Das Ende der Browser-Plugins rückt näher

Chrome-LogoStatistisch stößt nur noch einer von 27 Chrome-Nutzern während eines Monats über ein Java-Applet. Selbst Silverlight, die Video-Chat-Plug-ins Google Talk und Facebook Video und die Spiele-Engine Unity werden immer weniger genutzt, meldet Google in seinem Zwischenbericht im Kampf gegen die (ver)alte(te) Browser-Plug-in-Schnittstelle Netscape Plugin Application Programming Interface (NPAPI).

Die deutlichen Verbesserungen bei JavaScript und CSS haben klassische Plug-ins zu überflüssigen Relikten gemacht. Weil NPAPI es unmöglich macht, Plug-ins halbwegs sicher in der Sandbox auszuführen oder wie bei modernen Browsern direkt Grafikprozessoren anzusprechen, um Performance-Reserven aus der Hardware herauszukitzeln, aber auch wegen häufiger Abstürze wird NPAPI in Chrome zukünftig nicht mehr unterstützt.

Der Rückzug erfolgt in Etappen:Aktuell führt Chrome solche Plugins (außer Java) noch defaultmäßig aus. Ab Januar laufen sie nur noch nach Aktivierung durch den User, und ab April 2015 gar nicht mehr, nur das Flag enable-npapi kann sie dann ausnahmsweise nochmal aktivieren – bis auch das im September nächsten Jahres nicht mehr funktioniert.

firefox-logoBei Mozilla sind die NPAPI-Plugins schon seit der Version 30 defaultmäßig deaktiviert. Einige veraltete Plugins (z.B. Java, Quicktime und Flash) stehen schon auf einer Sperrliste.

Microsofts Internet Explorer unterstützt die NPAPI-Plug-Ins aus Sicherheitsgründen schon über 10 Jahre nicht mehr.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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