Auch alle Ministerien sind vom Passwortklau betroffen

panzerknackerUnter den ca 16 Millionen gestohlenen Zugangsdaten, von denen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik vor Kurzem berichtete,  sind nach einem Bericht des Spiegel auch der Bundestag und alle Bundesministerien betroffen gewesen.

Das Bundeskriminalamt soll das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schon im August 2013 gewarnt, dass bei Ermittlungen auch rund 600 Emailadressen aus dem Bundestag und den Ministerien in der Datenbank von geknackten Passwörtern aufgetaucht seien. Das BSI soll daraufhin die zuständigen IT-Beauftragten aufgefordert haben, die Benutzer zu warnen und die Passwörter zu wechseln.

Seit August bekannt, aber die Benutzer nicht gewarnt!

Das BSI, oberste Behörde für die IT-Sicherheit in Deutschland, hatte am 21. Januar mitgeteilt, dass 16 Millionen Benutzerkonten gestohlen worden seien. Nach Auskunft des BSI-Präsidenten Michael Hange hatte die Behörde zwar vor Dezember von dem Datenklau erfahren, aber erst kurz vor Weihnachten die Freigabe von wem auch immer bekommen, eine Warnung herauszugeben.

Als Grund hatte Hange angeführt, das BSI habe auch Zeit gebraucht, um einen Sicherheitscheck zu programmieren und Datenschutzfragen zu klären.

Die Grünen im Bundestag kritisieren das BSI nun wegen der viel zu späten Information der Eigentümer der Emailadressen. “Wenn die Bundesbehörden bereits im August 2013 von dem Datenklau wussten, steht der Verdacht einer massiven Schutzpflichtverletzung gegenüber den Bürgern im Raum“, sagte der netzpolitische Sprecher der Grünen Konstantin von Notz “Spiegel online”. Dies sei ein “grob fahrlässiges Vorgehen“.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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