Lern-Rechner Calliope mini für Schulen gratis

Die gemeinnützige Calliope GmbH aus Berlin verschenkt aktuell insgesamt 2500 Exemplare des seit August erhältlichen Lern-Computers an 100 Grundschulen.

Jeweils 25 Stück der wie ein Sheriffstern geformten Kleinstrechner bilden einen Klassensatz. Der Stückpreis des speziell auf leichte Programmierbarkeit ausgelegten Lernrechners liegt bei 30 Euro, und damit der Wert dieses Engagements der Sponsoren wie der Elektronikkette Conrad, dem Onlinehändler Amazon, der Suchmaschine Google oder dem Cornelsen-Verlag bei 75.000 Euro. Schulkinder ab der dritten Klasse sollen mit dem Calliope mini spielerisch an das Programmieren herangeführt werden.

Vorwürfe von Lobbyismus und zu großer SPD-Nähe des Rechners

Jetzt kommt aber merkwürdige Kritik an dem Projekt auf, bei der das Sponsoring durch Wirtschaftsunternehmen als Argument nur vorgeschoben scheint – letztlich ist der kostenlose Rechner wohl näher an der SPD angesiedelt, als sich das Lehrergewerkschaftler mit anderer Parteipräferenz wünschen.

Man kann es aber auch übertreiben mit der Political Correctness, denn weder Lernrechner  noch Programme haben ein Parteibuch. Die Alternative wäre übrigens keine Rechner für die Kids und damit praktisch kein Programmierunterricht – und die Diskussion liest sich so, als würden die Kritiker diese Lösung bevorzugen, wie man in einem aktuellen Artikel bei Heise nachlesen kann.

Besser ein Rechner von Amazon oder Conrad als gar keiner!

Macht ja nix, dann kriegt halt später die ausgeschriebene Programmierer-Stelle nicht der deutsche Schüler, sondern der Konkurrent aus dem Ausland.

Und ich möchte fast wetten, dass die Politiker und anderen Entscheider in dieser Sache nicht den blassesten Dunst vom Schimmer einer Ahnung haben, wie man eigentlich so einen Kleinstrechner programmiert…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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