Apple-Kontensperre: Kein Zugriff mehr auf gekaufte Medien

Ein Nutzer in den USA hat Apple wegen der Sperrung seines Kontos verklagt. Matthew Price wehrt sich so dagegen, dass er keinen Zugriff mehr auf die von ihm im Laufe von Jahren teuer erworbenen Apps, In-App-Käufe, PC-Anwendungen und weitere Dienste hat.

Seine Klage richtet sich gegen einen Abschnitt von Apples Nutzungsbedingungen, in dem der Konzern erklärt, dass Nutzer nach Kündigung ihres Kontos keinen Zugriff mehr auf ihre gekauften Inhalte haben.

Rauswurf ohne Schadensersatz

Nach eigenen Angaben soll Price insgesamt knapp 25.000 US-Dollar in sein Apple-Konto investiert haben, berichtet Apple Insider. Mit der Klage will er erreichen, dass Apples Nutzungsbedingungen als unrechtmäßig und unverhältnismäßig erklärt werden.

Apple nimmt sich nach seinen Nutzungsbedingungen nicht nur das Recht heraus, Apple-Konten zu kündigen, sondern wenn das passiert, haben betroffene Nutzer keine Zugang mehr auf die von ihnen für teures Geld gekauften Inhalte. Auch diverse Systemfunktionen bei iPhones und Macs dürften sich dann nicht mehr aufrufen lassen.

Die Kündigung erfolgte angeblich ohne Warnung

In der Klageschrift sagt Price, dass die Apple-Geräte nach einer Kündigung des Kontos massiv an Wert verlieren, weil die Nutzer nicht mehr an von ihnen gekaufte und bezahlte Inhalte gelangen können.

Warum ihm das Konto gekündigt wurde, hat Price nicht angegeben. In der Klageschrift wird aber erwähnt, dass die Kündigung ohne jede Ankündigung oder Erklärung erfolgte.

Durch seine Klage will Price den sogenannten Class-Action-Status erreichen, der in den USA eine Sammelklage möglich macht. Apple hat sich bisher noch nicht dazu geäußert. Die Klage soll dem Konzern solche Kündigungen in Zukunft verbieten und dem Kläger auch eine Entschädigung für den ihm entstandenen Schaden zusprechen.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines, Internet, Kommentar, News, Recht, Soziales, Wirtschaft abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.