Apple patentiert die Fürze seiner Mitarbeiter

Ich habe es fast nicht geglaubt, als ich bei Heise lesen durfte, dass die Firma Apple sich jetzt ein Verfahren patentieren ließ, mit dem einzelne Teilinhalte eines Medienstreams (z.B. Rundfunk oder Fernsehen oder Internet-Stream) durch andere ersetzt werden können.

So könnte zum Beispiel ein übereifriger Christ bei jedem Element, das eine andere als seine Religion zum Thema hat, diesen Teil aus dem Stream ausblenden und statt dessen ein gebetetes Vaterunser oder ein gesungenes Ave Maria einblenden.

Ein anderes Beispiel, das ein solches „Patent“ abdecken könnte, wäre das Entfernen von Liedern oder Werbung aus dem Stream. Unerwünschte Klänge im Stream könnten dann durch auf dem Wiedergabegerät abgespeicherte andere Inhalte ersetzt werden.

Das klingt schon mehr als ein wenig verrückt. Aber was bitte soll daran patentwürdig sein? An den aktuellen Auseinandersetzungen um Patente im Bereich der Smartphones und Tablets zwischen Apple’s iMist und Google’s Android, die hauptsächlich von Apple und Samsung geführt werden, kann man sehen, warum es trotzdem gemacht wird.

Man möchte in Zukunft sein Geld nicht mehr mit Produkten oder Dienstleistungen verdienen, sondern lieber als „Rechteinhaber“ für irgendwelche möglichst breitbandigen Patente Lizenzgebühren kassieren. Amerika läßt grüßen.

Wenn so ein Mist gut für ein Patent ist, sollte ich doch mal beantragen, das Atmen patentieren zu lassen. Dann müsste jeder lebende weil atmende Mensch mir Lizenzgebühren bezahlen – außer denen, die gerade künstlich beatmet werden…

Die Voraussetzungen für diesen Unsinn haben unsere Politiker geschaffen, freundlich und freigiebig von den Lobby-Organisationen der Unternehmen unterstützt. Und dafür darf ein Unternehmen wie Apple die Fürze seiner Mitarbeiter patentieren, auf dass niemand mehr furzen darf, ohne an Apple Lizenzgebühr dafür abzudrücken.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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