„Windows 11“ oder „Windows Sun Valley“?

Microsoft-CEO Satya Nadella kündigte Ende Mai 2021 „eines der bedeutendsten Updates für Windows des letzten Jahrzehnts“ an. Der Konzern will die nächste „Windows-Generation“ offiziell am 24. Juni enthüllen und präsentiert dann neben den neuen Funktionen vermutlich auch einen neuen Namen für das kommende Betriebssystem.

Heißt es vielleicht „Windows 11“?

Jetzt schießen Gerüchte und Spekulationen ins Kraut – und Microsoft befeuert das noch mit seltsamen Leaks und PR-Aktionen – beispielsweise mit einem merkwürdigen, mit verlangsamten Windows-Sounds hinterlegten Video, das durch die Verlangsamung genau 11 Minuten Laufzeit hat. Auch das Artikelbild muss als Hinweis auf ein kommendes Windows 11 herhalten, weil der Schattenwurf des Fensters angeblich eine mit Licht gezeichnete 11 in den Raum wirft.

Oder doch „Windows Sun Valley“?

Solche an den Haaren herbeigezogenen „Belege“ erinnern schon mächtig an die Argumente von Verschwörungstheoretikern jeder Couleur. Andere sind wiederum der Ansicht, dass „Windows Sun Valley“ der Name des nächsten Microsoft-Betriebssystems sein dürfte. Diesen Namen trägt schon das neue Oberflächendesign, das mit abgerundeten Ecken und schwebenden Infoleisten daherkommen soll.

Mit ist im Grunde egal, wie das nächste Windows heißt, wenn es einfach nur gut und sicher arbeitet. Deshalb warte ich auch nicht nur auf das angekündigte Announcement dazu in 12 Tagen, sondern bis ich es wirklich auf dem Rechner habe und im Alltagsbetrieb testen kann…

Bild: Microsoft
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Akku-Rekorde: Schnellladen bringt Kapazitätsverlust

Vorletzte Woche hat der chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi einen neuen Rekord bei der Ladegeschwindigkeit von Smartphones aufgestellt: In einem Video, das das Unternehmen auf Twitter teilte, wird ein modifiziertes Mi 11 Pro über eine Ladekabel in nur 8 Minuten mit 200 Watt aufgeladen.

Der Akku mit einer Kapazität von 4.000 mAh lässt sich in weniger als acht Minuten von 0 auf 100 Prozent aufladen. In 44 Sekunden soll das Smartphone schon einen Ladestand von zehn Prozent erreichen.

Die Kehrseite der Medaille: Kapazitätsverlust

Jetzt hat Xiaomi aber auch die Kehrseite der Medaille beleuchtet: den Akkuverschleiß. Der so geladene Akku soll nach 800 Ladezyklen nur noch eine Kapazität von 81 Prozent verglichen mit dem Ursprungszustand haben, berichtet Android Authority unter Berufung auf einen Weibo-Artikel des Herstellers.

Legt man einen Ladevorgang pro Tag als Grundannahme fest, entspricht das einem Zeitraum von etwas mehr als zwei Jahren.

Andere Ladevarianten führen zu deutlich weniger Verschleiß: Laut Android Authority hat ein Akku bei Oppos 125-Watt-Schnellladen nach 800 Zyklen immerhin noch 91 Prozent der ursprünglichen Kapazität.

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Fußball-EM: Auftaktspiel Türkei gegen Italien :(

Gestern Abend begann die Fußball-EM 2021 mit dem Auftaktspiel Türkei gegen Italien, das die Italiener mit 3:0 Toren für sich entscheiden konnten.

Spaß gemacht hat das Zusehen nicht wirklich – es war mehr so eine Art Rumpelfußball, und selbst von den drei Toren der Italiener war nur eines wirklich erspielt – eines war ein Eigentor und ein zweites ein grober Torwartfehler der Türken.

Vor dem Spiel habe ich mit Freunden vor dem Extrablatt auf dem Marktplatz Lüdinghausen gesessen und mir das erste Nachcorona-Schnitzel reingezogen. Da hätte ich auch besser bleiben sollen, denn dort war die Zeit eindeutig besser investiert als vor der Glotze beim Auftaktspiel der EM 2021.

