BMW lässt am Berg keine Updates zu

Die Benutzerin eines BMW i4 bekam die eher lustige Fehlermeldung, ihr Parkplatz sei zu steil für ein Update der Bordsoftware.

Eine Frau bekam auf dem Bildschirm ihres BMW-i4 die Meldung angezeigt, die Abstellfläche ihres Autos sei “zu steil“, um an diesem Ort ein Over-the-Air-Softwareupgrade durchzuführen.

Wie dann The Drive auf den Tweet der i4-Fahrerin hin herausfand, ist es nicht möglich, die Software eines i4 aus der Ferne zu aktualisieren, wenn das Auto nicht auf ganz ebenem Grund geparkt ist. Anstatt Fahrern die Möglichkeit zu geben, trotzdem fortzufahren, wartet die Software, bis das Auto auf einer ebeneren Fläche steht.

Im Grunde nicht nötig

Allerdings gibt es bei BMW keinen echten technischen Grund, warum das Auto diese Aufgabe an einer Steigung nicht erfüllt. “Das Fahrzeug verfügt über alle möglichen Sensoren (Neigung, Gieren, Quer- und Längsbeschleunigung und -verzögerung, usw.), die es ihm ermöglichen, sich zu orientieren, so dass es weiß, wann es sich an einer Steigung befindet“, teilte BMW The Drive mit.

Vielleicht eine Sicherheitsvorkehrung?

Nach Einschätzung von The Drive handelt es sich wahrscheinlich um eine Sicherheitsvorkehrung, um zu verhindern, dass sich das Fahrzeug bewegt, falls die Programmierung unterbrochen wird oder ein Fehler auftritt.

Das Over-the-Air-Software-Update des BMW i4 soll es dem Besitzer ja eigentlich ermöglichen, sein Auto auf dem aktuellen Stand zu halten, ohne es in eine Werkstatt bringen zu müssen…

Bild: Twitter
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Praxis: Der Überwachungskapitalismus in New York aktuell

Für mich ist Shoshana Zuboff, eine Harvard-Professorin aus den USA, in Sachen Kapitalismus der kompetenteste Vertreter der Kritiker unserer Gesellschaft in Sachen Wirtschaft, wozu sicherlich auch ihr Buch “Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus” beigetragen hat. 

Das Buch hat mir übrigens 2020 Rieke vom Webwork-Magazin geschenkt, für die ich gelegentlich auch Artikel aus dem Bereich Wirtschaft schreibe…

Die Betreiber der bekannten Mehrzweckhalle Madison Square Garden (MSG) in New York benutzen seit 2018 eine Gesichtserkennungs-Software, welche alle Personen erfasst, die die Halle betreten wollen. In den letzten drei Monaten haben mehrere Anwaltsfirmen gegen die Praxis Prozesse angestrebt, die auch unangenehme Folgen für die Mitarbeiter hatten.

 MSG-Gesichtserkennungs-Software weist unliebsame Besucher ab

Die Angestellten von Anwaltsfirmen, die an Prozessen gegen die Betreiberfirma Madison Square Garden Entertainment Corporation beteiligt sind, wueden systematisch am Eingang zurückgewiesen, auch wenn sie gültige Tickets hatten. An anderen Veranstaltungsorten derselben Betreiberfirma lief genauso – darunter berühmte Hallen wie die Radio City Music Hall oder das Beacon Theatre.

“Ein Mann in einem Anzug hat mich angehalten und gefragt: Bist du Alexis Majano? Der Manager will mit dir sprechen”, erzählte zu. Beispiel Anwalt Majano der New York Post.

Er habe sich ein Basketballspiel der New York Knicks anschauen gehen wollen, sei dann aber nicht in den Madison Square Garden hereingelassen worden. Dabei arbeite er zwar auch bei einer Anwaltsfirma, die an Prozessen im Zusammenhang mit dem Madison Square Garden beteiligt sei – er persönlich sei damit aber nicht beschäftigt.

Justiz und Datenschützer kritisieren Vorgehen des MSG

“Das ist nur ein Beispiel, wie Gesichtserkennungs-Software verwendet werden kann, um die Rechte einzelner zu verletzen”, sagte laut Gizmodo auch Evan Greer von der NPO Fight for the Future, die sich für die Einhaltung digitaler Rechte einsetzt.

