Android-Malware direkt aus dem App-Store Google Play

Camera-Vision-NocturnaDie App „Cámara Visión Nocturna” verspricht, aus aus Ihrem Smartphone zu ein Nachtsichtgerät zu machen. Sie erzeugt dann zwar grüne Bilder, aber sie verschickt auch kostenpflichtige SMS im Namnen und auf Rechnung des Eigentümers.

Der Sicherheitsspezialist Avast warnt davor, Apps blind zu vertrauen , nur weil sie aus offiziellen App-Stores wie Google Play kommen. Gerade gibt eine Android-Anwendung mit der spanischen Bezeichnung “Cámara Visión Nocturna” (Nachtsichtkamera) Anlass zu dieser Warnung, die erst nach Veröffentlichung bei ZDNet aus Google Play entfernt wurde.

Wie viele andere, ähnliche gestrickte Apps sollte sie die Kamera des Smartphones in eine Nachtsichtkamera verwandeln. Allerdings ist das nur eine vordergründige Funktion. Dieses Schadprogramm holte sich über den Kamerazugriff hinaus auch Befugnisse, die es ihr erlauben, Premium-SMS-Nachrichten auf Kosten des Benutzers zu versenden.

Cámara Visión Nocturna möchte mit “Get_Accounts” eine Liste vorkonfigurierter Konten einsehen und mit “Write_SMS” auch noch die Berechtigung, SMS zu schreiben. Im Weiteren versucht sie, Telefonnummern von Apps wie WhatsApp oder ChatOn zu sammeln – und “überträgt diese dann an einen eigenen Server, um sie für einen Premium-SMS-Dienst anzumelden.

Unvorsichtigen Anwendern werden zunächst ohne irgendeine Gegenleistung zwei Euro berechnet. Danach müssen sie damit rechnen, dass die App im Hintergrund Premium-SMS verschickt, bis der Betrag von 36 Euro im laufenden Monat erreicht ist.

Der abschließende Empfang einer SMS von “797080″ soll den heimlichen Versand schließlich beendn, er könnte aber schon im folgenden Monat wieder neu beginnen.

Avast Viruslab empfiehlt auch weiterhin den Download aus offiziellen App-Stores wie Google Play, die angeblich weithin als sicher anerkannt seien. Aber sie erklären die Annahme als eindeutig widerlegt , dass Android-Malware praktisch gar nicht existieren würde und nur von Sicherheitsfirmen aufgebauscht werde, um die Nutzer zu ängstigen und Virenschutzprogramme zu verkaufen.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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