Ich hoffe ja, dass das das Spiel am Dienstag mit dem Einstieg der deutschen Mannschaft in den Wettbewerb gegen Frankreich wieder interessanter wird – darauf wetten würde ich aber nicht.

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Fußball-EM: Weitere Grundrechte beschnitten

Wie immer im Schatten eines Großereignisses, in diesem Fall der heute beginnenden Fußball-Europameisterschaft, haben die Politiker von CDU, CSU und SPD nach der gestrigen Erlaubnis zum Einsatz von Staatstrojanern, um bei Messengern wie WhatsApp & Co. mitlesen oder gar nachlesen zu können, heute noch weitere Grundrechte beschnitten:

Umstrittene Kennzeichenerfassung: Wer fährt wann wo?

So darf das umstrittene Mittel der automatisierten Kennzeichenerfassung in Zukunft bundesweit eingesetzt werden. So sieht es ein neuer Paragraf der Strafprozessordnung (StPO) vor, den der Bundestag am heutigen 11. Juni 2021 zusammen mit weiteren Regelungen beschlossen hat.

Nächtliche Hausdurchsuchungen: Verschlüsselung nachts abgeschaltet?

Mit den weiteren Regelungen wird in der StPO ausdrücklich erlaubt, im Zusammenhang mit Computerkriminalität nächtliche Hausdurchsuchungen vorzunehmen. Die Begründung ist mehr als hanebüchen: Angeblich sind Cyberkriminelle nachts aktiv, und ihre Festplatten sind dann entschlüsselt und können entschlüsselt beschlagnahmt werden… 😎

Nur die Fraktionen von Union und SPD stimmten für das Gesetz und haben uns damit weiterer Grundrechte beraubt. Denken Sie bitte bei der Bundestagswahl im September daran, wer jede passende Gelegenheit nutzt, um aus Deutschland einen Polizeistaat zu machen: Die CDU, die CSU und last not least die frühere Arbeiterpartei SPD!

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Foto: Ein Fuchs auf der Weide

Da sage nochmal einer, dass Füchse kein Gras fressen, sondern nur nur Hühner, Mäuse und Geflügel – das Foto von einer Weide in Lüdinghausen-Berenbrock beweist das Gegenteil. 😎

Foto: Dr. Martin Merz, Canon EOS 600D, CC BY-SA 4.0

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Browsererweiterungen jetzt auch für iPhones und iPads

Apple hat auf der WWDC 2021 angekündigt, dass der Apple-Browser Safari in Apples Mobilbetriebssystem iOS 15 und iPadOS 15 jetzt auch Browsererweiterungen (Webextensions) verwenden darf.

Nach den Macs jetzt auch für Telefone und Tablets

Das war bisher dem Safari für Macs vorbehalten. Die Erweiterungen werden nun betriebssystemsübergreifend kompatibel. Damit müssen Entwickler nicht für jedes Betriebssystem eine eigene Erweiterung programmieren. Das könnte in Zukunft sogar browserübergreifend möglich sein, weil Apple, Google, Mozilla und Microsoft an der Vereinheitlichung der Erweiterungen unter dem Namen Webextensions arbeiten.

Browsererweiterungen können den Funktionsumfang des Browsers deutlich ausweitern. Außer den üblichen Adblockern, VPN-Erweiterungen u.s.w. sind auch für Webentwickler interessante Erweiterungen bekannt, die beispielsweise für die Fehleranalyse hilfreich sein können. Auch Extensions, mit denen per Custom-CSS das Aussehen und die Funktionalität von Internetseiten erweitert werden kann, gehören dazu.

Browsererweiterungen bergen auch Risiken

Apple verdeutlichte aber auch auf seiner Entwicklerkonferenz, dass deren Einsatz mit einigen Sicherheitsrisiken verbunden ist und dass der Benutzer daher seine Einwilligung geben muss, wenn Webseiten damit verarbeitet werden. Es soll auch in der URL-Zeile kenntlich gemacht werden, wenn eine der Erweiterungen aktiv ist. Diese Zustimmung kann über einen vom Nutzer selbst festgelegten Zeitraum gegeben werden.

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Die Polizei warnt vor neuem Whatsapp-Trick

Das LKA Niedersachsen warnt: Ein neuer Trick wird aktuell von Kriminellen genutzt, um Whatsapp-Accounts zu übernehmen.

