Dänen nutzen deutsche Elektro-Kaufprämie

An der deutsch-dänischen Grenze werden Fahrer von Elektroautos häufig angesprochen, ob sie ihre Fahrzeuge nicht verkaufen wollen, wobei ihnen attraktive Preise geboten werden. Auch auf Autobörsen im Netz wie z.B. bilbasen.dk werden hohe Preise für kurz gebrauchte Stromer gezahlt.

Hintergrund ist, dass in Dänemark seit kurzem hohe Aufschläge für Neuwagen fällig werden, auch wenn es um E-Autos geht, während in Deutschland diese Fahrzeuge mit bis zu 9.000 Euro gefördert werden. Wenn der Eigentümer sein Auto ein halbes Jahr lang behält, kann er die gezahlte Prämie auch behalten. Diese Diskrepanz nutzen dänische Händler und bieten bei gebrauchten Elektroautos sogar häufig den Neupreis an – eine echte Win-win-Situation.

Die FDP will das Kind mit dem Bade ausschütten

Jetzt will die FDP diese Förderung abschaffen, weil ein solcher Missbrauch angeblich sonst weiterhin möglich bleibe. Der Focus berichtet, dass FDP-Schatzmeister Hermann Otto Solms und FDP-Steuerexperte Markus Herbrand deshalb ein Ende der Subventionen fordern. Sie wollen, das sich die Fahrzeuge dem freien Wettbewerb stellen.

Dummerweise könnte das den Kauf von Elektroautos nahezu komplett zum Erliegen bringen, denn die Stromer sind ohne Förderung deutlich teurer als vergleichbare Autos mit Verbrennungsmotor.

Screenshot: VW ID3

Über Klaus

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