Bitte nicht noch eine langweilige iPhone-Variante

AppleHQÜber zehn Jahre hatten Apples Produktpräsentationen etwas von Wundertüten: Manchmal steckten Dinge darin, die man vorher nicht erwartet hätte.

Das begann 1998, als der zu Apple zurückgekehrte Steve Jobs den iMac vorstellte. Der Rechner war völlig anders als alle anderen. Dieses Anderssein ließ das strauchelnde Unternehmen letztlich überleben. Das berüchtigte “One more thing”, das Unbekannte, das der vor drei Jahren verstorbene Jobs gerne zum Ende seiner Auftritte präsentierte, wurde dann Kult.

Mit dem iPod von 2001 wandelte sich der MP3-Player vom Spielzeug zur Musikbibliothek. Der iTunes Store, den der Apple 2003 nachschob, machte den Online-Einkauf digitaler Musik so einfach und preiswert, dass Raubkopien begannen, ihren Reiz zu verlieren.

Um das iPhone, das der Konzern 2007 präsentierte, wurde der kalifornische Konzern von der Mobilfunkbranche zu Beginn belächelt und später beneidet. Sie wissen ja: Mitleid bekommt man geschenkt, aber Neid muss man sich erarbeiten.

Doch seither hat es bei Applenicht mehr viele Überraschungen gegeben . In den letzten Jahren zeigte der Konzern hauptsächlich logische, aber eben nicht aufregende Weiterenwicklungen schon bekannter Produkte. Jedes Jahr eine neues iPad, ein iPhone und einen iMac – gepflegte Langeweile breitet sich aus. Das erinnert irgendwie an Terminator 5…

AppleWWDC14Zur Eröffnung der heute um 18 Uhr beginnenden Apple-Entwicklerkonferenz WWDC14 muss Konzernchef Cook jetzt dringend eine Überraschung präsentieren – sonst verliert Apple endgültig die Magie.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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