Apple wurde heute wegen Preisabsprachen verurteilt

apple-ipad-3-millionVon einem weiteren schweren Schlag für Apple berichtet der Spiegel: Nach einem wochenlangen Verfahren urteilte heute die zuständige Richterin, dass Apple mit fünf anderen E-Book-Anbietern im amerikanischen E-Book-Markt illegal Preise abgesprochen hat.

Apple will Berufung gegen das Urteil einlegen: Ein Konzernprecher kündigte an, gegen die „falschen Anschuldigungen“ kämpfen werde.

Wenn Apple auch in zweiter Instanz verurteilt wird, muss sich der iPhone- und iPad-Hersteller auf eine Strafe und auf Schadensersatzzahlungen einstellen, über deren Höhe zu einem späteren Zeitpunkt entschieden wird.

In dem Gerichtsurteil wird festgestellt, dass Apple kurz vor der Einführung seines iPad 2010 begann, die Preise für E-Books durch Absprachen mit mindestens fünf Verlagshäusern von den bis dato üblichen zehn Dollar auf bis zu 15 Dollar zu erhöhen. Nach Auffassung des Gerichts wollte Apple damit seine Gewinne steigern, ohne dabei Marktanteile an Konkurrent Amazon zu verlieren.

Die beteiligten fünf Verlage haben mit der Regierung millionenschwere Vergleiche abgeschlossen, aber Apple wehrte sich vor Gericht – und verlor heute.

Apple hatte gewarnt, dass eine Verurteilung als Präzedenzfall das gesamte Geschäft mit digitalen Inhalten destabilisieren würde während das amerikanische Justizministerium den Urteilsspruch mit den Worten feierte:“Diese Entscheidung ist ein Sieg für Millionen Verbraucher, die elektronische Bücher lesen.“

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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