1.300 Starlink-Empfänger in der Ukraine abgeschaltet

Der Internet-Satellitendienst Starlink des Musk-Unternehmens SpaceX ist für das Militär der Ukraine nahezu kriegsentscheidend. Einem Bericht von CNN zufolge, der sich auf mehrere Informanten beruft, sind inzwischen schon 1.300 Empfangsgeräte des Militärs offline gegangen. Die Abschaltung betrifft Terminals, welche die Ukraine im März 2022 von einer britischen Firma erworben hat.

SpaceX verlange vom ukrainischen Militär 2.500 Dollar pro Monat dafür, jedes dieser 1.300 Geräte am Netz zu halten, was die Gesamtkosten bis September inzwischen auf fast 20 Millionen US-Dollar summiert habe, sagte ein Informant der CNN. Offenbar konnte das Militär das jetzt nicht mehr länger bezahlen.

Die Abschaltungen begannen in der vorletzten Woche

Die jüngste Ausfall startete nach CNN-Informationen am 24. Oktober 2022. Einer der Informanten nannte das ein “großes Problem” für das ukrainische Militär und bestätigte, die Terminals seien wegen fehlender finanzieller Mittel abgeschaltet worden

Bevor die Terminals abgeschaltet wurden, bat das ukrainische Verteidigungsministerium Anfang Oktober 2022 dem Bericht nach die britischen Behörden, die monatlichen Kosten von 3,25 Millionen US-Dollar zu übernehmen. Als die Befürchtung aufkam, dass der Dienst abgeschaltet werden könnte, wurden die Terminals ausgetauscht, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.

Die Verhandlungen zwischen SpaceX und dem Verteidigungsministerium gehen den Recherchen von CNN nach weiter. “Die Verhandlungen sind noch im Gange. Jeder in unserem Gebäude weiß, dass wir sie bezahlen werden”, bestätigte ein ranghoher Pentagon-Beamte gegenüber CNN und ergänzte, dass das Ministerium darauf aus sei, schriftliche Zusagen zu erhalten, “weil wir befürchten, dass “er” (Elon Musk) seine Meinung ändern wird”.

Die Ukrainer bezahlen auch privat für Starlink

Inzwischen twitterten, zahlreiche Ukrainer, dass sie und auch die ukrainischen Soldaten selbst für den Starlink-Dienst bezahlten oder schon Spenden für die Nutzung des Satelliten-Netzwerks gesammelt hätten.

Foto: Twitter, Mykhailo Fedorov und Duncan Hull, CC BY-SA 4.0

Über Klaus

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