AKK taumelt auf den Abgrund zu

Wenn CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer (aka AKK) etwas sagt, liegt sie in der Regel voll daneben – wie zum Beispiel bei ihrem unangemessenen Lob für den Mafioso Donald Trump oder ganz aktuell für den Sieg des CDU-Kandidaten in Görlitz.

Sagt sie nichts, liegt sie aber auch daneben – wie beispielsweise bei ihrer zunächst ausgebliebenen Reaktion auf die Festnahme des Rechtsextremen, der im Verdacht steht, den CDU-Politiker Walter Lübcke erschossen zu haben.

Es ist sicherlich zu früh, Annegret Kramp-Karrenbauer schon abzuschreiben. Aber ein Blick auf vergleichbare Abläufe lässt ihr wenig Hoffnung.

So konnten zum Beispiel auch die beiden SPD-Kandidaten Peer Steinbrück und Martin Schulz bei ihren Wahlkampagnen 2013 und 2017 ab einem bestimmten Punkt nichts mehr richtig machen. Was immer sie sagten oder auch nicht sagten – es ging schief oder wurde gegen sie ausgelegt. Wer an diesem Punkt angelangt ist, für den ist in der Regel alles vorbei.

Deshalb empfiehlt ihr Dirk Korbjuweit im Spiegel heute wohl auch eine interessante Strategie: Ins Bett legen, Decke über die Ohren ziehen und auf bessere Tage warten. Das dürfte AKK aber letztlich auch nicht mehr helfen…

Foto: Krd, CC BY-SA 3.0
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Libra – die Weltwährung aus dem Hause Zuckerberg

Facebooks neues Kryptogeld Libra soll sich als Digitalwährung weltweit durchsetzen. Zur Steigerung der Akzeptanz versichert das Online-Netzwerk, dass die Finanzdaten der Benutzer geschützt sein sollen.

Wer sich auf solche Sprüche vom bekanntesten Datendieb der Welt beruhigen lässt, muss sich schon die Hose mit der Kneifzange anziehen – und der lädt auch katholische Priester zum Kindergeburtstag ein…

Facebook selbst beschreibt Libra als eine „globale Währung und finanzielle Infrastruktur„. Wie bei Bitcoin handelt es sich bei Libra ebenfalls um eine sogenannte Kryptowährung: Das Geld existiert nur digital und basiert auf einer sogenannten Blockchain, einer Art digitalem Kassenbuch:

Alle Transaktionen sind dabei in der Blockchain in Form einzelner Blöcke abgelegt, die keine Hinweise auf die Identität von Sender und Empfänger enthalten  Wie die Libra zugrunde liegende Blockchain aufgebaut ist, wird in einem White Paper ausführlich erläutert.

Screenshot: Libra Association
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Google Kalender seit gestern Nachmittag gestört

Seit gestern Nachmittag hat Google mit einer weltweiten Störung seines Kalenderdienstes zu kämpfen. Der Web-Dienst war am Nachmittag ausgefallen und die Benutzer bekamen nur eine Fehlermeldung auf den Bildschirm.

Über Nacht scheint sich die Lage zu normalisiert zu haben, es ruckelt aber durchaus noch ein wenig. Grundsätzlich ist nur die Browser-Version betroffen – die Apps für iOS und Android sind offenbar zumindest benutzbar, Allerdings lassen sich die Kalenderdaten auch nicht synchronisieren.

Auch bei Google Maps klagten Nutzer darüber, dass sich Karten nicht aufrufen ließen oder die Navigation entweder nur ungenau oder gar nicht funktioniere. Inzwischen sollen die Probleme aber vollständig behoben sein.

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Facebook bringt eigene Kryptowährung „Libra“

Heute hat Facebook seine eigene Kryptowährung „Libra“ auf Blockchain-Basis vorgestellt. Mit Unterstützung von 27 weiteren Unternehmen soll das digitale Geld 2020 global auf den Markt gebracht werden.

Zu den aktuell 28 Mitgliedern der Dachgesellschaft „Libra Association“ gehören neben Facebook auch die Finanzdienstleister Visa, Mastercard, Paypal und Stripe. Das dürfte die Integration in existierende Bezahlsysteme deutlich erleichtern.

Politiker zeigen sich entsetzt

Für  unsere verschlafenen Politiker ist es eine entsetzliche Vorstellung, dass ein Konzern mit über zwei Milliarden Kunden jetzt staatliches Geld durch seine eigene Digitalwährungen ersetzen könnte.

Wenn sich das durchsetzt, verlieren die Staaten (und auch die EZB) die Hoheit über die Geldpolitik, die dann auf das Fratzenbuch übergeht.

So äußerte sich der französische Finanzminister Bruno Le Maire sehr kritisch zu den Plänen von Facebook und verlangte in einem Radiointerview, die neue Digitalwährung Libra müsse reguliert werden. Internet-Giganten dürften generell keine Pläne verfolgen, die drauf abzielen, staatliches Geld durch eigene Digitalwährungen zu ersetzen.

