Corona-App: Tracing-Probleme durch Bug in iOS 13.7

Auf ein aktuelles Problem im Zusammenhang mit der jüngsten Version von Apples Mobilbetriebssystem iOS wird im Blog zur deutschen Corona-Warn-App hingewiesen:

Auf iPhones mit dem neuen Betriebssystem iOS 13.7 könne es dazu kommen, dass den Benutzern unter Umständen ein höheres Risiko angezeigt wird, als sie tatsächlich hatten, sagen die Macher von SAP und Deutscher Telekom. Dort liest man: „Unter der am 1. September von Apple veröffentlichten neuen iOS-Version kann es bei einer geringen Zahl von Nutzern zu irreführenden Risiko-Berechnungen kommen.“

Apple bringt Verbesserungen, aber auch Bugs

Die Benutzer der Anwendung auf Android-Smartphones und auf iPhones mit einem älteren iOS (Version 13.6.1 oder älter) sind den Angaben nach von dem Bug nicht betroffen. „Aktuell wird unter Hochdruck gemeinsam mit Apple an einer Lösung gearbeitet, damit auch die betroffenen Nutzer unter iOS 13.7 wieder eine korrekt berechnete Risiko-Ermittlung erhalten.“

Grundsätzlich bringt iOS 13.7 Verbesserungen für das Contact-Tracing. Mit iOS 13.7 ist es erstmalig möglich, das Tracing auch ohne eigene App zu implementieren.

Dadurch müssen lokale Gesundheitsbehörden nur noch eine Konfigurationsdatei mit Informationen über Risikoeinschätzungen und das Verfahren bei möglicher Infektion an Apple schicken. Daraus erzeugt iOS 13.7 dann selbst die App, die direkt in iOS integriert wird. Google macht das unter Android auch so.

Wie es dazu zu der Verschlechterung der Kontaktverfolgung unter iOS 13.7 kam, ist aktuell noch nicht bekannt. Noch letzte Woche hatten die Entwickler von SAP und Deutscher Telekom iPhone-Nutzern empfohlen, Apples aktuellste Betriebssystem-Version 13.7 zu installieren, weil der Hersteller in den vergangenen Wochen die technische Schnittstelle (API) „erheblich verbessert“ habe.

Wann Apple ein Update veröffentlichen wird, in dem der nun entdeckte Fehler beseitigt wird, steht heute noch nicht fest, auch nicht, ob es möglicherweise einen Patch von SAP und Deutscher Telekom geben kann.

Seit der Veröffentlichung der deutschen Corona-Warn-App im Juni waren mehrfach Fehler entdeckt und wieder behoben worden. Der Nutzen dieser App wird auch in vielen fundierten Artikeln in Blogs und Foren im Internet stark bezweifelt…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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