliarden Dollar in bar und 21,5 Milliarden Dollar in Nvidia-Aktien an die SoftBank Group zahlen, von denen 5 Milliarden Dollar erfolgsabhängig unter einer Earn-out-Klausel platziert werden. Die IoT Services von ARM kauft Nvidia im Rahmen dieses Deals nicht.

Veröffentlicht unter Internet, Mobilgeräte, News, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar