35 Jahre für 2.500 € erbeiten – danach Sozialhilfe

Es war CDU-Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, die zum Wochenende davor warnte, dass „ganz normale fleißige Menschen aus der Mitte unserer Gesellschaft“ in die Altersarmut gezwungen werden.

Wer weniger als 2500 Euro monatlich verdient und 35 Jahre lang Vollzeit gearbeitet habe ohne Zusatzvorsorge zu betreiben, müsse „mit dem Tag des Renteneintritts den Gang zum Sozialamt antreten“, schrieb Ministerin von der Leyen in einem Brief an Abgeordnete. Im Alter in die Sozialhilfe gezwungen zu sein, werde in Zukunft also kein „krasser Ausnahmefall“ oder die Folge „problematischer Erwerbsbiografien“ sein, schrieb die Ministerin weiter.

Interessanterweise ist die Ursache dafür die Rentenreform aus 2003, nach der das Rentenniveau bis 2030 von zurzeit 51 Prozent auf dann 43 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns vor Steuern sinkt.

Die Altersarmut ist also für die meisten Deutschen vorprogrammiert!

Keine Sorge, der eiskalte Engel der CDU ist noch immer eiskalt, sie versucht damit nur, mehr Druck für ihr Konzept der „Zuschussrente“ zu erzeugen, das die zukünftigen Renten auf 850 € aufstocken soll, allerdings nur, wenn die Betroffenen privat vorgesorgt haben.

Wovon ein Hartz IV-Empfänger eine private Vorsorge zahlen soll, sagte die Dame nicht…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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1 Antwort zu 35 Jahre für 2.500 € erbeiten – danach Sozialhilfe

  1. Romuald sagt:

    Die Altersvorsorge ist ein schwieriges und mittlerweile unangenehmes Thema. Wer nicht vorsorgt der wird wohl oder übel Sozialhilfe in Anspruch nehmen müssen.

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