ALDI: Immer noch „Knotentüten“ statt Papiertüten

Viele Supermärkte wollen wegen der aktuellen Diskussionen über Plastikmüll die auch als „Knotentüten“ bekannten dünnen Plastiktüten in ihren Obst- und Gemüseabteilungen reduzieren oder abschaffen. Dabei werden aber neben zielführenden auch weniger zielführende Wege beschritten.

So will ALDI sich offensichtlich mit einer zweifelhaften Aktion als Kämpfer gegen den Plastikmüll darstellen: Die ALDI-Kunden sollen künftig für die bekannten superdünnen Plastiktüten für Obst und Gemüse einen „symbolischen Preis“ von einem Cent bezahlen.

Das kann man maximal als „symbolischen Umweltschutz“ bezeichnen, aber die Welt braucht dringend praktische und funktionierende Maßnahmen gegen die Vermüllung der Umwelt!

Lächerlicher Preis von 1 Cent pro Plastiktüte

Diese Maßnahme soll heute bekanntgegeben werden, weiß die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf Unternehmenskreise zu berichten.

Damit reagieren Aldi Nord und auch ALDI Süd in einer mehr als lächerlichen Weise auf die zunehmende Kritik der Verbraucher, zu viel umweltschädliches Plastik in ihren Geschäften anzubieten.

Eine bessere Alternative

Wie man es besser macht, zeigt hier in Lüdinghausen der Edeka-Supermarkt Wiewel. Dort sind inzwischen alle Knotentüten aus der Obst- und Gemüseabteilung verschwunden.

Stattdessen liegen überall entsprechende umweltfreundliche Papiertüten für die Kunden aus. Auch REWE und REAL wollen die Plastiktüten komplett durch Papiertüten ersetzen. Warum geht das bei ALDI nicht?

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines, Kommentar, Lokales, News, Politik, Recht, Soziales, Wirtschaft abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Kommentare zu ALDI: Immer noch „Knotentüten“ statt Papiertüten

  1. Manuel Hattemer sagt:

    Guten Tag,

    Plastiktüten verbrauchen in der Herstellung kaum Energie.
    Die Herstellung von Baumwollsäckchen allerdings schon.
    Schließlich wurde die Baumwolle angebaut und ggf. mit Pestiziden und Insektiziden gespritzt. Vielleicht werden sogar gen modifizierte Pflanzen für die Herstellung verwendet. In gefühlt 10.000 Blogs liest man gerade, dass die Maßnahmen von ALDI nicht weit genug gehen. Bitte zeigen Sie doch nicht nur mit dem Finger auf ALDI, sondern versuchen wenigstens einige Alternativen zu nennen. Die bescheiden geklebten Papiertüten vom REWE platzen mir bereits bei halb voller Beladung unten auf, selbst wenn das Gewicht optimal darin auf die Fläche verteilt wurde.
    Es ist halt wie mit den E-Autos. Um Umweltresourcen zu schonen weren andere dafür ausgebeutet. Millionen Autos sollen auf den Markt kommen, ohne das ein Stromnetz existiert, dass auch nur einen Bruchteil des benötigten Stroms bereithalten kann.
    Mit den Plastiktüten ist es nicht anders.

    • Klaus sagt:

      Ich darf daran erinnern: Es geht ja dabei nicht um die Energie- oder CO2-Bilanz, sondern darum, dass das Plastik fast unverrottbar ist und Ozeane, Strände, Urwälder, Äcker, Tiermägen und inzwischen auch schon uns Menschen als Mikroplastik zumüllt.

      Von einer Papiertüte in freier Natur ist in aller Regel spätestens nach einem Jahr nichts mehr übrig…

      Gruß Klaus

  2. Manuel Hattemer sagt:

    In Gustavsburg beim REWE wurden die Gemüse/Obstplastiktüten bereits durch Papiertüten ersetzt. Sie sind der größte Mist, da man darin nicht mal ein kg Obst transportiert bekommt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.