Deutsche Politik ist nicht am Neuland interessiert

Und Merkel & Co? Von unseren deutschen Politikern hat bisher noch niemand darauf reagiert. Entweder werden die Herrschaften heute zu sehr von ihrer geplatzten Ausländer-Maut beansprucht, oder sie erkennen die Tragweite des neuesten Vorstoßes des US-Internetgiganten Facebook einfach nicht. Das passiert ja schließlich auch alles nur im „Neuland“…

Auch die Banken sind ratlos

Richtige Geschäftsbanken gibt es ja in Deutschland schon seit Jahren nicht mehr, und lahme Sparkassen oder Volksbanken werden erfahrungsgemäß noch nicht mal versuchen, etwas gegen diese Entwicklung zu tun – das hat die Vergangenheit reichlich gezeigt.

Es würde auch sicher niemanden wundern, wenn diese beiden Geldinstitute bald  auch Mitglieder von Facebooks Libra Association sind. Und dann heißt es: Gute Nacht, Deutschland!

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Foto: Miltonia in voller Blüte

Die Miltonia an meinem Fenster wird wegen der ähnlich aussehenden Blüten auch gerne  als Stiefmütterchen-Orchidee bezeichnet.

Diese Orchidee ist etwas schwieriger zur Nachblüte zu bekommen als die am meisten verbreiteten Fensterbank-Arten wie beispielsweise die Phalaenopsis (Schmetterlings-Orchidee), oder die Dendrobie.

Das macht sie aber locker mit den farbenfrohen Mustern in ihren relativ großen Blüten wieder wett.

Foto: Klaus Ahrens, Smartphone Huawei P8, CC BY-SA 4.0

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Volksbanken: Kundenschutz oder Konkurrenzausschluss?

Volksbanken stoppen Transfers an N26, Fidor, Revolut, Bunq und Solarisbank

Es klingt erst einmal nach Sorge um das Geld der Kunden: Angeblich nutzen Betrüger Sicherheitslücken bei Finanz-Startups (Fintechs) aus, um Geld von Bankkonten zu ergaunern.

Auf den ersten Blick ist es Kundenfürsorge

Deshalb gehen einige Volksbanken lieber auf Nummer sicher. Diese Genossenschaftsbanken ergreifen Abwehrmaßnahmen gegen „betrügerische Überweisungen“ auf Konten von Direktbanken wie N26, Fidor, Revolut, Bunq und Solarisbank.

„Die Volksbank Freiburg hat aufgrund einer Zunahme an Betrugsfällen im Online-Banking den Zahlungsverkehr mit den Direktbanken N26, Fidor, Revolut, Bunq, Solarisbank temporär eingestellt“, kommentierte ein Sprecher dieser Volksbank das Vorgehen.

Auf den zweiten Blick ist es Konkurrenzausschluß

Die Allgemeinplätzchen dieser Genossenschaftsbanken werden nur mit der Sorge ums Wohl der Kundengelder begründet. Schaut man aber genauer ins Detail, sieht das eher nach einem Konkurrenzkampf der alteingesessenen Filialbanken gegen die schnell wachsenden Fintechs aus, die dabei sind, ihnen im Bankgeschäft die Butter vom Brot zu nehmen:

Nach Aussage der Volksbank Rottweil konnten Mitarbeiter dieses Instituts mit immerhin 42.000 Kunden nur in zwei Fällen betrügerische Transaktionen verhindern. Wow! Also nur eine von 21.000 Überweisungen – im Grunde so gut wie nichts!

Da sollte doch auch einmal gegenübergestellt werden, wie viele „betrügerische Überweisungen“ denn im selben Zeitraum an eben diese Volksbanken, die Sparkassen und andere Filialbanken gehen.

Aber auch beim Recherchieren von einem halben Dutzend aktuellen Artikeln fand ich keine Angaben dazu. Das gibt mir schon den Eindruck, dass es den beteiligten Genossenschaftsbanken wohl mehr darum geht, die unerwünschte Konkurrenz aus dem Internet unter fadenscheinigen Vorwänden maximal zu behindern.

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Seehofer will unbedingt WhatsApp & Co. abhören

In den Medien rumort es weiter wegen Innenminister  Horst Seehofers geplantem Angriff auf die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Messenger-Diensten wie WhatsApp, denn die vorgeschlagene Reform würde das Sicherheitsniveau von Millionen deutscher Benutzer „schlagartig senken“ und „neue Einfallstore für ausländische Nachrichtendienste und Internetkriminelle schaffen„.

