Bahnvorstand in spe Pofalla zieht ins als Minister gebaute Nest

Pofalla_Ronald_NSAHeute berät der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn über eine Personalie mit üblem Beigeschmack: Die Berufung von Exkanzleramtsminister Ronald Pofalla in die Führungsspitze des Staatskonzerns.

So geht Korruption in Deutschland

So baute er sich ein weiches Nest mit sechsstelligen Bezügen, in das ihn jetzt sein Korrumpel und Bahnvorstand Rüdiger Grube einziehen lässt. So geht Korruption in Deutschland.

Deutlich steht der Verdacht der Interessenkollision im Raum. Opposition und Nichtregierungsorganisationen gehen davon aus, dass Ronald Pofalla schon als Kanzleramtsminister die Interessen seines künftigen Arbeitgebers im Auge gehabt haben könnte.

Seit Wochen hat die Republik über den geplanten Wechsel von Ex-Kanzleramtminister Ronald Pofalla zur Deutschen Bahn gestritten, jetzt ist die Aufregung offenbar verraucht oder von der WM und diversen kriegerischen Auseinandersetzungen verdrängt – und Bahn-Chef Rüdiger Grube treibt die Einbindung des korrupten CDU-Mannes Pofalla schamlos voran.

Was die Politik diesmal zur WM durchwinken möchte

Das Timing für den Coup scheint nahezu perfekt: Deutschland ist auf die Fußballweltmeisterschaft fixiert und andere wichtige Themen fesseln Medien und Bevölkerung. In solchen Zeiten kann man fast nach Gutdünken selbst den größten Unsinn treiben und wird kaum Kritik ernten. Eine immer wieder bewährte Methode der korrupten deutschen Politiker und Wirtschaftsbosse.

Die Welt bringt es deutlich auf den Punkt: “Während andere Fußball gucken, lässt sich ohne Gegenwehr regieren.

Der Spiegel schreibt dazu: “Bis heute sind Grube und Pofalla eine klare Antwort auf die Frage schuldig geblieben, warum das Staatsunternehmen Bahn einen Politiker wie Pofalla braucht, der für viel Geld die Verbindungen zur Politik pflegt. Niemand in Berlin will dem Unternehmen wirklich Böses – und auch jede Regulierungsgefahr aus Brüssel werden deutsche Politiker schon zu verhindern wissen. Da braucht’s keinen Pofalla.

So bleibt ein bitterer Beigeschmack: Ronald Pofalla und Rüdiger Grube kennen sich lange und gut. Man versteht sich, man hilft sich. Die Granden der schwarz-roten Koalition stehen achselzuckend daneben, obwohl sie die Personalie durchaus verhindern könnten.

Warum sollten sie? Die Bahn ist schon immer als Abklingbecken für Expolitiker gefragt – sowohl CDU/CSU als auch von der SPD. Also hält sich die Empörung im politischen Betrieb in Grenzen – die brauchen ja auch irgendwann mal nach dem Ende ihrer Karriere ein weiches Polster…

Nur der Kunde hat das Nachsehen – das sin übrigens wir. Die nächste Fahrpreiserhöhung kommt bestimmt. Denn irgendjemand muss das ja schließlich alles bezahlen…

Viel Spaß beim Fußball gucken wünschen Ihnen Ronald Pofalla, die CDU/CSU und die SPD.

Dieser Beitrag wurde unter Internet, Kommentar, News, Politik, Recht, Soziales, Wirtschaft abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.