Auch die Lufthansa stoppt jetzt Flüge nach Venezuela

LufthansaFliegerDie immer dramatischere Wirtschaftskrise in Venezuela bringt das sozialistisch regierte Land in schwere Not und schneidet es jetzt mehr und mehr von der Außenwelt ab. Wie vorher schon andere Fluggesellschaften stoppt auch die Lufthansa ab morgen ihre Flüge nach Venezuela.

Als Gründe nannte ein Konzernsprecher offene Forderungen in dreistelliger Millionenhöhe, die schwierige wirtschaftliche Lage des Landes und die fehlende Möglichkeit, lokale Währungsbestände in frei handelbare Währungen wie den US-Dollar zu tauschen.

Das südamerikanische Land mit den größten Ölreserven der Welt steckt in einer tiefen Rezession. Es fehlt die Devisen, um Waren nach Venezuela einzuführen. Staatschef Nicolás Maduro hat inzwischen den Ausnahmezustand erklärt. In den letzten Wochen wurden die Lebensmittel immer knapper, und den Krankenhäusern gehen sogar die Medikamente aus.

Der Staat bietet den Fluggesellschaften nur einen sehr schlechten Wechselkurs an, der natürlich zu hohen Verlusten bei den in der Landeswährung Bolívar verkauften Tickets führt. Die Spanne der Wechselkurse reicht von einem offiziellen Kurs von zehn Bolívares für einen Dollar bis hin zu rund 1000 Bolívares für einen Dollar auf dem Schwarzmarkt – zwei Größenordnungen unter dem offiziellen Kurs.

Der Bolívar verliert immer schneller an Wert, wodurch der staatliche Wechselkurszwang die Einnahmen der Airlines drastisch mindert. Insgesamt soll auch die Nachfrage für internationale Flugreisen nach Caracas gegenüber dem Vorjahr 2015 und im ersten Quartal 2016 nochmals gesunken, teilte Lufthansa mit.

Trotzdem werde die Lufthansa durch seine Partner Avianca und Copa Airlines Venezuela weiterhin an sein Flugnetz anbinden. Über diese beiden Airlines gibt es von Kolumbien und Panama aus noch Weiterflüge in die Landeshauptstadt Caracas.

Screenshot: Lufthansa

Über Klaus

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