Billigst-Lerncomputer One Dollar Board

OneDollarBoard.comNomen est omen: Das One Dollar Board ist mit seinem Preis von einem Dollar (90 Euro-Cent) für das Board der günstigste Kleinstrechner auf dem Markt.

Entwickelt wurde die Platine nach einer Idee von einer Campus-Party in São Paulo in Brasilien. Das Arduino-kompatible Mikrocontroller-Board ist speziell für den Schulunterricht geeignet, insbesondere für sich entwickelnde Länder, zum Stückpreis von einem US-Dollar (ohne Versand). Jetzt sucht das Projekt auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo nach Unterstützern.

Weil das Board nur so viel kostet wie eine Dose Cola oder ein Kaffee und man für wenig Geld nennenswerte Stückzahlen anschaffen kann wie beim One Dollar Board, können Schulen es auch riskieren, den Kindern die Platine mit nach Hause zu geben.

Um den Einstieg auch wirklich barrierefrei zu halten, werden auf die fertig bestückte Platine im Scheckkartenformat gleich auch die Instruktionen für die ersten Schritte aufgedruckt. Zuerst einmal muss man die zwei dafür vorgesehenen Ecken abbrechen – was dann stehen bleibt, kann man in einen USB-Port stecken. So spart man sich sogar das USB-Kabel.

Es überrascht nicht, dass das One Dollar Board anderen Kleinstcomputer-Platinen von der Ausstattung her kaum das Wasser reichen: Eine 8-Bit-CPU, nur 8 Kilobyte(!) Flash und 6 GPIO-Pins – mehr ist nicht dabei. Auch das Design des Boards soll als Open Hardware unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht werden.

Drei Dollar Versandkosten bei einem Board-Preis von einem Dollar lohnen sich nicht wirklich. Deshalb gibt es auch Packs zu 5, 25 und 100 Stück. Beim dem niedrigen Stückpreis versteht sich von selbst, dass auch mit solchen Paketen die bisher rund 300 Unterstützer des Projekts auf Indiegogo das Geld nur langsam zusammebekommen.

Von ihrem Ziel (50.000 Boards für ebensoviele US-Dollar) sind die Initiatoren im Moment noch ziemlich weit weg. Es ist aber noch etwas Zeit, denn die Kampagne läuft noch weitere zwei Monate.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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