Aufruf zum Boykott von E-Books

Der Gründer der Freie-Software-Bewegung Richard Stallmann hat wegen des restriktiven Umgangs von Anbietern wie Amazon mit E-Books auf seiner Website zum Boykott von E-Books aufgerufen.

Er begründet das einleuchtend damit, dass ein E-Book-Käufer damit weniger machen könne als mit einem gekauften Buch. Das könne man nämlich anonym mit Bargeld kaufen. Dann gehöre es einem und man könne damit tun und lassen, was man wolle. Man brauche weder elektrische Energie noch proprietäre Technik, um es zu lesen und niemand könne es einem einfach wegnehmen.

Kaufe man aber ein E-Book bei Amazon, müsse man seinen Namen preisgeben und eine Lizenz und das digitale Rechtemanagement akzeptieren, die Benutzungen wie das Kopieren ausschließe und restriktiver sei als das Urheberrecht. Zum Lesen brauche man proprietäre Software und das Datenformat sei geheim. Amazon könne das E-Book durch eine Hintertür wieder löschen, wie es 2009 mit zwei Büchern des britischen Schriftstellers George Orwell geschehen sei.

Jede einzelne dieser Einschränkungen stellt laut Stallmann einen Rückschritt gegenüber normalen, gedruckten Büchern dar. Wo er Recht hat, hat er Recht…

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