AKK und Nahles: Zwei schwache Frauen in der Politik


Man muss sich wirklich fragen, warum die ehemaligen „Volksparteien“ CDU und SPD sich so etwas wie ihre aktuellen Parteivorsitzenden antun.

Die schwarze und die rote Königin im Neuland

Da jagt doch eine Entgleisung die nächste, und sowohl die rote als auch die schwarze Parteichefin hätten dringend einen Kurs in moderner Kommunikation nötig, um es auch mal zu schaffen, ein Fettnäpfchen auszulassen. Beide Parteien hätten es wirklich einfacher ohne diese Sorte Gallionsfiguren…

AKK geißelt freie Meinungsäußerung als „Meinungsmache“…

Von der superkonservativen, autoritären Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) geht gerade der neueste Ausfall in Sachen YouTuber durch alle Medien. Dabei hat die CDU-Vorsitzende im Grunde nichts anderes getan, als bei einer Pressekonferenz nach der CDU-Gremiensitzung zur für sie enttäuschend verlaufenen EU-Wahl ihren Gedanken freien Lauf zu lassen – und dabei den YouTubern das grundgesetzlich geschützte Recht zur freien Meinungsäußerung abzusprechen. 70 Jahre Grundgesetz – und die CDU-Chefin legt die Axt an.

…und bricht beim Zurückrudern beide Paddel ab.

Als sich in der Medienlandschaft deutlich abzeichnete, dass ihre Äußerungen zum von immerhin mehr als 3 Millionen Menschen abgerufenen Nichtwahlaufruf von 70 YouTubern und YouTuberinnen (siehe Artikel-Video) wohl nicht wirklich gut ankamen, nutzte die CDU-Vorsitzende Twitter (man mag es kaum glauben!) und ließ das Neuland wissen, dass es „absurd“ sei, ihr „zu unterstellen, Meinungsäußerungen regulieren zu wollen“.

Andrea Nahles stellt die Machtfrage

Die Kollegin von der SPD, ein Verschnitt aus Pipi Langstrumpf und einem aus der Zeit gefallenen, pöbelnden Gewerkschaftsfunktionär aus den 50er Jahren am 1. Mai, dürfte vor Freude über den erneuten Offenbarungseid der Konkurrentin in Sachen moderne Kommunikation im Internet wieder einmal ein fröhliches Liedchen von Pipi Langstrumpf a capella gecovered haben.

An deren Stuhl wird auch schon heftig gesägt, und weil die Fat Lady der SPD das auch gemerkt hat, trat sie gestern die Flucht nach vorne an und will sich sicherheitshalber schon in ein paar Tagen neu zur Fraktionsvorsitzenden wählen lassen. Ich hoffe (vermutlich vergebens) für die gute, alte SPD, dass ihr das nicht gelingt.

Mit dermaßen hilf- und planlos agierenden Vorsitzenden dürften beide Volksparteien den Zuspruch ihrer früheren Wähler wohl kaum zurückerobern können – und schon gar nicht neue Wähler bei jungen Menschen gewinnen können, was die Europawahl ja auch mehr als deutlich gezeigt hat.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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