Das Ende der Chrome-Apps ist da

Schon im Sommer 2016 hatte Google das Ende seiner Chrome-Apps unter Windows, Linux und MacOS angekündigt. Nun ist es soweit: Google hat sie jetzt aus dem Sortiment seines Webshops entfernt.

Das Ende der Chrome-Apps begründete Google mit der geringen Akzeptanz durch die Benutzer: Nicht einmal 1 Prozent der Chrome-User hätten die Chrome-Apps aktiv genutzt, weiß Google.

Es gab die Browser-Apps in zwei Versionen: „hosted apps“ und „packaged apps“. Die Letzteren waren recht mächtig, denn sie konnten im Hintergrund laufen und hatten Zugriff auf die Hardware, um beispielsweise USB-Ports anzusprechen.

Schon installierte Chrome-Apps laufen noch bis Anfang 2018, danach ist komplett Schluss damit. Chrome OS ist davon nicht betroffen, da bleiben die Chrome-Apps noch „für absehbare Zeit“ verfügbar. Zur Verdeutlichung: Chrome-Erweiterungen (Extensions) wird es weiterhin geben.

Als Nachfolger der Chrome-Apps bieten sich die sogenannten Progressive-Web-Apps (PWAs) an. Das sind Webseiten, die sich auf Smartphones wie native Apps benehmen und beispielsweise Benachrichtigungen anzeigen können.

Ein bekannteres Beispiel dafür ist die Lite-Version von Twitter. Google arbeitet daran, dass auch Desktop-Nutzer solche PWAs schon bald installieren können. Das soll mitte des kommenden Jahres der Fall sein, verlautet Google in einer Mail an die App-Entwickler. Dann lassen sich die Web-Apps auch wie Chrome-Apps per Shortcut und Icon starten.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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