Apple verklagt israelische Trojanerschmiede NSO-Group

Nach Whatsapp verklagt jetzt auch Apple den Staatstrojaner-Hersteller NSO und sagt, die Hacker seien „amoralische Söldner des 21. Jahrhunderts“.

Apple fordert dabei Schadenersatz und eine richterliche Anordnung, die NSO auf Dauer untersagt, Geräte, Software und Dienstleistungen von Apple zu benutzen. Wenn sich Apple damit durchsetzt, würde die komplette Geschäftsgrundlage von Pegasus erschüttert werden.

Die NSO Group steht schon seit Jahren wegen ihrer Spionagesoftware in der Kritik. Sie wurde schon 2019 von dem Internetkonzern Facebook verklagt, der ihr vorwarf, über seinen Kurzmitteilungsdienst WhatsApp Smartphones mit dem Programm infiziert zu haben. Auch dieser Rechtsstreit dauert noch an.

NSO selbst beteuert immer wieder, seine Software werde nur mit „guten Absichten“ eingesetzt und solle Regierungen bei der Bekämpfung von Terrorismus und anderen Verbrechen helfen. Das wird aber von vielen bezweifelt, denn die Spionagesoftware Pegasus ist immer wieder auf Geräten von Aktivisten, Dissidenten und Journalisten gefunden worden.

Citizen Lab beschrieb das Geschäftsmodell des Unternehmens schon als „Despotismus als Service“.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
Dieser Beitrag wurde unter Internet, News, Politik, Programmierung, Recht, Sicherheit abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.