Apple plant NoSex-Videodienst ab 2019

Unter dem Motto: „Kein Sex bitte – wir sind Apple“ plant der iLaden für das nächste Jahr einen Videodienst mit hohen moralischen und politikfreien Standards – was recht weltfremd überkommt und wie ein weiterer Versuch zur Quadratur des Kreises wirkt.

So beschreiben es die Insider, die schon mit den Verhandlungen beim Einkauf von Content für Apple beschäftigt sind, gegenüber dem Wall Street Journal. Das Unternehmen hat insgesamt eine Milliarde US-Dollar für Kauf und Entwicklung von Filmen und TV-Serien bereitgestellt.

Kein Sex bitte – wir sind Apple

Nach dem Bericht sollen „dunklere Themen und Erwachseneninhalte“ bei Apple möglichst vermieden werden. Angeblich wünsche sich Apple „Qualitätsinhalte mit Stars und breiter Anziehungskraft“, unnötige Sexszenen, Schimpfwörter und Gewalt seien zu vermeiden.

Das soll Apples oberste Ebene entschieden haben, also im Grunde der schwule Chef Tim Cook. Der sollte ja nun wirklich wissen, wie wichtig ein vernünftiger Umgang mit Sex ist. Möglicherweise kann Tim uns ja auch erläutern, was denn nun eigentlich „unnötige Sexszenen“ sein sollen.

Nicht ist bigotter als die öffentliche Moral in den USA

Ehrlichkeit im Umgang mit anderen Menschen kennt man in den USA so lange nicht, wie man diese Menschen noch nicht kennt. Hier ein paar Beispiele der Bigotterie (Scheinheiligkeit) aus eigener Erfahrung im Big Apple:

  • Kaum entert man einen Klamottenladen, hört man nur noch „Honey“, „Darling“ oder „Sweetheart“, als sei man schon lange und intim miteinander befreundet – und das von einer völlig unbekannten Verkäuferin, die auf diese verlogene Tour mehr verkaufen möchte.
  • Man denke auch an die Schnapsflaschen in braunen Papiertüten, aus denen man dann ja in der Öffentlichkeit trinken darf, ohne sofort die Cops (üble Bullerei) am Hals zu haben.
    Selbst in einem New Yorker emergency room (Notaufnahme) sah ich morgens um 2 Uhr mehrere dieser verkleideten Schnapsflaschen. Jeder in den USA weiß natürlich, dass solche braunen Papiertüten aus in der Öffentlichkeit verbotenen Schnapsflaschen wieder öffentlich trinkbare Schnapsflaschen machen.
  • Selbst das Pornokino auf dem Times Square in New York macht da keine Ausnahme. Da ist wirklich jeder Nippel und jede Vagina im Schaukasten fein säuberlich mit schwarzer Pappe abgeklebt.
    Trotzdem passiert es aber regelmäßig, dass Betrachter der Auslagen von freundlichen Bordsteinschwalben (Hookers) auf die Schulter getippt werden – und dann geht es in ein Pornokino in einer Seitenstraße des Broadway.

Da muss man sich ja wirklich fragen, wie Apple mit so einem Programm in einer solchen Gesellschaft wie den USA wirtschaftlich erfolgreich sein will. Da gebe ich den Nutten vor dem Kino am Times Square durchaus bessere Chancen…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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