BLIKK-Studie: Drogenbeauftragte gegen Smartphones

Die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler warnt: Smartphones haben nichts in Kinderhänden verloren. Nach der neuen BLIKK-Studie kann die übermäßige Nutzung digitaler Medien bei Kindern zu Entwicklungsstörungen führen.

Erhebliche Mißbrauchstendenzen“, „digitale Fürsorge“, „gefährdet Gesundheit von Kindern“, „Hyperaktivität“, „Konzentrationsprobleme“ – die Schlagworte werden einem in dem Machwerk nur so um die Ohren gehauen. Und so lässt sich die Drogenbeauftragte selbst aus:

Diese Studie ist ein absolutes Novum. Sie zeigt, welche gesundheitlichen Folgen Kinder erleiden können, wenn sie im digitalen Kosmos in der Entwicklung eigener Medienkompetenz allein gelassen werden, ohne die Hilfe von Eltern, Pädagogen  sowie Kinder- und Jugendärzten. Für mich ist ganz klar: Wir müssen die gesundheitlichen Risiken der Digitalisierung ernst nehmen! Es ist dringend notwendig, Eltern beim Thema Mediennutzung Orientierung zu geben. Kleinkinder brauchen kein Smartphone. Sie müssen erst einmal lernen, mit beiden Beinen sicher im realen Leben zu stehen. Unter dem Strich ist es höchste Zeit für mehr digitale Fürsorge – durch die Eltern, durch Schulen und Bildungseinrichtungen, aber natürlich auch durch die Politik.

Geht’s noch? Gibt es keine echten Probleme mehr mit echten Drogen, dass wir uns so einen Pädagogen-Slang aus angeblich berufenem Munde anhören müssen?

Die Dosis macht das Gift

Man muss sich ja schon allen Ernstes fragen, ob Smartphones zur Kernkompetenz der Bundesdrogenbeauftragten gehören sollten. Und wenn man sieht, dass in Deutschland harte Drogen wie Alkohol legal und weiche wie Cannabis (immer noch) illegal sind, bleibt doch die Frage, wo Frau Mortler überhaupt Kompetenz hat.

Bei allen Drogen ist es so: Die Dosis macht das Gift. Wenn ich ein Kind täglich stundenlang daddeln lasse, mag das durchaus ungesund für seine Entwicklung sein. Altersangemessene Nutzung eines Smarties gehört meines Erachtens aber nicht zu den Dingen, um die sich Frau Mortler vorrangig sorgen sollte – ihr Verantwortungsbereich hat auch durchaus einige echte Probleme.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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