Es beginnt mit Social Engineering

Die Kriminellen verschicken im Namen schon gehackter Kontakte Nachrichten auf Whatsapp und bitten um die Weiterleitung eines sechsstelligen Codes. Wer diesen Code weiterleitet, gibt den Kriminellen damit Zugriff auf sein Whatsapp-Konto.

„Hallo sorry, ich habe dir versehentlich einen 6-stelligen Code per SMS geschickt. Kannst du ihn mir bitte weitergeben? Es eilt“, oder so ähnlich liest man nach Angaben des LKA in der Whatsapp-Nachricht, die über ein schon vorher gekapertes Whatsapp-Konto verschickt wurde. Kurze Zeit darauf kommt dann eine SMS mit der besagten sechsstelligen Zahlenfolge.

Und diese SMS stammt jetzt von Whatsapp und enthält einen sechsstelligen Registrierungscode für die Rufnummer, an die auch die SMS geschickt wurde. Wenn der sechsstellige Code an die Kriminellen weitergegeben wird, können diese den Registrierungsprozess für die Rufnummer abschließen und damit das Whatsapp-Konto komplett übernehmen.

Die Polizei empfiehlt eine Zwei-Faktor-Authentifizierung

Weil Whatsapp auf eine konsequente Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit dem Signal-Protokoll setzt, konnten die Kriminellen die bisher ausgetauschten Nachrichten nicht einsehen, allerdings werden neue Nachrichten an sie jetzt zugestellt. Sie können auch von dem Whatsapp-Konto aus Nachrichten an beliebige Whatsapp-Nutzer verschicken.

„Neben neuen (leider oft erfolgreichen) Versuchen, an weitere Accounts von Personen zu gelangen, ist die Verbreitung von Schadsoftware und Spam, aber auch Erpressung, Betrug (Zahlungscodes, Hilfe nach angeblichen Überfällen usw. erbitten) und die Teilnahme an Whatsapp-Gruppen mit illegalen Inhalten (z.B. Kinderpornografie) möglich“, warnt das LKA. Außerdem könnten die Täter auch noch weitere persönliche Daten im Namen des gehackten Kontos von anderen Dienstleistern erfragen.

Sechsstelligen Code auf keinen Fall weitergeben

Deshalb solle der sechsstellige Code auf keinen Fall weitergegeben werden. Zudem schütze eine Zwei-Faktor-Authentifizierung die man unter „Einstellungen, Account, Verifizierung in zwei Schritten“ einrichten kann. Auch dort muss zunächst eine ebenfalls sechsstellige PIN hinterlegen, bei der es sich aber nicht um den besagten Registrierungscode handelt. Danach kann eine Email-Adresse hinterlegt werden.

Danach kann Whatsapp nur noch mit der Angabe der hinterlegten PIN oder einer Verifizierungs-Email an die hinterlegte Email-Adresse registriert werden. Falls der Registrierungscode schon an die Kriminellen weitergegeben wurde, sollte umgehend die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert und das Whatsapp-Konto neu registriert werden.

Die Masche funktioniert auch bei anderen Messengern

Der Social-Engineering-Angriff funktioniert auf ähnliche Weise vermutlich auch mit anderen Messengern. Bei Messengern wie Telegram, die im Unterschied zu Whatsapp, Signal oder Threema nicht auf eine konsequente Ende-zu-Ende-Verschlüsselung setzen und auch noch die Konversationen in der Cloud speichern, sind die Folgen dramatischer: Hier können die Angreifer nicht nur Nachrichten schreiben, sondern auch den gesamten bisherigen Nachrichtenverlauf einsehen…

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Bundestag: Behörden dürfen uns per Staatstrojaner bespitzeln

Die Nation ist schon im EM-Fieber, denn morgen beginnt die Fußball-Europameisterschaft. Unsere Politiker nehmen das wie üblich als gute Gelegenheit, alle Deutschen zu bespitzeln:

Die große Koalition hat die Befugnisse der Sicherheitsbehörden im Schatten des sportlichen Großereignisses gerade massiv erweitert. Alle Nachrichtendienste von Bund Ländern dürfen jetzt bei WhatsApp & Co. mitlesen.

