Abzocke 2.0: GEMA & Co. machen USB-Sticks und Speicherkarten deutlich teurer

Gema, VG Wort, VG Bild-Kunst, ZPÜ und wie die Wegelagerer an den digitalen Autobahnen auch heißen, langen wieder kräftig zu: Im Bundesanzeiger veröffentlichten sie ihren neuen Tarif für pauschale Vergütung von Urhebern auf USB-Sticks und Speicherkarten. Das macht Speicherkarten und USB-Sticks um ein vielfaches teurer.

Aktuell liegen auf einem USB-Stick 10% Urheberrechtsabgabe, das soll auf 0,91 € bis 1,95 € je nach Kapazität ansteigen, also auf das neun- bis neunzehnfache. Dabei wird ein sehr großer Teil dieser Speicher überhaupt nicht für urheberrechtlich geschützte Daten gebraucht.

Und das Recht zur privaten Kopie, das einmal mit solchen Abgaben auf Tonbänder und Cassetten abgegolten werden sollte, gibt es doch de facto schon lange nicht mehr. Man fragt sich, warum niemand bereit ist, dem Treiben dieser sogenannten „Rechteverwerter„, die man besser als Abzocker bezeichnen sollte, ein Ende zu setzen.

Ich vermute, die zahlen regelmässig Parteispenden. Wie auch immer, die Abzocke 2.0 am USB-Stick und am Speicherchip soll schon ab 1. Juli 2012 gelten.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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