5G-Netzausbau beim Provider 1&1

Der Provider 1&1 beginnt jetzt mit dem Ausbau seines eigenen 5G-Netzes. Neben der Telekom, Vodafone und Telefónica wird es dann einen vierten Netzbetreiber für LTE & 5G geben. 

“Die ersten Antennen und Rechenzentren in unserem 1&1 Open RAN stehen und der Ausbau wird nun sukzessive hochgefahren”, informierte eine Sprecherin von 1&1 Mobilfunk. “Aufgrund von Lieferengpässen bei einem unserer insgesamt drei Ausbaupartner werden wir das erste Zwischenziel von 1.000 Antennen nun voraussichtlich im Sommer 2023 erreichen.”

1&1 startet einerseits bei Null, hat also bis heute kein eigenes Mobilfunknetz. Andererseits startet man aber auch nicht bei Null. Denn die Einführung eines eigenen 1&1 Netzausbaus ist von langer Hand geplant, entsprechend konnte man über einen langen Zeitraum viele Vorbereitungen treffen. Was der Anbieter außerdem schon mitbringt, ist ein großer Kundenstamm von mehreren Millionen Nutzern. Sie befinden sich derzeit im O2-Netz. Sie werden mit dem regulären Start des Netzes Nutzer des 1&1-Netzes und sind dann auch abhängig von der 1&1 Netzabdeckung – zumindest in Teilen.

Bis Ende 2025 kann das eigene Handynetz von 1&1 nur in Großstädten funktionieren, denn die verfügbaren Frequenzen haben nur Reichweiten von wenigen hundert Metern. Um auch eine Innenabdeckung zu erreichen, müssten die Sendemasten außerdem sehr nah beieinanderstehen. auch das Durchdringen von Wänden ist bei diesen hohen Frequenzen schnell kompliziert. Die eigene 1&1 Netzabdeckung wird sich daher erst einmal nur auf Ballungszentren beschränken.

Erst in vier Jahren (2026) kann man damit rechnen, dass 1&1 sein Netz auch in ländlicheren Gebieten aufbaut. Die 2,1 GHz-Frequenzen dafür sind die alten UMTS-Frequenzenweshalb die Abdeckung zwar deutlich besser, aber nicht überragend sein kann. Bei zukünftigen Frequenz-Vergabeverfahren wird 1&1 weitere Frequenzen einkaufen müssen, um in allen Bereichen gut zu funktionieren.

Bild: Pixabay

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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