Babypuppen verhindern keine Schwangerschaften

Baby-infsim-newstyleEin ziemlich bescheuertes Experiment mit gut 1.000 Euro teuren Roboter-Babypuppen der Firma Realitywoks aus Wisconsin in den USA wurde nach einem Bericht von Heise in Australien durchgeführt. Dies Unternehmen bewirbt seine Säuglings-Simulatoren für die Vorbeugung gegen Teenager-Schwangerschaften, den Unterricht in Säuglingspflege, zur Vorbeugung gegen Kindesmisshandlung, den Sexualkundeunterricht und ähnliche Situationen.

Bei dem australischen Experiment wollten Forscher wissen, wie gut die elektronischen Puppen helfen, die Schwangerschaftsraten unter Teenagern zu reduzieren. Außer den katholischen Schulen wurden alle Schulen von Perth, der Hauptstadt von Westaustralien, zur Teilnahme eingeladen. Die meisten Schulen meldeten sich an und die Hälfte davon wurde per Zufallsgenerator für das Puppenexperiment ausgewählt, die andere Hälfte unterrichtete als Kontrollgruppe Sexualkunde ohne Roboter.

Schwangerschaften eher gefördert als verhindert

Das Ergebnis wollte nicht wirklich gefallen: Während für vier Prozent der Kontrollgruppe mindestens eine Lebendgeburt registriert wurde, waren es bei der Gruppe mit den Roboter-Babys acht Prozent – der Unterschied ist statistisch signifikant.

Weitere Details dazu verrät ein Artikel der Fachzeitschrift The Lancet. Die randomisierte kontrollierte Studie ist als ISRCTN24952438 registriert.

Screenshot: Realityworks

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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