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Auch Paypal streicht jetzt 2.000 Jobs

Beim Stellenabbau der US-Internetbranche fällt der nächste Stein jetzt bei PayPal. Nach einem krassen Wertverlust im abgelaufenen Jahr sollen jetzt 2.000 Mitarbeiter gehen.

Der Online-Bezahldienst PayPal will wegen des schwierigen Wirtschaftsumfelds jetzt auch sieben Prozent seiner Beschäftigten loswerden – das sind rund 2.000 Mitarbeiter. So teilte es das Unternehmen mit Sitz in San José mit. Vorstandschef Dan Schulman begründet die Stellenstreichungen als Sparmaßnahmen.

PayPal habe in den letzten Jahren große Fortschritte dabei gemacht, die Kosten zu senken, müsse aber noch mehr tun, sagt Schulman. Viele Unternehmen der Tech-Branche wie die Facebook-Mutter Meta, Amazon, Twitter, Salesforce und der Google-Konzern Alphabet – beschlossen in den vergangenen Wochen und Monaten größere Kündigungsrunden für insgesamt Zehntausende von Mitarbeitern.

Der CEO von Paypal, Dan Schulman, hat in einer Mitteilung bekannt gegeben, dass der Zahlungsdienstleister rund 2.000 Mitarbeiter entlassen werde. Dies entspricht laut Schulman etwa sieben Prozent des gesamten Personals. Diese Entlassungen sollen einige Unternehmensbereiche härter treffen als andere, aber genauere Angaben machte Schulman dazu nicht.

Schulman will den Jobabbau in den kommenden Wochen durchführen. Die entlassenen Mitarbeiter sollen “großzügige Abfindungen” und, falls notwendig, Beratung und weitere Hilfen erhalten.

Der Pandemie-Boom ist endgültig vorbei

Paypal stellte wie andere Tech-Unternehmen während der Coronapandemie zahlreiche neue Mitarbeiter ein, weil vor allem das Geschäft durch den Onlinehandel boomte.

Inzwischen gibt es keine Lockdowns mehr, weshalb sich das Onlinegeschäft normalisiert hat. Hinzu kommt die weltweite Rezession, die durch Russlands Angriffskrieg in der Ukraine und die dadurch angespannte weltpolitische Situation verstärkt wurde.

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Heute ist wieder der “Ändere-Dein-Passwort-Tag”

Auch in diesem Jahr ist der “Ändere-Dein-Passwort-Tag” am heutiigen 1. Februar eine angeblich wichtige Angelegenheit – es geht dabei um Ihr Passwort!

An diesem Tag versucht auch wirklich jedermann im Internet, Ihnen die Sicherheit Ihres Email-Postfachs, Ihrer Social-Media-Accounts und sonstiger Online-Konten wegen möglicherweise mangelnder Stärke Ihres Passworts madig zu machen.

An jeder mehr oder weniger windigen Ecke im )nternet liest man in diesen Tagen, dass Hacker mit Passwörtern. die nicht den aktuellen Mindestanforderungen entsprechen, leichtes Spiel haben. Und ein geknacktes Postfach kann ja  leider zu einem wahren Albtraum werden. Muss aber nicht – denn das passiert nur noch recht selten…

Damit Ihnen das nicht den Tag vdfdurbt  und Sie nachts beruhigt schlafen können, macht der “Ändere-Dein-Passwort-Tag” genau auf diese Thematik aufmerksam. Seit über einem Jahrzehnt ist dieser Tag nun schon ein mehr oder weniger sinnvoller Reminder.

Dabei geht es nicht darum, dass Sie jedes Jahr Ihr Passwort ändern müssen – sondern lediglich überprüfen sollten, ob es denn die Mindeststandards erfüllt. Tut es dies, ist keine Änderung notwendig.Ob wie hier im Arbeitsalltag oder privat: Täglich nutzen wir Passwörter für verschiedene Dienste.

Woher kommt dieser “Ändere-Dein-Passwort-Tag”?

Initiiert wurde der Ändere-Dein-Passwort-Tag bzw. Change Your Password Day im Jahr 2012 durch den Gadget-Blog Gizmodo. Der Grund: Durch einen Hackerangriff auf einen US-amerikanischen Online-Shop mussten damals Millionen von Online-Konten zurückgesetzt werden.

