Darknet-Shop AlphaBay geschlossen

Seit einigen Tagen ist der Marktplatz für illegale Güter AlphaBay im Darknet nicht mehr erreichbar. Es kamen dann Gerüchte über einen Exit Scam auf, nichts Ungewöhnliches in der illegalen Szene.

Es bedeutet, dass die Betreiber den Laden dicht machen und dabei alle Kunden- und Lieferantengelder aus den Wallets mitnehmen – ein Abschied für immer oder ein Leben bis zum Wiedersehen.

Ein (kostenpflichtiger) Bericht des Wall Street Journal macht öffentlich, warum man sich jetzt für Waffen, Drogen, Pässe, (fremde) Bankkonten und andere Produkte des kriminellen Alltags einen neuen Dealer suchen muss: Einer der Betreiber, ein Kanadier, soll in Thailand verhaftet worden sein und sich dann im Arrest selbst getötet haben.

Die Montreal Gazette hatte dazu berichtet, in der kanadischen Stadt seien zwei Razzien im Zusammenhang mit Geschäften im Darknet durchgeführt worden. In Bangkok sollen auch zwei Lamborghinis und drei Häuser des Kanadiers beschlagnahmt worden sein, schreibt  die Bangkok Post.

Untergrundmarktplätze wie AlphaBay finden sich bevorzugt als Hidden Services im Tor-Netz. Sie tauchen aber auch gelegentlich mal wieder im öffentlich erreichbaren Netz auf, beispielsweise als gut versteckte Foren (nur für Mitglieder). Wenn Ermittlungsbehörden einen Schlag gegen eine solche Seite melden , schießen in der Regel für einen geschlossenen Shop in kürzester Zeit zwei neue aus dem Boden…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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