Am Berliner Kammergericht wütet der Trojaner Emotet

Das Berliner Kammergericht ist das Oberlandesgericht des Landes Berlin und aktuell wegen einer Schadsoftware weitgehend offline. Bis auf weiteres ist das Gericht „nur telefonisch, per Fax und postalisch zu erreichen“, konnte man in einer Mitteilung nachlesen.

Das besondere elektronische Anwaltspostfach soll danach aber weiterhin funktionieren. Die Pressesprecherin Lisa Jani konnte aber nicht bestätigen, dass es sich bei dem Schädling um Emotet handelt. Das hatte aber schon zuvor die Boulevard-Zeitung B.Z. berichtet.

Pressesprecherin kann keine nennenswerten Informationen liefern

„Es sind einige Rechner definitiv betroffen und wir haben dann die anderen Rechner um 14.00 Uhr am Freitag als Sicherheitsmaßnahme vom Netz genommen, um eine Weiterverbreitung zu verhindern“, erklärte die Sprecherin. Es gebe aber auch einen Notbetrieb der IT, um bestimmte besonders dringliche Bereiche wieder hochfahren zu können. Außerdem könnten ja nicht betroffene Rechner offline genutzt werden…

Nach dem Bericht der B.Z. sind „alle auf den betroffenen Computern gespeicherten Informationen“ weg, was  Jani entschieden dementierte. Ein Datenverlust wäre aber durchaus möglich, wenn zum Beispiel ein Erpressungstrojaner die Festplatte verschlüsselt hätte. Emotet lädt bekannterweise unter anderem die Ransomware Ryuk nach. Jani wollte allerdings aus Sorge um die Preisgabe möglicher Sicherheitslücken keine Details zu der Schadsoftware angeben, die im Kammergericht wütet.

Bild: Ansgar Koreng, CC BY-SA 3.0 (DE)

Über Klaus

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