Gizmodo rief mithilfe des Ändere-Dein-Passwort-Tag dazu auf, sichere Passwörter zu nutzen und diese auch regelmäßig zu ändern. Letztere Empfehlung gilt heute allerdings als eindeutig überholt (lesen Sie dazu mehr in unserem Experten-Interview: Sicheres Passwort: Mythen, Fakten & Tipps). Mehr Infos zu dem Thema finden Sie hier. Am besten bilden Sie sich Ihre eigene Meinung zu diesem Themenkreis..

Foto: Pixabay
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Neue Telefonnummer Klaus Ahrens: 0159 061 58 645

So mancher meiner Freunde wird sich schon gefragt haben: „Kommt Klaus jetzt nochmal zurück?“ Dies ist nun mein erster Blogartikel im Internet nach meinem Umzug vom Krankenhaus in Dülmen in das Pflegeheim am Museum in Hamm – und sollte die Frage beantworten!

Das Foto zu diesem Artikel machte mein Freund Thomas Peuter (TCP) aus Lüdinghausen im Jahr 2004 vor dem Rijksmuseum in Amsterdam. Thomas war Künstler, malte lustige Comics und ist leider im vorigen Jahr verstorben. TCP machte denselben Fehler wie ich: er rauchte zu viel Tabak und machte so seine Lunge arbeitsunfähig. In Neudeutsch nennt man das COPD (oder übersetzt: „Chronisch obstruktive Lungenkrankheit.“).

Wegen des etwas aus dem Plan gelaufenen Umzugs erst einmal die wichtigste neue Informaiion: Über meine neue Telefonnummer 0159 061 58 645 bin ich wieder erreichbar!

Klaus Ahrens

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Neu bei Whatsapp: Status als Sprachaufnahme

Betatester von Whatsapp können schon jetzt eine neue Möglichkeit ausprobieren, ihren Status mitzuteilen – nämlich mit einer Sprachnachricht.

In der neuesten Betaversion von Whatsapp (ab Version 2.23.2.8) führt der Meta-Konzern (früher nur Facebook) eine ganz neue Möglichkeit ein, anderen Benutzern seinen eigenen Status mitzuteilen.

Statusausgabe als Sprachaufzeichnung

Anstatt wie bisher mit einem Text, Foto oder Video können die Nutzer künftig auch eine Sprachaufzeichnung als Status benutzen, weiss  und berichtet WABetainfo.

Für diese Statusmittelung per Sprachnachricht muss man im Statusmenü den Text-Button unten rechts anklicken. In dem sich daraufhin öffnenden Textfeld finden Benutzer, bei denen diese Funktion freigeschaltet ist, einen Aufnahmebutton.

Bei einem Smartphone mit der installierten Betaversion von Whatsapp lässt sich der Sprachaufnahme-Status schon verwenden, auf einem anderen Gerät mit der Whatsapp- Standardversion aber noch nicht.

Die Sprachaufnahmen selbst können maximal 30 Sekunden lang sein und werden wie auch schon die bisherigen Statusmitteilungen nach 24 Stunden automatisch gelöscht. Die Benutzer können die eigenen Aufnahmen natürlich auch schon vorher löschen.

Nutzer mit Standardversion können die Nachrichten noch nicht abspielen

Dummerweise können die Sprach-Statusmitteilungen nur von anderen Nutzern angehört werden, bei denen die Funktion auch freigeschaltet wurde und welche die Betaversion von Whatsapp verwenden. Wird die normale Version genutzt, erscheint nur ein Hinweis, dass die eigene App aktualisiert werden muss – selbst, wenn gerade die aktuelle Standardversion von Whatsapp installiert ist – hier muss also noch etwas gearbeitet werden

Schon früher wurden neue Funktionen von Whatsapp in den Wochen nach deren Veröffentlichung in der Betaversion auch an die Nutzer der normalen Version der App verteilt, was auch diesmal nicht anders sein dürfte. Eine Ankündigung vom Hersteller, wann die Sprach-Statusmitteilungen für alle verfügbar sein werden, gibt es allerdings noch nicht. Auch scheinen aktuell noch nicht alle Betatester Zugriff auf die neue Funktion haben.

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Satellitennetz Starlink wird langsamer

Starlink schießt zwar immer mehr Satelliten ins All, aber die Download-Geschwindigkeit von Elon Musks Satellitennetzwerk sinkt. Die reine Anzahl an Satelliten kann daran kaum etwas ändern.

