Aus rechtlichen Gründen: keine Social-Plugins mehr bei ZDNet

Die Social Plugins beim ZDNet sind jetzt durch statische Links zu den Netzwerken von Twitter, Facebook Google+ und Co. ersetzt worden. Der Grund dafür liegt in der unsicheren Rechtslage, denn die Aufsichtsbehörden (Düsseldorfer Kreis)haben „das direkte Einbinden von Social Plugins, beispielsweise von Facebook, Google+ oder Twitter, in Websites deutscher Anbieter, wodurch eine Datenübertragung an den jeweiligen Anbieter des Social Plugins ausgelöst wird, ohne hinreichende Information der Internetnutzer und ohne ihnen die Möglichkeit zu geben, die Datenübertragung zu unterbinden„, am 8. Dezember 2011 für unzulässig erklärt.

Das alleine ist schon ein guter Grund, die kleinen Klickis von der eigenen Website auszuschließen. Darüberhinaus heißt es aber in dem Beschluss des Düsseldorfer Kreises: „in Deutschland ansässige Unternehmen, die durch das Einbinden von Social-Plug-ins eines Netzwerkes auf sich aufmerksam machen wollen, eine eigene Verantwortung hinsichtlich der Daten von Nutzerinnen und Nutzern ihres Angebots. Es müssen zuvor Erklärungen eingeholt werden, die eine
Verarbeitung von Daten ihrer Nutzerinnen und Nutzer durch den Betreiber des sozialen Netzwerkes rechtfertigen können. Die Erklärungen sind nur dann rechtswirksam, wenn verlässliche Informationen über die dem Netzwerkbetreiber zur Verfügung gestellten Daten und den Zweck der Erhebung der Daten durch den Netzwerkbetreiber gegeben werden können.“ und „Anbieter deutscher Websites, die in der Regel keine Erkenntnisse über die Datenverarbeitungsvorgänge haben können, die beispielsweise durch Social-Plug-ins ausgelöst werden, sind regelmäßig nicht in der Lage, die für eine informierte Zustimmung ihrer Nutzerinnen und Nutzer notwendige Transparenz zu schaffen. Sie laufen Gefahr, selbst Rechtsverstöße zu begehen, wenn der Anbieter eines sozialen Netzwerkes Daten ihrer Nutzerinnen und Nutzer mittels Social-Plug-ins erhebt.“

Das ZDNet ist nicht der einige, der die Social Plugins von seinen Seiten verbannt hat. Wer nicht weiß, was Twitter, Facebook und Co. mit den bei der Nutzung dieser Plugins gesammelten Daten machen, ist nun mal nicht in der Lage, die Nutzer darüber hinreichend zu informieren.

Auch wir empfehlen unseren gewerblichen Kunden aus Gründen der Rechtssicherheit, die Social Plugins  von ihren Internetseiten zu entfernen.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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