Auf 64.000 PCs des Bundes läuft immer noch Windows 7

Wer sich nicht wundert, warum die jeden Tag herausgegebenen Corona-Daten unter anderem deshalb so ungenau sind, weil sie nach Medienberichten teilweise noch „per Zettel, Bleistift und Faxgerät“ übermittelt werden, den dürfte es auch nicht überraschen, dass noch heute in den Ministerien und Behörden des Bundes noch mindestens 63.479 Rechner unter dem völlig veralteten Betriebssystem Windows 7 laufen.

Dieses Betriebssystem wird von Microsoft seit dem 14. Januar 2020 nicht mehr kostenlos mit Sicherheitsupdates unterstützt. Deshalb muss der Bund für weitere Sicherheitsupdates dieser Rechner über Microsofts Extended Security Update-Program (ESU) richtig viel Geld in die Hand nehmen.

Die Antwort auf eine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Konstantin von Notz ergab dafür bisher Kosten von 1,9 Millionen Euro, und bis 2023 sollen „mindestens rund 2,51 Millionen Euro Kosten entstehen“.

Das passt zu einem Staat wie Deutschland, der bei modernen Technologien punkten und sich auch von Herstellern in den USA, Korea und China unabhängig machen will, dessen politische Entscheider aber bis auf ganz wenige Ausnahmen wie beispielsweise Herrn von Notz nicht den blassesten Schimmer vom Dunst einer Ahnung in Sachen IT und Neue Medien haben, ist die Zukunft für Deutschland schon heute so gut wie verloren.

Und ehrlich gesagt fällt Herr von Notz bei uns ja auch nicht die wichtigen Entscheidungen in Sachen IT. Schon seit 2005 bestimmt hier eine Frau die Richtlinien der Politik, für die das Internet bis heute „Neuland“ ist, und was in diesen 16 Merkel-Jahren versäumt wurde, ist in dieser schnelllebigen Grundlage jeder modernen Gesellschaft nicht mehr aufholbar.

Es ist ja schon ärgerlich genug, dass die Inkompetenz von Merkel, Seehofer und last not least Geistesgrößen wie Dobrindt und Scheuer Deutschland in Sachen IT völlig abgehängt hat.

Das wirkt sich ja nicht nur auf die Zettelwirtschaft bei den Corona-Zahlen aus, sondern auch bei der in diesen Pandemie-Zeiten für die nächste Generation überlebenswichtigen Versorgung der Schulen mit funktionierendem und breitbandigem Internet als Grundlage für den Online-Unterricht.

Vermutlich müssen wir in ein paar Jahren auch noch dankbar sein, wenn wir dann noch als verlängerte Werkbank von Chinesen, Koreanern und Amis deren Smartphones, Tablets und Smartwatches für 3 Euro die Stunde zusammenbauen dürfen…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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