CDU, CSU und SPD lassen uns mit Staatstrojanern bespitzeln

Wieder einmal hat Schwarz-Rot heute alle Warnungen der Sachverständigen vor einer unverhältnismäßigen und damit potenziell grundgesetzwidrigen Initiative mißachtet und ihren Gesetzentwurf zur „Anpassung des Verfassungsschutzrechts“ durch den Bundestag geschleust.

Mit dem heutigen Beschluss dürfen künftig das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), der Bundesnachrichtendienst (BND), der Militärische Abschirmdienst (MAD) und die Verfassungsschutzämter der Länder unter Nutzung von Staatstrojanern Messenger-Kommunikation über WhatsApp, Signal oder Threema und Internet-Telefonate und Video-Calls überwachen.

Die Opposition stimmte geschlossen dagegen

Die gesamte Opposition stimmte geschlossen gegen das Vorhaben, mit dem der Gesetzgeber nach Ansicht von Juristen „sehenden Auges in die Verfassungswidrigkeit“ läuft. Der Entwurf wurde mit 355 zu 280 Stimmen bei vier Enthaltungen angenommen.

Überwachung und Bespitzelung wie in China

Das macht die sogenannte Quellen-TKÜ plus zulässig. Damit dürfen die Behörden nicht nur die laufende Kommunikation direkt an den gehackten Endgeräten abgreifen, bevor sie ver- oder nachdem sie entschlüsselt wurde, sondern dazu kommt auch noch die schon im Entwurf der Bundesregierung vorgesehene Erlaubnis, auch auf gespeicherte Chats und Mails zugreifen zuEmails dürfen.

Einen deutlich weiter gehenden Artikel zu dem Vorgang finden Sie unter dem Titel „Bundestag gibt Staatstrojaner für Geheimdienste und Bundespolizei frei“ bei Heise.

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Heute Mittag verfinstert sich die Sonne

Erstmals seit sechs Jahren ist heute in Deutschland wieder eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Dabei schiebt sich der Neumond teilweise vor die Sonne. Das Ereignis am 10. Juni spielt sich über der nördlichen Hemisphäre ab, also von Kanada über Grönland, die Arktis und Russland sieht man eine ringförmige Sonnenfinsternis.

Das astronomische Ereignis kann man auch in Deutschland bewundern. Dabei kommt es bei uns nur zu einer partiellen Sonnenfinsternis. Anders als bei der totalen Sonnenfinsternis wird die Sonne dabei nur um einige Prozent vom Neumond bedeckt.

Je nördlicher, umso besser

Zuletzt gab es ein astronomisches Ereignis wie dieses vor sechs Jahren am 20. März 2015. Die nächste sichtbare Verfinsterung der Sonne findet am 25. Oktober 2022 statt, und dabei wird in der Mitte Deutschlands ein Viertel der Sonne vom Mond bedeckt sein.

Besonders gut sieht man das heutige Ereignis ab etwa 11.20 Uhr im Norden des Landes. „Je weiter im Norden, desto besser“, erläuterte eine Sprecherin des Planetariums Hamburg. Dort wird die Sonne gegen Mittag zu etwa 17 Prozent verdeckt, in Kiel sind es schon 19 Prozent, in Flensburg sogar 20 Prozent. In München beträgt die Verdeckung aber nur noch rund 6 Prozent.

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Morgen beginnt die Fußball-Europameisterschaft

Mit deutlicher Verspätung von einem Jahr beginnt morgen im Olympiastadion in Rom die Europameisterschaft, die offiziell den Namen UEFA EURO 2020 trägt. 24 Teams treten an, um den aktuellen Europameister Portugal zu beerben.

Morgen (11.6.) treffen im Eröffnungsspiel die Türkei und Italien aufeinander. Übertragen wird die Partie im Ersten, Anpfiff ist um 21 Uhr. Die Türkei nimmt damit zum fünften Mal an der Europameisterschaft teil, wobei die türkische Mannschaft dabei so stark ist wie bisher noch nie.

Deutschland steigt erst am nächsten Dienstag (15.6.) ein und spielt um 21 Uhr in der Allianz-Arena gegen Frankreich. Die Partie wird im ZDF übertragen.

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