Amazon gibt Flaschenpinkeln zu

Nach einer Twitter-Auseinandersetzung darüber, wo und wie Beschäftigte ihre Notdurft verrichten, hat sich jetzt der größte Onlinehändler der Welt, Amazon, bei einem US-Abgeordneten entschuldigt.

Am Osterwochenende räumte der Konzern des Multimilliardärs Jeff Bezos in einer Mitteilung ein, dass Lieferfahrer unter Umständen keine Toiletten fänden und bestätigte damit jetzt die Berichte, nach denen Mitarbeiter unter hohem Zeitdruck im stressigen Arbeitsalltag in Flaschen urinierten.

Das vehemente Abstreiten dieses Fakts über einen offiziellen Twitter-Account von Amazon nennt der Konzern jetzt reumütig ein „Eigentor“ – und weist als Entschuldigung darauf hin, dass wegen der Corona-Pandemie viele öffentliche Toiletten geschlossen seien.

Ein Virus muss also jetzt als Entschuldigung für die unmenschlichen Arbeitsbedingungen bei dem Online-Händler herhalten, die es ja schon wesentlich länger gibt als das Corona-Virus!

Erstmals bestätigt Amazon damit aber jetzt die Vorwürfe, entschuldigt sich aber nicht bei den betroffenen Angestellten und geht nach Medienberichten auch weiter hart gegen diese vor.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines, Internet, News, Recht, Soziales, Wirtschaft abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.