Apple gibt Auftragsfertiger Wistron letzte Chance

Nach gewaltsamen Ausschreitungen in einem Werk in Südindien (Bangalore) hat Apple seinen taiwanesischen Auftragsfertiger Wistron jetzt unter Bewährung gestellt. Wistron müsse die örtlichen Probleme klären und für bessere Arbeitsbedingungen sorgen, sonst gebe Apple dem Unternehmen keine neuen Aufträge mehr, berichtete Techcrunch.

In diesem Wistron-Werk werden ältere iPhone-Modelle für Apple gefertigt. Am 12. Dezember 2020 hatten zahlreiche Arbeiter randaliert und sowohl Fertigungsanlagen als auch iPhones demoliert.

Bei den Unruhen soll ein Schaden von fast 6 Millionen Euro entstanden sein. Die Polizei konnte die Ausschreitungen nach Medienberichten recht schnell beenden, je nach Quelle der Berichte sollen zwischen 80 und 132 Personen verhaftet worden sein.

Als das vor einer Woche passierte, ging man davon aus, dass Wistron den Lohn einiger Arbeiter gekürzt habe. Inzwischen ergab aber eine von der Regierung des Bezirkes Karnataka in Auftrag gegebene Untersuchung, dass Wistron offenbar nicht mit der stark gestiegenen Zuwachs an Arbeitern klarkam, schreibt Reuters.

Verwaltung wuchs nicht mit den Beschäftigten

Sehr schnell sei die Mitarbeiterzahl auf 10.500 Personen gestiegen, wobei rechtlich allerdings nur 5.000 erlaubt seien. Die Personalabteilung des Auftragsfertigers sei dabei nicht entsprechend aufgestockt worden, und daraus hätten sich schlechte Arbeitsbedingungen wie unzulässig lange Arbeitszeiten und auch Probleme mit den Lohnzahlungen ergeben.

Laut Techcrunch versprach Wistron jetzt, die Missstände so schnell wie möglich zu beseitigen. Die Verwaltung soll ebenfalls verbessert werden, außerdem soll es ab sofort eine Beschwerdehotline in fünf verschiedenen Sprachen für die Beschäftigten geben.

Über Klaus

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