Sinkende Downloadraten: Opfer des eigenen Erfolges

Aktuell steht Elon Musk zwar schon wegen ganz anderer Dinge in den Schlagzeilen, aber auch über seinem Internetdienst Starlink ziehen sich dunkle Wolken zusammen. Im Grunde wird der Superunternehmer und auch bis vor Kurzem reichste Mensch der Welt quasi Opfer seines eigenen Erfolgs, denn in den USA und Kanada surfen inzwischen so viele Kunden über Starlink-Satelliten im Internet, dass die durchschnittliche Download-Geschwindigkeit sinkt.

Das Gleiche passiert auch überall woanders in der Welt – auch in Deutschland. Klar war schon immer, dass Starlink auch in Zukunft kein Highspeed für die Massen bieten wird.

Bei steigender Nutzung immer weiter sinkende Geschwindigkeit

Denn die zur Verfügung stehende Bandbreite wird wie auch in einer Mobilfunkzelle oder im Kabelnetz unter den vorhandenen Nutzern aufgeteilt. Deswegen erhalten Kunden nur Bis-zu-Datenraten. Denn wenn zu viele Benutzer auf die vorhandene Bandbreite zugreifen, sinkt die Übertragungsgeschwindigkeit für den Einzelnen immer weiter ab.

Mittlere Download-Rate sinkt – auch in Deutschland

In den USA lag die mittlere Download-Geschwindigkeit im zweiten Quartal 2022 nur noch bei etwas über 62 MBit/s, wie Speedtests des Marktanalysten Ookla ergaben. Anfang des Jahres hatte sie noch mehr als 90 MBit/s betragen. In Kanada verzeichnet Ookla einen ähnlichen Rückgang.

Das gleiche Bild in Deutschland: Ende 2021 ermittelte Ookla hierzulande eine mittlere Download-Geschwindigkeit von 115,58 MBit/s. Der Upload lag bei 15,17 MBit/s und die Latenz bei 47 ms. Zum Vergleich: Laut Ookla betrug seinerzeit die durchschnittliche Download-Geschwindigkeit im deutschen Festnetz 65,86 MBit/s (Upload: 22,4 MBit/s, Latenz 14 ms).

Anfang 2022 sank die Download-Geschwindigkeit von Starlink erst auf 114,52 MBit/s und im dritten Quartal 2022 unterschritt sie mit nur noch 94,68 MBit/s die 100-MBit-Schwelle. Immerhin: Upload-Geschwindigkeit und Latenz sind relativ stabil.

Fair Use Policy soll Netz vor Überlastung schützen

Inzwischen hat Starlink für seeine Kunden in den USA und Kanada eine Fair Use Policy erlassen. Dort wird Nutzern die Übertragungsrate gedrosselt, wenn sie im Monat mehr als 1 TB an Datenvolumen verbrauchen. Darüber hinaus könnte Starlink die Datenübertragung priorisieren, so dass die Daten der gefürchteten Heavy User in der Warteschlange weiter nach hinten rutschen.

Dabei berücksichtigt Starlink besonders das Datenaufkommen zwischen 7:00 und 23:00 Uhr. Wird die Grenze überschritten, kann es zu “langsameren Geschwindigkeiten und geringerer Leistung” kommen, was letztendlich zu einer “Beeinträchtigung oder Nichtverfügbarkeit bestimmter Dienste oder Anwendungen Dritter” führen kann. Vor allem Videostreaming sei davon betroffen, schreibt der Betreiber des Satellitennetzes.

Auch für Deutschland gibt es schon eine Fair Use Policy, die bisher aber keine Datenvolumenbegrenzung oder sonstige Beeinträchtigungen für Heavy User vorsieht. Allerdings behält sich Starlink vor, “Netzwerküberlastungen bei den Diensten vorzubeugen oder zu mindern, einschließlich der Reduzierung von Geschwindigkeiten für einige oder sämtliche Nutzer”.

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Vom Tintenstrahl- zum Tintentankdrucker

Wer sich einen neuen Drucker brauchte, hatte bisher die Wahl zwischen der Laser- und der Tintenstrahltechnologie. Letztgenannte kommt inzwischen nicht mehr nur in Tintenstrahldruckern, sondern auch in sogenannten Tintentankdruckern zum Einsatz, die deutliche Vorteile bei Effizienz und Emissionen aufweisen.