Der Spiegel schreibt in seinem Leitartikel (Bezahlschranke) dazu: „Der Bundesinnenminister plant den wohl umfassendsten Angriff auf Freiheits- und Bürgerrechte seit Rasterfahndung und Großem Lauschangriff.“

Mehr als 100 Organisationen und Firmen hatten letzte Woche in einem offenen Brief vor den Plänen des Innenministers Seehofer gewarnt, Anbieter wie WhatsApp, Signal oder Telegram zu zwingen, ihre Verschlüsselungstechnik so umzusetzen, dass die Sicherheitsbehörden im Verdachtsfall die Kommunikation der Nutzer mitschneiden können.

Die Experten kritisieren, dass durch den Einbau von Schwachstellen auch Mitarbeiter der Betreiber die Kommunikationsinhalte einsehen können. Außerdem wäre das ein Einfallstor für ausländische Nachrichtendienste. Zu den Unterzeichnern des Briefes zählen beispielsweise auch der Internet-Verband eco und die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung.

Foto: Ralf Roletschek, CC BY-SA 3.0 de
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Die Katholikin und der Pussygrabber

Für Annegret Kramp-Karrenbauer, ihres Zeichens (noch) Vorsitzende der CDU, braucht man nun wirklich kein Fettnäpfchen zum Hineintreten aufstellen, denn das macht diese Frau inzwischen auch schon selbst.

Ihr neuester Fehltritt ins Schmiermittel passierte letzte Woche bei der Deutsch-Amerikanischen Konferenz in Berlin, wo „Miss Homophobia 2018“ den Mafioso Donald Trump verteidigte – nur wenige Tage, nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde an der Universität Harvard regelrecht mit Trump abgerechnet hat, ohne den Autokraten dabei auch nur einmal namentlich zu erwähnen!

In ihrer ersten Rede zum transatlantischen Verhältnis hat CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer Trump jetzt in Schutz genommen und sagte, es sei nicht hinzunehmen, dass Trump, Putin und Erdogan in einem Atemzug genannt würden.

„Der entscheidende Unterschied zwischen den Vereinigten Staaten und Russland zum Beispiel ist, dass Journalisten dort ihre Arbeit unbeeinträchtigt machen können, während sie in Russland in Schauprozessen vor Gericht gestellt werden“, brachte die offensichtlich verwirrte Frau zu Trumps „Entlastung“ hervor.

Und prompt liest man heute in allen Medien, dass Trump gerade der New York Times „Hochverrat“ vorgeworfen hat, weil die renommierte Zeitung über „digitale Eingriffe in das russische Stromnetz als Warnung an Präsident Wladimir Putin“ berichtet hat. Dazu kann man ja eigentlich nur noch sagen:

Dann geh doch zu Netto Trump!

Foto: Krd, CC BY-SA 3.0
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Verschwundene Zugangsdaten im Browser Firefox

Benutzer von Mozillas Browser Firefox haben nach dem Update des Programms in der vorigen Woche keinen Zugriff mehr auf ihre darin gespeicherten Zugangsdaten und Passwörter gehabt.

Sie beschweren sich in Foren wie unter anderem auf Reddit oder auch im Supportforum des Firefox-Herstellers Mozilla. Der eigentliche Grund für das Problem ist ein Fehler in der Antiviren-Software von AVG.

Betroffen sind die aktuelle Version Firefox 67.0.2, die Betaversionen 68.0b9 und neuer und auch die Nightly-Versionen seit dem 7. Juni.

Die Ursache für die verschwundenen Passwörter

Dem Supporteintrag von Mozilla und dem dazugehörigen Bug-Report kann man entnehmen, dass das Verschwinden von Zugangsdaten und Passwörtern an einer fehlerhaften Funktion des Passwortschutzes von AVG liegt. Die Software hat wohl die Datei beschädigt, in der die Zugangsdaten desFirefox-Browsers gespeichert werden.

Firefox kann die gespeicherten Daten dann nicht mehr lesen und die Benutzer deshalb auch nicht mehr darauf zugreifen. Darüber hinaus könnten die betroffenen Nutzer eventuell auch Schwierigkeiten haben, ihre Geräte zu synchronisieren, weil sie immer wieder aus dem Firefox-Account ausgeloggt werden. Das soll selbst dann passieren, wenn gar keine Zugangsdaten oder Passwörter gespeichert wurden.

So kommt man wieder an die Zugangsdaten

Inzwischen hat der AVG-Hersteller ein Update seiner Software veröffentlicht, mit dem das Problem beseitigt wird. Benutzer, bei denen das Update noch nicht angekommen ist, können es auch manuell einspielen.

Nach dem Update lässt sich der Passwortspeicher wiederherstellen: Dazu muss man nur noch die beschädigte Datei logins.json.corrupt im Profilordner des Firefox kopieren und in logins.json umbenennen.

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Foto: Minzblüten im Gegenlicht

Den Reiz dieses Bildes vom Blütenstand einer marokkanischen Pfefferminze machen die Stempel der Einzelblüten aus, die vom Gegenlicht hell angestrahlt werden. Leider ist die Blütezeit bald vorbei…

Foto: Klaus Ahrens, Fujifilm Finepix S1600, CC BY-SA 4.0

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