Der 15 Mio $-Quantencomputer D-Wave 2 bringt kaum Leistung

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Vor sieben Jahren tauchten aus dem Nichts die wissenschaftlichen No-Names Eric Ladizinsky und Geordie Rose auf und behaupteten, ihnen sei gelungen, woran viele renommierte Forscher zuvor gescheitert waren. Mit ihrer Firma D-Wave und großem Brimborium präsentierten sie den angeblich ersten Quantencomputer mit 16 Quanten-Bits, sogenannten Qubits, der Öffentlichkeit.

Seit damals haben die Entwickler des aktuellen Modells D-Wave 2 mit Forschern darüber gestritten, ob sie wirklich einen Quantencomputer geschaffen haben.

Während der Streit weiter lief, kauften sich Google, Amazon und indirekt wohl auch die CIA mehrere der Wundermaschinen für jeweils 10 Millionen US-Dollar. Das fachte die Debatte weiter an. Ein neues Experiment stärkt jetzt die Kritiker:

Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich haben erneut bestätigt, dass D-Waves 15 Millionen Dollar teurer Quantencomputer D-Wave 2 – das erste kommerziell verfügbare System dieser Art – in vielen Belangen gewöhnlicher Silizium-Hardware nicht überlegen ist. Das kann man in dem Testbericht, den ein Physiker an der ETH Zürich, Matthias Troyer, in der jüngsten Ausgabe von Science veröffentlicht hat, nachlesen.

Die erwartete Quantenbeschleunigung sei offenbar nicht eingetreten, schreibt Troyer dort. In den Tests seien Quanten-Instanzen nicht notwendig normalen Instanzen unterlegen gewesen.

Das wusste 2007 auch schon Professor Scott Aaronson vom renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT), als er korrekt formulierte:

Dieser Chip rechnet besser als ein Roastbeef-Sandwich.

Im Februar 2012 korrigierte sich Aaronson allerdings und schrieb nach der Besichtigung des kanadischen Industrielabors in seinem Blog, er ziehe seine früheren Kommentare zurück. D-Wave habe eine Maschine gebaut, die definitiv besser rechnen könne als ein Roastbeef-Sandwich und ergänzte:

Die Frage ist nur noch, ob sie auch brauchbarer ist als ein Laptop.

Sollten nun weitere Versuche das Ergebnis der ETH Zürich bestätigen, wäre dies wohl das Ende des Quanten-Hypes um D-Wave und seine Wundermaschinen. Und es würde auch belegen, dass die Technik zurzeit noch nicht so weit ist, die Magie der Quantenwelt wirklich zu beherrschen.

Das ist vermutlich auch besser so, denn die Sklavenhalter dieser Welt mit ihren willfährigen Helfern in Wirtschaft und Politik würden die kaum vorstellbaren Fähigkeiten eines echten Quantencomputers sowieso nur für ihre Zwecke nutzen.

Sie würden die Menschen noch intensiver bespitzeln und unterdrücken und die Welt durch Ausbeutung von Mensch, Tier und Umwelt oder optimal durchgerechnete Kriege noch schneller in die Zerstörung treiben, als sie es schon ohne solche Superrechner machen.

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1 Antwort zu Der 15 Mio $-Quantencomputer D-Wave 2 bringt kaum Leistung

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