Höhere Energieeffizienz und niedrigere CO2-Emissionen

Ob höhere Energieeffizienz oder niedrigere CO2-Emissionen: Die Tintenstrahltechnologie bietet im Vergleich mit der Lasertechnologie entscheidende Vorteile, zeigt eine aktuelle Studie von Dr. Tim Forman von der Cambridge University hervorgeht, die im Auftrag von Epson durchgeführt wurde.

Die Einsparungen sind deutlich

Dem Papier nach können Unternehmen 1,3 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr einsparen, wenn sie von der Laser- auf die Tintenstrahltechnologie wechseln. Abhängig von Druckertyp und Nutzungsmustern sei es mit der Tintenstrahltechnologie außerdem noch möglich, bis zu 90 Prozent energieeffizienter zu drucken.

Tintentankdrucker bringen enorme Kostenersparnis

Ganz besonders für Vieldrucker haben die Tintenstrahldrucker mit Patronen allerdings auch einen großen Nachteil: die Folgekosten:

Obwohl die Anschaffung der Geräte an sich zwar preiswert erscheint, kann der laufende Druckbetrieb recht hohe Kosten verursachen, was vor allem daran liegt, dass sich Firmen mit höherem Druckaufkommen sehr häufig mit relativ teuren Tintenpatronen versorgen müssen.

Und gerade in diesem Bereich schaffen die Tintentankdrucker Abhilfe, die ja auch auf die Tintenstrahltechnologie setzen. Die Studie von Dr. Tim Forman bescheinigt den Tintentankdruckern deshalb auch „langfristige finanzielle Einsparungen“.

Tintentankdrucker: Alle Vorteile auf einen Blick

Im Gegensatz zu Tintenstrahldruckern funktionieren die seit dem letzten Jahr stark beworbenen Tintentankdrucker mit Tintenflaschen, welche die Anwender selbstständig in die integrierten Druckertanks einfüllen können.

Die Tintenflaschen haben dabei ein deutlich höheres Volumen als Druckerpatronen, so dass die Tinte seltener zur Neige geht und nur noch gelegentlich nachgefüllt werden muss. Hersteller wie zum Beispiel Epson sagen sogar, dass die Tinte in den Tintenflaschen solange ausreicht, wie ungefähr 70 handelsübliche Druckerpatronen für Patronendrucker zusammengenommen.

Unter anderem auch wegen des selteneren Nachfüllens können Vieldrucker ihre laufenden Druckkosten deutlich verringern. Und das bringt langfristig deutliche finanzielle Einsparungen – auch wenn die Anschaffung eines Tintentankdruckers normaler teurer ist, als der Kauf eines Patronenmodells.

Als weiterer Mehrwert des Druckertyps gilt, dass weniger Müll produziert wird und die Anwender damit deshalb nachhaltiger arbeiten. Leere Tintenflaschen müssen wegen ihres größeren Volumens deutlich seltener entsorgt werden als Druckerpatronen.

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86 Zoll große Fernseher von LG könnten schnell umfallen

Die Standfüße der LG-NanoCell-Geräte sind instabil. Deshalb werden mehr als 50.000 Fernseher in Nordamerika zurückgerufen.

In den USA, Kanada und Mexiko ruft LG 52.000 Fernseher im 86-Zoll-Format zurück. Die betroffenen Geräte können plötzlich umfallen, weil die integrierten Standfüße sich lockern.

Die Standfüße lockern sich

Das kann wiederum zu schweren Verletzungen oder zu Sachschäden führen, denn einer dieser NanoCell-Fernseher wiegt satte 45 kg!

Daher seien die Besitzer dieser Riesen-TVs dazu angehalten, die Standfüße zu entfernen und den Fernseher sicher aufzustellen. Die Warnung gilt natürlich nicht für an der Wand montierte Geräte.

Die zurückgerufenen Fernseher wurden zwischen März und September 2022 in Nord- und Mittelamerika (Mexiko) über die Plattformen Amazon, Costco und Walmart verkauft und tragen die Modellnummern 86NANO75UQA, 86UQ7070ZUD, 86UQ7590PUD und 86NANO75UQA.

Die Consumer Product Safety Commission ist nur in den USA tätig und gab die Warnung wohl deshalb nur für die genannten Regionen heraus. Europäische Kunden sollen davon angeblich nicht betroffen sein.

