Börse bestraft Snapchat wegen Nutzerschwund

Die Foto-Chatplattform Snapchat kämpft weiterhin mit massivem Nutzerschwund. Besonders die Android-App wird zum Problem.

Snapchat leidet schon länger unter scharfer Konkurrenz durch die Facebook-Tochter Instagram. Außerdem kamen die jüngsten Umgestaltungen der einst besonders bei jüngeren Leuten als Sexting-App sehr populären App bei vielen der Nutzer nicht wirklich gut an.

Die Nutzerzahlen sind weiter zurückgegangen

Deshalb verlor die Foto-App im Sommerquartal immer mehr Nutzer und rechnet auch nicht mehr mit einer baldigen Trendwende. Von Juli bis Ende September sank die Zahl der täglich aktiven Nutzer um ein Prozent auf 188 Millionen, wie die Snapchat-Mutter Snap gestern nach US-Börsenschluss mitteilte.

Android-Version macht Probleme

Snapchat-CEO Evan Spiegel gab Probleme mit der Android-App zu, die noch nicht so flüssig wie die iOS-Version funktioniere. Man arbeite mit Hochdruck daran, eine qualitativ bessere App zur Verfügung zu stellen.

Erwachsene nutzen Snapchat weiterhin nicht

Auch dürfte es Snapchat weiterhin nicht gelingen, neue Nutzergruppen zu erreichen. Denn Spiegel zufolge verfüge man weiterhin über eine enorme Reichweite in der Gruppe der 13- bis 34-Jährigen in Europa. Milliarden von Menschen in anderen Teilen der Welt, aber vor allem eben auch Ältere würden die Plattform aber nicht verwenden, gab der Snapchat-Chef zu, weshalb der Nutzerschwund laut Finanzchef Tim Stone wohl vorerst anhalten dürfte.

Kurs sinkt zehn Prozent ab

Deshalb ließen die Anleger das Papier dann gestern nachbörslich um zehn Prozent abstürzen, obwohl Snap Inc. die Erwartungen der Wall Street bei den Finanzergebnissen im jüngsten Quartal sogar übertreffen konnte: Die Einnahmen stiegen im Jahresvergleich um 43 Prozent auf 298 Millionen Dollar (261,04 Mio. Euro), und der Verlust nahm von 443 Millionen auf 325 Millionen Dollar ab.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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