LG sieht den Fehler nicht beim Fernseher, sondern davor 😉

Dem Magazin Digitaltrends liegt eine Stellungnahme vor, in der sich der Verkäufer LG Electronics. rechtfertigt: Der Fehler trete nur auf, wenn die Standfüße nicht korrekt installiert wurden.

LG will damit sagen: Die Käufer haben nicht alle drei Schrauben pro Fuß eingeschraubt oder diese nicht fest genug angezogen. “Wenn nicht alle drei Schrauben genutzt werden oder diese nur teilweise festgezogen sind, kann das übermäßige Last auf die mit dem Display verbundene Standfußfläche ausüben”, schreibt LG dort.

Die Produktfotos machen aber auch deutlich, dass die Standfüße für einen 86 Zoll großen und 45 kg schweren Fernseher eigentlich recht klein sind…

LG Electronics vertritt aber trotzdem die Meinung, dass das Produkt selbst nicht fehlerhaft ist und nur ein potenzielles Risiko darstellt. Das Unternehmen will jetzt Instruktionen zur Verfügung stellen, mit denen Kunden eine Inspektion durchführen und ihr Gerät auf Stabilität prüfen können. Bei Bedarf soll dann auch der Kundensupport helfen können…

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Balkonkraftwerke: Grünes Licht für Schukostecker vom VDE

Der VDE will jetzt endlich die Nutzung von Balkonkraftwerken massiv vereinfachen. Aktuell ist der Betrieb von Balkonkraftwerken noch immer mit vielen bürokratischen Hürden gespickt. Nachdem es in letzter Zeit so schien, als würde sich  diesbezüglich nur wenig tun, wagte der VDE nun einen unerwarteten neuen Vorstoß!

Noch zum Jahresbeginn 2023 sah es so aus, als würde der für die Normung von Balkonkraftwerken zuständige Verband der Deutschen Elektrotechnik (VDE) den Betrieb der kleinen Photovoltaik-Anlagen mit haushaltsüblichen Schukosteckern nicht genehmigen. ließen es Berichte über einen Streit zwischen der Bundesnetzagentur und dem Verband vermuten.

Bisher war der VDE gegen Schukostecker an Balkonkraftwerken

Jetzt scheint sich das Blatt aber zu wenden. In seinem aktuellen Positionspapier gibt der VDE im Grunde grünes Licht für den Schuko-Einsatz und fordert darüber hinaus auch noch massiv vereinfachte Regeln für die Anschaffung und Inbetriebnahme von Balkonkraftwerken – wer hätte das gedacht?

Die Bundesnetzagentur hatte sich zuletzt ganz offen für die Erlaubnis eingesetzt, den mit Balkonkraftwerken erzeugten Strom über normale Schutzkontaktstecker statt der vom VDE geforderten Spezialsteckdosen mit Wieland-Stecker ins Netz einzuspeisen.

Der VDE-Chef Ansgar Hinz hatte diese Forderung abgelehnt und dabei auf den noch nicht abgeschlossenen Normungsprozess für Balkonkraftwerke verwiesen. Gleichzeitig prangerte er an, dass die Bundesnetzagentur ihrerseits viele Fragen rund um den Betrieb der Anlagen ungeklärt lasse – auch diese greift der VDE in seinem Positionspapier noch einmal auf.

So fordert der Verband etwa, dass für die Nutzung von Balkonkraftwerken kein Zählerwechsel und eine vereinfachte Anmeldung zur Nutzung von Balkonkraftwerken kein Zählerwechsel erforderlich sein sollte.

Sogar alte Zähler, die beim Einspeisen von Strom rückwärts laufen, sollten laut VDE gestattet sein (aktuell eine Straftat). Stromzähler rückwärts laufen zu lassen, kann sogar als Versuch der Steuerhinterziehung verfolgt werden. Letztlich besteht der VDE auch darauf, dass sich der Anmeldeprozess für ein Balkonkraftwerk dann auf die Bundesnetzagentur beschränkt. Zurzeit müssen die Benutzer ihre Anlage auch zusätzlich beim Netzbetreiber anmelden.

Inzwischen ist der VDE auch für die Duldung von Schukosteckern

Mit der Veröffentlichung dieses Positionspapiers ist die Bundesnetzagentur jetzt wieder am Zug, und muss sich um die Umsetzung der vom VDE geforderten Vereinfachungen kümmern.

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